Mikrofreiräume mit Steinen von Friedl Steinwerke
Die Argentinierstraße in Wien – eine wichtige Verbindung zwischen Karlsplatz und Wiedner Gürtel – wurde umgestaltet und zur Fahrradstraße umgebaut. Fahrräder und Kfz-Verkehr teilen sich die rot eingefärbte Fahrbahn. Fußgänger:innen wurde mit dem klimafitten „Makeover“ gleichzeitig mehr Platz eingeräumt. Die Gehwege wurden verbreitert, die Barrierefreiheit optimiert und attraktive Verweilorte eingerichtet. Die Pflastersteine für ihre Gestaltung stellten Friedl Steinwerke her.
Pflasterung mit südamerikanischem Flair
Entlang der Argentinierstraße laden Mikrofreiräume und Plätze in Kreuzungsbereichen zum Verweilen ein. Ihre Pflasterung – nach dem Entwurf von Karl Grimm Landschaftsarchitekten – macht dem Straßennamen alle Ehre und diese Zonen klar erkennbar: Denn das Verlegemuster ist an argentinische Textilmuster angelehnt, das je nach verfügbarem Platz, große oder kleine Rauten zeigt. Bei der Farbgestaltung der 30 x 20 cm großen Pflastersteine entschieden sich Karl Grimm Landschaftsarchitekten für einen hellen sandfarbigen Grundfarbton. Die Rauten wurden mit rötlichen Pflastersteinen ausgeführt. Die Farben entwickelten die Labor-Mitarbeiter:innen von Friedl Steinwerke ganz nach den Vorstellungen der Landschaftsarchitekt:innen. Die Farbgebung der Pflasterflächen harmoniert mit den historischen Fassaden entlang der Straße und sie passt ebenso zum Rotton der neuen Fahrradstraße.
Pflasterflächen mit klimatischem Mehrwert
Die Pflasterflächen wirken nicht nur freundlich und identitätsstiftend – die hellen Betonsteine heizen sich im Sommer überdies weniger auf, wodurch dem Entstehen von Hitzeinseln entgegengewirkt wird. Die ungebundene Pflasterbauweise begünstigt die Versickerung von Niederschlag. Diese und weitere Maßnahmen helfen der Stadt bei der Klimawandelanpassung und sind zukunftsweisend im Hinblick auf das Regenwassermanagement in der Stadt.