♻️ Zirkuläre Architektur: Bei der CRCLR HUT sind 98 % der Materialien wiederwendbar
04.02.2026
Im September 2024 entstand auf dem ehemaligen
Flughafen Tegel der CRCLR HUT in nur zwei Wochen Bauzeit – ein
Pavillon, der nicht nur optisch, sondern systemisch zirkulär gedacht
ist.
Die Initiative gehört zum Entwicklungsrahmen der Urban Tech Republic
und ist ein wichtiger Baustein im Schumacher Quartier. Der Pavillon
symbolisiert Berlin’s neuen Anspruch an nachhaltige Baukultur und
flankiert das geplante FUTR HUT, ein Kompetenzzentrum für zirkuläres
Bauen.
Gebaut für die Wiederverwendung: Zirkulär von Boden bis Dach
Der CRCLR HUT ist durch das Architekturbüro beta realities als
Demonstrator für zirkuläres Bauen konzipiert – jeder Bauteil folgt dem
Prinzip der Trennbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Ressourcenschonung.
Die Umsetzung reicht dabei vom modularen Holztragwerk über die
betonfreie Bodenplatte bis zur lose verlegten Flachdachdämmung.
Das Fundament bildet eine lose
verlegte, zweilagige Bodenplatte aus GLAPOR Schaumglasplatten, verlegt
auf einem Splittbett. Die Konstruktion kommt vollständig ohne Zement,
Mörtel oder Klebstoffe aus. Die Platten sind druckfest, dauerhaft
formstabil und erfüllen zugleich die Funktion einer Wärmedämmung unter
Gründung. Die CO₂-Emissionen konnten gegenüber einem konventionellen
Betonaufbau um rund 60 % reduziert werden. Die Elemente sind reversibel
und nach Nutzungsende sortenrein entnehmbar – ohne Abfall, ohne
Schadstoffrückstände.
Die Wände bestehen aus dem
TRIQBRIQ-System: Holzmauersteine aus minderwertigem Industrie- und
Kalamitätsholz, verbunden ausschließlich über Holzdübel. Verzichtet
wurde konsequent auf Leime, Schrauben oder chemische Bindemittel. Das
Wandsystem ist statisch tragfähig, sortenrein rückbaubar und ohne
Sonderaufwand wiederverwendbar. Durch die modulare Fertigung mit nur
vier Elementtypen ist der Aufbau nicht nur effizient, sondern auch für
spätere Nutzungen oder Umbauten flexibel einsetzbar.
Auch im Flachdachaufbau wurde
ein vollständig zirkuläres System umgesetzt. Als Dämmstoff kamen lose
verlegte GLAPOR Schaumglasplatten zum Einsatz, die auf mineralisierten
Holzspäne als Ausgleichsschüttzung verlegten wurden. Die Abdichtung
erfolgte mit einer EPDM Bahn. Die Materialien sind
feuchteunempfindlich, druckbelastbar und können nach der Nutzung
rückstandsfrei sortiert und erneut eingesetzt werden.
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