Mit großem
Augenmerk auf eine hohe Aufenthaltsqualität wurde der Petersplatz in
der Wiener Innenstadt inklusive angrenzender Gassen neu gestaltet. Für
die Flächenbefestigung wurden Pflastersteine des burgenländischen
Familienunternehmens Friedl Steinwerke gewählt.
Das gesamte Areal um die Peterskirche mit Milchgasse, Freisingergasse,
Bauernmarkt, Goldschmidgasse und Jungferngasse wurde zur Begegnungszone
und teilweiser Fußgängerzone umgestaltet: Über 7.000 m² Projektfläche
wurden verkehrsberuhigt, Gehflächen und befahrbare Bereiche wurden
nivelliert und damit barrierefrei gemacht. Bäume und Grünbeete tragen
künftig zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Nebelstelen werden an
heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Bei der Wahl der Pflastersteine
wurde auf einen hellen Farbton Wert gelegt, um bei starker
Sonneneinstrahlung einem Aufheizen der Steine und damit dem Bilden
einer Wärmeinsel entgegenzuwirken. Gleichzeitig ermöglicht eine
Pflasterdecke eine teilweise Versickerung von Regenwasser, was sich
ebenfalls positiv auf das Mikroklima auswirkt. Die unterschiedlichen
Neigungen der neuen Oberfläche verlangten nach einem gut integrierbaren
Pflastersteinmaß, das in 40 x 30 cm gefunden wurde. Nur dort, wo
Pferdehufe dem Betonstein zugesetzt hätten, wurde eine Fahrspur in
Beton ausgeführt.
Identitätsstiftende Flächengestaltung
Die Neugestaltung der Flächen mit den hellgrauen Steinen soll eine
angenehme, ruhige Betonung des Ortes und der vorhandenen Bebauung
ergeben und gleichzeitig dem Petersplatz in Zusammenhang mit den
Hotelneubauten eine neue Identität verleihen. Die Flächen bilden dabei
einen qualitätsvollen „Teppich“, der nicht mit den historischen
Bebauungen in Konkurrenz steht, sondern deren Qualität unterstreicht.
Um dieses neue Flair zu genießen, laden neu geschaffene, konsumfreie
Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.
„Es ist mehr als reizvoll einem zentralen urbanen Raum eine neue
Identität zu geben und mit den Mitteln von Grün- und Wasserelementen,
hellen Oberflächen und breiteren Gehflächen einen klimafitten Ort für
alle Bewohner und Besucher zu schaffen,“ so Ing. Gerhard Nestler von
FCP – Fritsch, Chiari & Partner ZT, der für die Planung
verantwortlich zeichnete.
Pflasterflächen mit klimatischem Mehrwert: kühlend, luftreinigend, entsiegelnd
Pflastersteine in hellen Wunschfarben herzustellen, um ein Aufheizen
und eine Wärmeabgabe der Steine zu vermeiden, ist bei Friedl Steinwerke
ebenso möglich, wie die Steine mit der luftreinigenden
reduNOx-Technologie auszustatten. Pflastersteine mit reduNOx
beschleunigen mithilfe von Sonneneinstrahlung den Abbau von Stickoxiden
in der Luft und wandeln diese in Nitrat um. Das leicht wasserlösliche
Nitrat wird beim nächsten Regen abtransportiert und in der Bodenzone
mikrobiell zersetzt. In Wien wurden die Wege und Plätze im
Ludwig-Zatzka-Park bereits mit reduNOx Steinen von Friedl Steinwerke
gepflastert.
Um Architekten und Planern größere Freiheit beim Gestalten von
entsiegelnden Flächen zu ermöglichen, haben Friedl Steinwerke ihr
Angebot an Sickerpflastern erweitert. Das Besondere an den
Sickersteinen von Friedl Steinwerke ist, dass diese mit herkömmlichen
Friedl Pflastersteinen aufgrund gleicher Rastermaße perfekt
kombinierbar sind. Ein Übergang von Flächen mit herkömmlichen, barrierefreien Norm-Fugenbreiten (5 mm bis 8 mm) zu hydroaktiven Pflasterflächen mit größeren Fugenbreiten (13 mm
bzw. 30 mm) ist damit ohne optische Einbußen realisierbar.
Viele Formate, viele Farben, viele Sonderproduktionen
Friedl Steinwerke bieten mit über 140 Stein- bzw. Plattenformaten, 22
Kombipflastern, 14 Zaunstein-Systemen und vielen weiteren
Gestaltungselementen wie Blockstufen, Palisaden etc. ein breites
Angebot an Steinen zur Außenraumgestaltung an. Über 60 Standardfarben
stehen zur Verfügung, wobei Architekten und Gartenplaner verstärkt
Steine in Wunschfarben produzieren lassen. Die Realisierung von
speziellen Farbwünschen und Oberflächenveredelungen – und bei großen
Projekten auch Formatwünschen – ist aufgrund eines top-ausgestatteten
Baustofflabors, modernster Produktionsanlagen und erfahrener
Mitarbeiter möglich.
Fotos: Johannes Hloch (Petersplatz), Markus Kaiser (Ludwig-Zatzka-Park), renderwerk.at (Sickerpflaster)