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2026-01-18

Pflasterflächen mit klimatischem Mehrwert


Pflasterflächen mit klimatischem Mehrwert
Mit großem Augenmerk auf eine hohe Aufenthaltsqualität wurde der Petersplatz in der Wiener Innenstadt inklusive angrenzender Gassen neu gestaltet. Für die Flächenbefestigung wurden Pflastersteine des burgenländischen Familienunternehmens Friedl Steinwerke gewählt.

Das gesamte Areal um die Peterskirche mit Milchgasse, Freisingergasse, Bauernmarkt, Goldschmidgasse und Jungferngasse wurde zur Begegnungszone und teilweiser Fußgängerzone umgestaltet: Über 7.000 m² Projektfläche wurden verkehrsberuhigt, Gehflächen und befahrbare Bereiche wurden nivelliert und damit barrierefrei gemacht. Bäume und Grünbeete tragen künftig zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Nebelstelen werden an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Bei der Wahl der Pflastersteine wurde auf einen hellen Farbton Wert gelegt, um bei starker Sonneneinstrahlung einem Aufheizen der Steine und damit dem Bilden einer Wärmeinsel entgegenzuwirken. Gleichzeitig ermöglicht eine Pflasterdecke eine teilweise Versickerung von Regenwasser, was sich ebenfalls positiv auf das Mikroklima auswirkt. Die unterschiedlichen Neigungen der neuen Oberfläche verlangten nach einem gut integrierbaren Pflastersteinmaß, das in 40 x 30 cm gefunden wurde. Nur dort, wo Pferdehufe dem Betonstein zugesetzt hätten, wurde eine Fahrspur in Beton ausgeführt.



Identitätsstiftende Flächengestaltung
Die Neugestaltung der Flächen mit den hellgrauen Steinen soll eine angenehme, ruhige Betonung des Ortes und der vorhandenen Bebauung ergeben und gleichzeitig dem Petersplatz in Zusammenhang mit den Hotelneubauten eine neue Identität verleihen. Die Flächen bilden dabei einen qualitätsvollen „Teppich“, der nicht mit den historischen Bebauungen in Konkurrenz steht, sondern deren Qualität unterstreicht. Um dieses neue Flair zu genießen, laden neu geschaffene, konsumfreie Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.  
„Es ist mehr als reizvoll einem zentralen urbanen Raum eine neue Identität zu geben und mit den Mitteln von Grün- und Wasserelementen, hellen Oberflächen und breiteren Gehflächen einen klimafitten Ort für alle Bewohner und Besucher zu schaffen,“ so Ing. Gerhard Nestler von FCP – Fritsch, Chiari & Partner ZT, der für die Planung verantwortlich zeichnete.

Pflasterflächen mit klimatischem Mehrwert: kühlend, luftreinigend, entsiegelnd
Pflastersteine in hellen Wunschfarben herzustellen, um ein Aufheizen und eine Wärmeabgabe der Steine zu vermeiden, ist bei Friedl Steinwerke ebenso möglich, wie die Steine mit der luftreinigenden reduNOx-Technologie auszustatten. Pflastersteine mit reduNOx beschleunigen mithilfe von Sonneneinstrahlung den Abbau von Stickoxiden in der Luft und wandeln diese in Nitrat um. Das leicht wasserlösliche Nitrat wird beim nächsten Regen abtransportiert und in der Bodenzone mikrobiell zersetzt. In Wien wurden die Wege und Plätze im Ludwig-Zatzka-Park bereits mit reduNOx Steinen von Friedl Steinwerke gepflastert.


Um Architekten und Planern größere Freiheit beim Gestalten von entsiegelnden Flächen zu ermöglichen, haben Friedl Steinwerke ihr Angebot an Sickerpflastern erweitert. Das Besondere an den Sickersteinen von Friedl Steinwerke ist, dass diese mit herkömmlichen Friedl Pflastersteinen aufgrund gleicher Rastermaße perfekt kombinierbar sind. Ein Übergang von Flächen mit herkömmlichen, barrierefreien Norm-Fugenbreiten (5 mm bis 8 mm) zu hydroaktiven Pflasterflächen mit größeren Fugenbreiten (13 mm bzw. 30 mm) ist damit ohne optische Einbußen realisierbar.


Viele Formate, viele Farben, viele Sonderproduktionen
Friedl Steinwerke bieten mit über 140 Stein- bzw. Plattenformaten, 22 Kombipflastern, 14 Zaunstein-Systemen und vielen weiteren Gestaltungselementen wie Blockstufen, Palisaden etc. ein breites Angebot an Steinen zur Außenraumgestaltung an. Über 60 Standardfarben stehen zur Verfügung, wobei Architekten und Gartenplaner verstärkt Steine in Wunschfarben produzieren lassen. Die Realisierung von speziellen Farbwünschen und Oberflächenveredelungen – und bei großen Projekten auch Formatwünschen – ist aufgrund eines top-ausgestatteten Baustofflabors, modernster Produktionsanlagen und erfahrener Mitarbeiter möglich.

Fotos: Johannes Hloch (Petersplatz), Markus Kaiser (Ludwig-Zatzka-Park), renderwerk.at (Sickerpflaster)



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