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2026-02-13

Nachhaltiges Wohnen neu gedacht


Nachhaltiges Wohnen neu gedacht
Das Solarlux Konzepthaus im Salzkammergut
Wie lässt sich umweltfreundliches Wohnen mit gehobenem Lebensstandard verbinden? Antworten auf diese Frage gibt das neue Solarlux Konzepthaus im oberösterreichischen Salzkammergut. Das fast zur Gänze in Holzbauweise errichtete Gebäude wurde als atmosphärischer Ort konzipiert, der moderne und nachhaltige Architektur mit allen Sinnen erlebbar macht. Dies gelang dem Architekten und Experten für solares Bauen Dr. Peter Kuczia unter anderem durch eine behutsame Integration in die einzigartige Berglandschaft, großzügige, bewegliche Glasfassaden, die fließende Übergänge zwischen Innen und Außen schaffen, eine Haustechnik, die konsequent auf regenerative Energiequellen setzt sowie eine Loggia als energieeinsparender Klimapuffer.

„Das Haus, das man nicht sieht“ – so beschreiben Einheimische das an einem idyllischen See im Salzkammergut gelegene Gebäude, das trotz einer Nutzfläche von über 200 Quadratmetern harmonisch mit der umliegenden Landschaft verschmilzt. Als Ausstellungshaus konzipiert, macht es vielfältige Wohnformen unmittelbar erlebbar und demonstriert zugleich die Vorteile nachhaltigen Bauens.

Ein zentrales architektonisches Element, das diesem ressourcenschonenden Ansatz folgt, ist die fast drei Meter tiefe und über zehn Meter breite Loggia im Obergeschoss. Sie erstreckt sich über die gesamte Südfassade und ist mit raumhohen cero-Schiebefenstern von Solarlux vollflächig verglast. Diese großzügige Öffnung sorgt nicht nur für lichtdurchflutete Innenräume und einen atemberaubenden Blick auf den See, sondern schafft auch einen fließenden Übergang zwischen drinnen und draußen. Ergänzt wird dieses Konzept durch eine zweite, ungedämmte Sekundärfassade, die den überdachten Freisitz in eine funktionale Doppelfassade verwandelt.

Das Solarlux-Haus vereint gehobenen Wohnstandard mit nachhaltiger Bauweise. Die Südfassade nutzt die Sonnenwärme,
die Doppelfassade der Loggia reguliert das Raumklima natürlich.


Loggia als energieeinsparender Klimapuffer
Die Sekundärfassade besteht aus dem Schiebe-Dreh-System Proline T, das auf eine Ganzglas-Brüstung SL Plus montiert wurde. „Diese Doppelfassade der Loggia, bestehend aus den wärmegedämmten cero Schiebefenstern im Inneren und den ungedämmten flexiblen Balkonverglasungen außen, trägt wesentlich zur natürlichen Klimatisierung des Solarlux-Hauses bei“, erläutert Architekt Dr. Peter Kuczia das energetische Prinzip. „Durch aktives Öffnen und Schließen einer oder beider Ebenen wird je nach Bedarf warme oder kalte Luft in das Haus hinein- oder hinausgelassen. Das Ergebnis ist wohltemperierte Räume, angepasst an die Bedürfnisse der Nutzenden und individuell steuerbar.“

Schmale, nur drei Millimeter breite Fugen zwischen den senkrecht rahmenlosen Schiebe-Dreh-Elementen gewährleisten im geschlossenen Zustand einen kontrollierten Luftaustausch. An warmen Sommertagen lassen sich die Verglasungselemente eindrehen, zur Seite schieben und als schmale Glaspakete parken – die Balkonfassade öffnet sich nahezu vollständig. So wird ein Hitzestau verhindert und die Loggia verwandelt sich in einen erweiterten Wohnraum mit hoher Aufenthaltsqualität und direktem Naturbezug.

Mehr dazu erfahren Sie HIER.

SOLARLUX: Konzepthaus im Salzkammergut

Die 3 m tiefe, 10 m breite Loggia fungiert als Klimapuffer mit individuell steuerbarem Raumklima durch beweglichen Balkonverglasungen als Sekundärfassade.

SOLARLUX: Konzepthaus im Salzkammergut

Der Wohnraum ist Richtung Süden mit großen cero Schiebefenstern vollflächig verglast. Sind sie geöffnet, wird die vorgelagerte
Loggia zum erweiterten Lebensmittelpunkt.

SOLARLUX: Konzepthaus im Salzkammergut

Schmale, nur drei Millimeter breite Fugen zwischen den senkrecht rahmenlosen Schiebe-Dreh-Elementen gewährleisten einen
kontrollierten Luftaustausch. © Peter Kuczia/Solarlux GmbH

SOLARLUX: Konzepthaus im Salzkammergut

Die ungedämmte Sekundärfassade der Loggia öffnet sich nahezu vollständig, indem die Verglasungen eingedreht und zur
Seite geschoben werden.


Bautafel

Betreiberin: Solarlux Austria GmbH
Architektur: Dr. Peter Kuczia https://kuczia.com/pl/
Fertigstellung: 2024
Nachhaltigkeitsaspekte: Wärmepumpe mit Erdsonden, in die Dachfläche integrierte Photovoltaik-Paneele, Passive Solarenergienutzung durch eine manuell bedienbare „CO2mfort-Fassade“ (Doppelfassade), Lowtech-Lüftungskonzept mit Solarkamin
Konstruktion: Brettsperrholzkonstruktion Cross Laminated Timber (CLT).
cero Schiebefenster: 11 Anlagen (Bautyp cero III) mit insgesamt 17 Einzelelementen (1-, 2- und 3-flügelige Ausführungen). Besonderheiten: Systemintegrierter Elektroantrieb, in die senkrechten Rahmen integrierte elektrische Verriegelungen, Verschiebung einzelner Elemente in Wandtaschen, Ganzglas-Eckausbildung im EG, Anwendung als Haustür mit Entriegelung über Fingerprint-Scanner.  
Ganzglas-Schiebe-Dreh-Elemente: System Proline T auf einer SL Plus Ganzglas-Brüstung. 14 Einzelelemente mit den Abmessungen B x H = 73 x 150 cm.

Bildnachweis: Wolfgang Zlodej für Solarlux GmbH


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