

Mit seiner zerklüfteten, an einen Fels erinnernden Gebäudegeometrie und der in Braun- und Blautönen changierenden Holzfassade fügt sich das Gebäude harmonisch in die Berglandschaft ein. © Peter Kuczia/Solarlux GmbH
Das Solarlux Konzepthaus im Salzkammergut
Wie lässt sich umweltfreundliches Wohnen mit gehobenem Lebensstandard
verbinden? Antworten auf diese Frage gibt das neue Solarlux Konzepthaus
im oberösterreichischen Salzkammergut. Das fast zur Gänze in
Holzbauweise errichtete Gebäude wurde als atmosphärischer Ort
konzipiert, der moderne und nachhaltige Architektur mit allen Sinnen
erlebbar macht. Dies gelang dem Architekten und Experten für solares
Bauen Dr. Peter Kuczia unter anderem durch eine behutsame Integration
in die einzigartige Berglandschaft, großzügige, bewegliche
Glasfassaden, die fließende Übergänge zwischen Innen und Außen
schaffen, eine Haustechnik, die konsequent auf regenerative
Energiequellen setzt sowie eine Loggia als energieeinsparender
Klimapuffer.
„Das Haus, das man nicht sieht“ – so beschreiben Einheimische das an
einem idyllischen See im Salzkammergut gelegene Gebäude, das trotz
einer Nutzfläche von über 200 Quadratmetern harmonisch mit der
umliegenden Landschaft verschmilzt. Als Ausstellungshaus konzipiert,
macht es vielfältige Wohnformen unmittelbar erlebbar und demonstriert
zugleich die Vorteile nachhaltigen Bauens.
Ein zentrales architektonisches Element, das diesem
ressourcenschonenden Ansatz folgt, ist die fast drei Meter tiefe und
über zehn Meter breite Loggia im Obergeschoss. Sie erstreckt sich über
die gesamte Südfassade und ist mit raumhohen cero-Schiebefenstern von
Solarlux vollflächig verglast. Diese großzügige Öffnung sorgt nicht nur
für lichtdurchflutete Innenräume und einen atemberaubenden Blick auf
den See, sondern schafft auch einen fließenden Übergang zwischen
drinnen und draußen. Ergänzt wird dieses Konzept durch eine zweite,
ungedämmte Sekundärfassade, die den überdachten Freisitz in eine
funktionale Doppelfassade verwandelt.
Das Solarlux-Haus vereint gehobenen Wohnstandard mit nachhaltiger Bauweise. Die Südfassade nutzt die Sonnenwärme,
die Doppelfassade der Loggia reguliert das Raumklima natürlich.
Loggia als energieeinsparender Klimapuffer
Die Sekundärfassade besteht aus dem Schiebe-Dreh-System Proline T, das
auf eine Ganzglas-Brüstung SL Plus montiert wurde. „Diese Doppelfassade
der Loggia, bestehend aus den wärmegedämmten cero Schiebefenstern im
Inneren und den ungedämmten flexiblen Balkonverglasungen außen, trägt
wesentlich zur natürlichen Klimatisierung des Solarlux-Hauses bei“,
erläutert Architekt Dr. Peter Kuczia das energetische Prinzip. „Durch
aktives Öffnen und Schließen einer oder beider Ebenen wird je nach
Bedarf warme oder kalte Luft in das Haus hinein- oder hinausgelassen.
Das Ergebnis ist wohltemperierte Räume, angepasst an die Bedürfnisse
der Nutzenden und individuell steuerbar.“
Schmale, nur drei Millimeter breite Fugen zwischen den senkrecht
rahmenlosen Schiebe-Dreh-Elementen gewährleisten im geschlossenen
Zustand einen kontrollierten Luftaustausch. An warmen Sommertagen
lassen sich die Verglasungselemente eindrehen, zur Seite schieben und
als schmale Glaspakete parken – die Balkonfassade öffnet sich nahezu
vollständig. So wird ein Hitzestau verhindert und die Loggia verwandelt
sich in einen erweiterten Wohnraum mit hoher Aufenthaltsqualität und
direktem Naturbezug.
Mehr dazu erfahren Sie
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Die 3 m tiefe, 10 m breite Loggia fungiert als Klimapuffer mit individuell steuerbarem Raumklima durch beweglichen Balkonverglasungen als Sekundärfassade.
Der Wohnraum ist Richtung Süden mit großen cero Schiebefenstern vollflächig verglast. Sind sie geöffnet, wird die vorgelagerte
Loggia zum erweiterten Lebensmittelpunkt.
Schmale, nur drei Millimeter breite Fugen zwischen den senkrecht rahmenlosen Schiebe-Dreh-Elementen gewährleisten einen
kontrollierten Luftaustausch. © Peter Kuczia/Solarlux GmbH
Die ungedämmte Sekundärfassade der Loggia öffnet sich nahezu vollständig, indem die Verglasungen eingedreht und zur
Seite geschoben werden.
Bautafel
Betreiberin: Solarlux Austria GmbH
Architektur: Dr. Peter Kuczia
https://kuczia.com/pl/
Fertigstellung: 2024
Nachhaltigkeitsaspekte: Wärmepumpe mit Erdsonden, in die Dachfläche
integrierte Photovoltaik-Paneele, Passive Solarenergienutzung durch
eine manuell bedienbare „CO
2mfort-Fassade“ (Doppelfassade),
Lowtech-Lüftungskonzept mit Solarkamin
Konstruktion: Brettsperrholzkonstruktion Cross Laminated Timber (CLT).
cero Schiebefenster: 11 Anlagen (Bautyp cero III) mit insgesamt 17
Einzelelementen (1-, 2- und 3-flügelige Ausführungen). Besonderheiten:
Systemintegrierter Elektroantrieb, in die senkrechten Rahmen
integrierte elektrische Verriegelungen, Verschiebung einzelner Elemente
in Wandtaschen, Ganzglas-Eckausbildung im EG, Anwendung als Haustür mit
Entriegelung über Fingerprint-Scanner.
Ganzglas-Schiebe-Dreh-Elemente: System Proline T auf einer SL Plus
Ganzglas-Brüstung. 14 Einzelelemente mit den Abmessungen B x H = 73 x
150 cm.
Bildnachweis: Wolfgang Zlodej für Solarlux GmbH