

Das Konzept des fließenden Raums wurde nach außen weitergeführt, indem die bestehende Fassade mit zwei Glas-Faltwänden von Solarlux geöffnet wurde.
Raum als Kunstform: „Raphaels Refugium“ in Graz
Ein junger Kunsthändler hat sich in der Grazer Altstadt den Traum vom
offenen Wohnen erfüllt. In „Raphaels Refugium“ mit Blick über die
Dächer des UNESCO-Welterbes sucht man klassische Wände vergeblich. Das
außergewöhnliche Loft entfaltet sich in alle Richtungen – von links
nach rechts, von unten nach oben und sogar von innen nach außen.
Möglich wurde dies durch das fließende Gestaltungskonzept des Grazer
Architekturbüros LOVE architecture und einen Bauherrn, der keine Scheu
vor räumlicher Weite und gestalterischer Freiheit hat.
Die 224 m² große Wohnung befindet sich in der obersten Etage eines
erweiterten Altbaus im Grazer Stadtzentrum. 2018 wurde das historische
Gebäude in Holzbauweise aufgestockt. Das offene Einraumkonzept entstand
aus den räumlichen Gegebenheiten des Bestands, die LOVE Architecture
bewusst weiterentwickelte, da jede Unterteilung den gewünschten
Loftcharakter geschwächt hätte.
Im Rahmen der Umnutzung vom Büro zur Wohnung beschränkten sich die
baulichen Eingriffe auf ein Minimum: „Es gibt keine festen Einbauten,
alles wurde bewusst offen gestaltet“, berichtet Mark Jenewein, Partner
bei LOVE architecture. „Der Raum wird allein durch freistehende
Designobjekte in unterschiedliche Nutzungszonen gegliedert.“

Geöffnete Glas-Faltwände und ein durchgehender Bodenbelag verbinden Innen und Außen zu einem Raum.

Das Glas-Faltwand-System Megaline ermöglicht außergewöhnlich breite oder hohe Flügelelemente für maximale Öffnungen.
Fließender Übergang zwischen Innen und Außen
Um das Konzept des offenen Raums bis in den Außenbereich fortzusetzen,
wurde die bestehende Pfosten-Riegel-Fassade unter Berücksichtigung der
statischen Rahmenbedingungen des Bestands umgebaut und mit zwei
Glas-Faltwänden von Solarlux großflächig geöffnet. „Unser Ziel war es,
das Loft so grenzenlos und offen wie möglich zu gestalten”, erklärt
Jenewein weiter. „An warmen Tagen sollte ein einziger, durchgehender
Raum entstehen, an kühleren galt es, die Sichtbeziehungen optimal zu
erhalten.“ Glas-Faltwände boten dafür die passende Lösung: Anders als
klassische Schiebetüren lassen sich ihre Elemente zu einem schmalen
Glaspaket vollständig zur Seite falten.
Die einzelnen Glaselemente der Faltwände sollten bis zu 1,30 Meter
breit sein und gleichzeitig filigran wirken, weshalb das System
Megaline von Solarlux gewählt wurde. Es ermöglicht Elementhöhen bis 4,5
Meter oder Breiten bis 1,5 Meter, ohne Abstriche bei Leichtgängigkeit
und Bedienkomfort. Trotz dieser Dimensionen beträgt die Ansichtsbreite
im Flügelstoß lediglich 132,5 Millimeter.

Aus den Gegebenheiten des Bestands entwickelte LOVE architecture ein offenes Raumkonzept, das den ursprünglichen Loftcharakter bewahrt.
Zur Reportage
https://solarlux.com/de-de/inspirationen/reportagen/glas-faltwand-raphaels-refugium
MEGALINE Glas-Faltwand: PRODUKTDATENBLATT
Bildnachweis: Stefan Leitner