Angesichts kontinuierlich
steigender Immobilienpreise sowie knapper werdendem Wohnraum zeichnet
sich ein Trend ab, dem viele Hausbesitzer folgen: die Ergänzung des
Bestandes um ein Staffelgeschoss. Aber auch im Neubau kommt diese
Bauweise immer häufiger vor. In der Regel beträgt ein Staffelgeschoss
nicht mehr als zwei Drittel der nutzbaren Grundfläche, sodass sich
dadurch zwei Vorteile ergeben. Zum einen ist der Wohnraum geschickt
erweiterbar, zum anderen besteht die Möglichkeit, zugleich eine
Dachterrasse zu realisieren. Denn aufgrund der geringeren nutzbaren
Grundfläche gegenüber Vollgeschossen entsteht ein Areal, das als
genutzte Dachfläche ausgebildet werden kann. Im Sinne einer
barrierefreien Lösung sollte der Übergang von innen nach außen
schwellenlos ausgeführt werden. Hier ist eine leistungsfähige,
dauerhafte Abdichtung gefragt, die den erhöhten Anforderungen in diesem
Bereich standhält. Die Systemlösungen von Triflex erfüllen dieses
Kriterium. Das flüssige Harz auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA)
passt sich an alle Gegebenheiten an, haftet selbst an senkrechten
Flächen und sorgt für eine saubere Abdichtung von Nullschwellen. Die
Bausubstanz bleibt für viele Jahre vor Feuchteeintrag geschützt.
Bei der Konzeption von Gebäuden eröffnen
Staffelgeschosse Architekten und Planern viele gestalterische
Möglichkeiten. Aber auch Bestandsimmobilien können nachträglich mit
einer Erhöhung versehen werden. Denn je nach Ausführung bieten
Staffelgeschosse zusätzlichen Wohnraum und die Möglichkeit, die so
gewonnene Fläche als Terrasse zu nutzen. Dies kommt in der Baupraxis
sehr häufig vor.
Anschlüsse fachmännisch abdichtenVoraussetzung
für die Realisierung eines Staffelgeschosses ist, dass dieses nicht als
Vollgeschoss angesehen wird. Hierzu geben die jeweiligen
Landesbauordnungen Hinweise, ebenso die Baunutzungsverordnung sowie der
örtlich geltende Bebauungsplan. Bei der Aufstockung eines
vorhandenen Gebäudes müssen zudem die statischen Voraussetzungen
gegeben sein. Wenn diese Aspekte geklärt sind, sollte die Abdichtung
der Ebenen sowie der Anschlussbereiche im Fokus stehen. Ist diese nicht
fachmännisch ausgeführt, kann sich Feuchtigkeit den Weg ins Innere der
Konstruktion bahnen und schwerwiegende Schäden an der Substanz
verursachen. Bleibt das unbemerkt, ist im schlimmsten Fall der Bestand
gefährdet.
Perfekte Untergrundhaftung
Da
sich die verschiedenen Werkstoffe im Dachflächen- und Anschlussbereich
unterschiedlich ausdehnen, muss eine Abdichtung zum Einsatz kommen, die
mögliche Bauwerksbewegungen schadlos aufnimmt und außerdem mit allen
Werkstoffen kompatibel ist. Diese Anforderungen erfüllen Systemlösungen
von Triflex, wie Triflex ProDetail. Das Detail Abdichtungssystem auf
PMMA-Basis haftet vollflächig auf dem Untergrund und gleitet selbst an
senkrechten Flächen nicht ab. Der Mindener Flüssigkunststoff-Hersteller
hat intern über 1.700 Untergründe auf Haftung und Verträglichkeit mit
Triflex ProDetail getestet. Das Ergebnis zeigt, dass die Systemlösung
nahezu universal kompatibel ist und auch nach Jahrzehnten noch ihre
Funktion erfüllt. Im Zusammenspiel mit dem elastischen Material sorgt
eine in das flüssige Harz einzubringende Vliesarmierung für eine naht-
und fugenlose Abdichtung, die Bauwerksbewegungen schadlos aufnimmt. Ein
vor allem unter wirtschaftlichen Aspekten wichtiger Vorteil aller
PMMA-Systeme ist zudem deren rasche Aushärtung. Dadurch sind die
Oberflächen in der Regel nach weniger als einer Stunde wieder begehbar.
Das spart Arbeitszeit und somit Kosten, und die Nutzer sind in ihren
Tagesabläufen kaum eingeschränkt.
Flammenlose ApplikationIm
Vergleich zu Bahnenabdichtungen bieten PMMA-Lösungen einige weitere
Vorteile. So kann bei Aufkantungen bei ausreichender Haftung zum
Untergrund auf eine mechanische Befestigung der Abdichtung am oberen
Rand verzichtet werden. „Außerdem muss der Abstand von Durchdringungen
wie Abläufe oder Stützen untereinander und zu anderen Bauteilen
mindestens 10 cm betragen. Bei Bahnenabdichtungen beträgt der
Mindestabstand 30 cm“, sagt Jan Wittemöller, Technischer Berater bei
Triflex. Ein weiteres Argument für die Verwendung von PMMA ist die
schnelle, flammenlose Applikation der Abdichtung im Anschlussbereich.
Ebenfalls vorteilhaft ist die flüssige Verarbeitung, die eine
lückenlose Anpassung des Materials an den Untergrund ermöglicht.
Barrierefreier ÜbergangWird
der Bau eines Staffelgeschosses mit der Umsetzung einer Dachterrasse
kombiniert, sollte der Übergang zwischen Wohnraum und Dachterrasse
barrierefrei ausgeführt werden. Dafür bietet Triflex geprüfte Lösungen
an: Für den Anschluss bodentiefer Fenster hat das Unternehmen als
erster Hersteller eine Abdichtungslösung mit Flüssigkunststoff
entwickelt, die die Schnittstellen der Gewerke berücksichtigt und allen
Anforderungen sowohl einer herkömmlichen als auch einer barrierefreien
Schwelle entspricht. „Die Konzeption eines schwellenlosen
Fensteranschlusses muss ganzheitlich erfolgen und neben der Abdichtung
zum Feuchteschutz auch die Kriterien der Bauphysik, Wärmedämmung und
Entwässerung berücksichtigen“, betont Jan Wittemöller. Deshalb hat
Triflex mit verschiedenen Herstellern aus den Bereichen Entwässerung,
Wärmedämmung mittels Isokorb sowie Fensterprofile kooperiert. Mit deren
Fachwissen und Produktlösungen ist eine schlagregen- sowie
stauwasserdichte Bauteillösung entstanden, die nach der Anforderung der
ift- Prüfleitlinie MO-01/1 geprüft und als erste und einzige Bauart
zugelassen ist. „Für die unteren beiden Eckbereiche zwischen Außentür
und Laibung gibt es nun erstmals Prüfgrundsätze für die
Bauwerksabdichtung auf dem Markt, ob Außentüren mit Türschwellen oder
Nullschwellen“, so Jan Wittemöller. „Alle Baubeteiligten profitieren
damit von einem klaren Leitfaden zur Detailkonstruktion und können sich
auf geprüfte Sicherheit verlassen.“ Diese basiert auf internen und
externen Untergrundprüfungen, in deren Rahmen elf bautypische
Untergründe umfassenden Haft- und Verträglichkeitsprüfungen nach
Temperaturwechsel-, Licht- und Feuchtelagerung unterzogen wurden.
Abdichtung unter FremdbelagNeben
klassischen Beton- oder Fliesenoberflächen, wie sie vor einigen Jahren
modern waren, sind Dachterrassen heute häufig mit zeitlosen Böden wie
Holzdielen oder WPC-Platten ausgestattet. Bei der Abdichtung unter
diesen Fremdbelägen ergeben sich besondere Herausforderungen, für die
es speziell darauf zugeschnittene Lösungen braucht. Triflex hat dafür
das System Triflex BWS entwickelt. Das vollflächig vliesarmierte Balkon
Abdichtungssystem hält mechanischen Belastungen durch das dauerhaft auf
die Fläche wirkende Gewicht des Belags stand und benötigt nur kurze
Aushärtungszeiten. Da es alkali- und hydrolysebeständig ist, ist der
Einsatz von mineralischen Materialien oder Fliesenkleber in Kombination
mit der Abdichtung möglich. Lose verlegte Holzdielen eignen sich als
nachfolgende Oberfläche ebenso wie leichte WPC-Platten oder massive
Steine. Die Systemlösung ist dicht bis ins Detail, da das ausgehärtete
Abdichtungsharz eine naht- und fugenlose Oberfläche bildet. Eine
europäisch technische Bewertung (ETA) sowie ein allgemeines
bauaufsichtliches Prüfzeugnis gewährleisten die Zuverlässigkeit des
Systems.
Wärmedämmung und FeuchteschutzIm
Übergangsbereich von innen nach außen können bei fehlender thermischer
Trennung Wärmebrücken entstehen. Dadurch geht nicht nur Heizenergie
verloren, auch die Gefahr von Schäden wie Schimmelbildung nimmt zu. Um
dies zu vermeiden, eignen sich kombinierte Abdichtungs- und Dämmsysteme
wie Triflex BIS. Dieses kommt in Verbindung mit dem System Triflex
BTS-P zum Einsatz. Ein entscheidender Vorteil ist die verbesserte
Wärmedämmung der unter der Dachterrasse liegenden Wohnräume. Dadurch
ergibt sich eine effektive Isolierung bei gleichzeitigem Feuchteschutz.
Diese Lösung steht einer barrierefreien Umsetzung nicht im Wege, da das
System eine geringe Aufbauhöhe sowie ein niedriges Flächengewicht hat.
Der Systemaufbau mit lastverteilender Schicht auf der Wärmedämmschicht
sowie der Abdichtung mit integrierter Nutzschicht erfüllt die
Anforderungen nach ÖNORM B3691.
Optionen für Optik und StrukturIm
Zuge der Abdichtung stellt sich abschließend die Frage, wie diese einen
optisch ansprechenden Abschluss finden kann. Hier bietet Triflex
zahlreiche Optionen, den Boden der neu hinzugewonnenen Dachterrasse in
unterschiedlichen Farben und Strukturen auszuführen. Von
Oberflächenvarianten in der Rutschhemmungsklasse R 9 bis hin zu R 12
kann das genutzte Areal funktionell und modern gestaltet werden. Durch
verschiedene Einstreuungen in die Versiegelung gibt es diverse
Optionen. In Verbindung mit der Farbwelt der Triflex Versiegelungen
sind individuelle Designs möglich. Ergänzt wird die Farbwelt von
Triflex Creative Design, dessen spezielle Folien von einfachen
Elementen bis hin zum Fliesenmuster eine große Auswahl bereitstellt.
Und auch eine Begrünung der Dachterrasse kann realisiert werden, da das
System hydrolysebeständig sowie wurzel- und rhizomfest ist. Für das
Projekt Staffelgeschoss bietet Triflex somit vielfältige Varianten, den
Wohnraum mit optisch überzeugenden, technisch funktionsfähigen und
langlebigen Lösungen elegant zu erweitern.
Mehr Informationen finden Sie unter
www.triflex.com/at/