DEHNarx - Störlichtbogengefahr bewerten und Schutzmaßnahmen nach dem
TOP-Prinzip festlegen.
Störlichtbögen sind vor allem eine Gefahr für Menschen, bergen aber
auch ein wirtschaftliches Risiko. Allerdings ist die konkrete
Aufgabenstellung „Störlichtbogen-Gefährdungsbeurteilung“ in vielen
Unternehmen nicht ordentlich geklärt. Ein ganzheitliches Schutzkonzept
analysiert die konkrete Arbeitssituation und definiert verschiedene
Maßnahmen, um Störlichtbögen zu beherrschen. So lassen sich ein
zuverlässiger Schutz von Personen und eine bestmögliche
Anlagenverfügbarkeit erreichen.

Fachkräfte selbst müssen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen ihren eigenen Schutz im Blick behalten. Sie haben die Pflicht, alle Sicherheitsregeln anzuwenden und ihre persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen.
Selbst in modernsten elektrischen Anlagen besteht ein Risiko für das
Auftreten von Störlichtbögen. Typische und häufige Ursachen sind
Arbeitsfehler oder Fremdkörper wie vergessenes Werkzeug, Tiere oder
Verschmutzungen.
Unternehmen benötigen also eine Strategie, die mögliche Gefährdung
ihres Personals und ihrer Anlagen durch Störlichtbögen zu bewerten und
abzuwenden. Um eine bedarfsgerechte, für die jeweilige Situation
passende Lösung zu erarbeiten, geht man am besten systematisch vor:
angefangen bei der Klärung der rechtlichen Grundlage und der
Formulierung von Schutzzielen über die Beurteilung der Gefährdung bis
hin zur Definition und Umsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen.
Der Schutz gegen Gefahren durch Störlichtbögen sollte dem TOP-Prinzip folgen: Technische Maßnahmen haben Vorrang, personenbezogene Mittel dienen der Bewältigung eines verbleibenden Restrisikos.
Technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen zum Schutz von
Verletzungen durch Störlichtbögen gehen Hand in Hand und sollten
gemeinsam betrachtet werden. Für viele kleinere und mittlere
Unternehmen ist eine fachliche und rechtlich fundierte
Gefährdungsbeurteilung und darauf aufbauend die Erarbeitung eines
passenden Schutzkonzepts eine komplexe und ressourcenbindende Aufgabe.
Hier können speziell auf diese Fragestellung zugeschnittene
Dienstleistungen Hilfestellung bieten.
DEHNarx ist eine modulare Dienstleistung zur Ermittlung und Dokumentation der Störlichtbogengefährdung nach DGUV-I 203-077 oder dem amerikanischen Verfahren NFPA70E/IEEE 1584.
Die Gefährdungsbeurteilung betrachtet und bewertet jeweils für konkrete
Arbeitssituationen die Gefahr durch Störlichtbögen. Dabei kann das
anlagenspezifische Risiko analysiert werden und in die
Gefährdungsbeurteilung mit einfließen. Hilfestellung gibt die
berufsgenossenschaftliche Informationsschrift DGUV-I-203-077 (Stand
2020). Sie geht in fünf Phasen vor:
Phase 1 klärt, ob bei der
jeweiligen Tätigkeit prinzipiell eine Gefahr besteht, dass Personen
einem Störlichtbogen ausgesetzt werden. Hier fließen die Art der
Tätigkeit, die Qualifikation der Beschäftigten und der Zustand der
Anlage mit ein. Besteht die Gefahr einer Exposition, bewertet
Phase 2
die Störlichtbogenenergie in dem Bereich. in dem die Tätigkeiten
ausgeführt werden und nennt Kriterien, ab wann eine genauere Berechnung
erforderlich ist. Grundlagen sind u.a. technische Daten zu
Kurzschlussströmen oder Absicherungsgrößen der Stromkreise. Als
unkritisch wird z. B. das Arbeiten an der Niederspannungsanlage bis 400
V und einem Kurzschlussstrom kleiner 1 kA eingeordnet. In
Phase 3
erfolgt die Berechnung der zu erwartenden Lichtbogenenergie an der
Arbeitsstelle (WLB) nach festgelegten Algorithmen. Ebenfalls nach einer
definierten Formel wird der Schutzpegel der eingesetzten PSAgS
(äquivalente Lichtbogenenergie WLBS) für die jeweiligen Arbeitsstellen
berechnet. Ist die Lichtbogenenergie höher als der Schutzpegel der
vorhandenen PSAgS, sind weitere Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip nötig
(
Phase 4). Das kann die Anschaffung von Schutzkleidung mit höherem
Prüfpegel sein, zusätzliche Schulungen oder technische Maßnahmen wie
die Vergrößerung des Arbeitsabstands oder der Einsatz von aktiven
Störlichtbogenschutzsystemen. Kann nach Phase 4 noch kein passender
Schutz sichergestellt werden, schließt sich
Phase 5 an. Hier wird die
nach Anwendung der getroffenen Maßnahmen verbleibende
Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Verletzung durch
Störlichtbögen sowie deren Schwere abgeschätzt und das Risiko bewertet.

PSAgS DEHNcare ArcFit: Schutzkleidung gegen Störlichtbögen sollte auch optisch ansprechend und bequem sein,
damit sie konsequent getragen wird.
Die Dienstleistung DEHNarX bewertet die Störlichtbogengefährdung
/-energien nach DGUV-I 203-077 oder dem amerikanischen Verfahren NFPA
70E / IEEE 1584. Die in Ihrem Unternehmen bestehenden Schutzmaßnahmen
werden überprüft, optimiert und ergänzende Maßnahmen nach dem „neuesten
Stand der Technik“ empfohlen.
Weitere Infos unter
https://www.dehn.at/de-at/dehnarx