Villa am Schwielowsee: Die Moderne weiterschreiben
Auf einem Hanggrundstück am Schwielowsee bei Potsdam errichteten
Scheidt Kasprusch Architekten aus Berlin ein modernes Wohn- und
Bürohaus, das die Geschichte der benachbarten Villa Frank aus den
1920er Jahren weiterschreibt. Dies gelingt, in dem der Entwurf
gestalterisch Bezug auf den historischen Bestand im Stil der neuen
Sachlichkeit nimmt, ohne die eigene Identität zu verleugnen. Durch die
größtmögliche Verglasung der Südfassade wird das Gebäude zum
Sonnenfänger.
Die Natur ins Haus holen
Alle Aufenthaltsräume, die als freinutzbare Wohnbereiche konzipiert
sind, öffnen sich mit großen Verglasungen, tiefen Balkonen und Loggien
nach Süden. Die hellen Terrazzoböden fangen die im Tagesverlauf
wechselnden Lichtstimmungen des Schwielowsees ein und lassen sie im
Innenraum spürbar werden.
Spiel mit Licht und Schatten
Die Rücksprünge in der Glasfassade schaffen außergewöhnliche
atmosphärische Lichtstimmungen: Je nach Tageszeit und Beleuchtung löst
sich der Baukörper entweder optisch auf, wird hervorgehoben oder
verschmilzt mit der Umgebung. Die größte Festverglasung ist über 17 m²
groß und sitzt im 2. OG ganz außen.
So filigran wie möglich
Die von Scheidt Kasprusch Architekten gewünschte Verschmelzung zwischen
Innen- und Außenraum wurde mit dem Schiebefenster cero umgesetzt. In
Kombination mit den zurückversetzten Stahlverbundstützen und den
schmalen Ansichtsbreiten der cero-Profile ließ sich ein maximaler
Glasanteil der Südfassade erreichen.
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Bildnachweis: Constantin Meyer für Solarlux GmbH