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2026-05-19

Bauen ohne Beton: Holzbau auf neuer Basis


Bauen ohne Beton: Holzbau auf neuer Basis

Die Urban Mining Bodenplatte UMB1 von GLAPOR ermöglicht Holzbau ohne Betonfundament und XPS – und macht zirkuläres Bauen erstmals konsequent umsetzbar.

Der Holzbau gilt als Schlüssel für klimafreundliches Bauen. Doch die Realität ist widersprüchlich: Selbst nachhaltige Gebäude stehen meist auf klassischen Stahlbetonfundamenten, mit hohem CO₂-Fußabdruck und begrenzter Rückbaubarkeit. Mit der Urban Mining Bodenplatte UMB1 hat GLAPOR eine Alternative entwickelt, die genau hier ansetzt: eine tragfähige Gründung, die ohne Beton auskommt, und damit den Gedanken des zirkulären Bauens bis in die Basis eines Gebäudes weiterführt. Das System vereint Fundament und Dämmung in einem Bauteil. Ohne Beton. Ohne XPS. Ohne klassische Nassprozesse.

Leicht zu verlegen. Extrem schnell im Bau.
Die UMB1 besteht aus hoch druckfesten Schaumglasplatten aus 100 % Recyclingglas. Sie übernehmen tragende und dämmende Funktionen in einem System. Der entscheidende Unterschied liegt im Bauprozess:

  • kein Betontransport
  • kein Beton-Lkw auf der Baustelle
  • kein Einschalen, kein Ausschalen
  • keine Bewehrung
  • keine Nachbehandlung
Stattdessen: trockene, schnelle Verlegung – sofort belastbar. Das reduziert nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Komplexität auf der Baustelle massiv.


Rückbaubar. Wiederverwendbar. Ohne Umweg über Recycling.
Die Glapor UMB1 Platten werden trocken auf einem Splittbett verlegt und mit dem Glapor Connect Vlies klettartig zusammengehalten – ganz ohne Kleber. Dadurch bleibt das System vollständig rückbaubar und sortenrein trennbar. Je nach Windlast sind einzelne Schraubfundamente zusätzlich nötig. Das bedeutet: Die Bodenplatte kann nach der Nutzungsphase direkt wiederverwendet werden – ohne aufwendiges Recycling, denn: Schaumglasplatten sind baupraktisch unveränderlich. Die UMB1 ist außerdem die erste Bodenplatte weltweit, die mit Cradle to Cradle Certified® Circularity Gold zertifiziert wurde. Zirkuläres Bauen wird damit nicht mehr nur gedacht, sondern gebaut.

Systemoffen – und konsequent zu Ende gedacht.
In Kombination mit der Cradle-to-Cradle-zertifizierten EPDM-Abdichtung Hertalan® von Carlisle entsteht ein durchgängig kreislauffähiger Aufbau – vom Dach bis zur Gründung. Gerade im Holz-, Schul- und Gewerbebau eröffnet dies vollkommen neue Möglichkeiten. Die Holzbauweise benötigt keine massive Fundamentlösung. Mit einer lastabtragenden, dämmenden Gründung aus Schaumglas entsteht eine klare, bauphysikalisch sinnvolle Schnittstelle zwischen Gebäude und Baugrund.

Im Fokus: die unterschätzte CO₂-Stellschraube
Während Fassade, Tragwerk und Gebäudetechnik häufig im Mittelpunkt stehen, bleibt die Gründung oft aus Beton, da vielen Baubeteiligten Schaumglasplatten nicht bekannt sind. Systeme wie die UMB1 zeigen: Wer wirklich nachhaltig bauen will, muss beim Fundament anfangen.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • bis zu 70 % weniger CO₂ gegenüber klassischen Betonbodenplatten

  • komplett rückbaubar und direkt wiederverwendbar

  • keine Betonlogistik, keine Nassprozesse

  • extrem schnelle Verlegung

  • tragfähig, wärmedämmend, dauerhaft formstabil

  • hergestellt aus 100 % Recyclingglas

  • Cradle to Cradle Certified® Circularity Gold

Einordnung  
Die Urban Mining Bodenplatte ist kein „ökologisches Add-on“. Sie ist eine strukturelle Entscheidung. Und genau deshalb relevant. Entwickelt wurde das System von dem norddeutschen Ingenieur Helge Bo Flöge gemeinsam mit dem Team von GLAPOR – mit dem klaren Ziel, zirkuläres Bauen nicht nur zu fordern, sondern baubar zu machen.


Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.glapor.de/anwendungen/nachhaltige-bodenplatte


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