Dieses Dokument ist auf den Bohrloch-Scherversuch nach dem Phikometerverfahren anwendbar, der allgemein als Phikometerversuch bezeichnet wird (die Wortherkunft ergibt sich aus phi für den Reibungswinkel, ko für Kohäsion und meter für Messgerät). Der Versuch kann in natürlichen Böden, Schüttmaterial und künstlichen Böden aller Arten durchgeführt werden, die gesättigt und ungesättigt sein können. Er ist nicht auf sehr weiche feine Böden, sehr lockere grobe Böden, mittelstarkes bis sehr starkes Felsgestein sowie natürliche und künstliche Böden, in denen Geröll mit einer Korngröße von mehr als 150 mm vorherrscht, anwendbar. Im Allgemeinen ist der Versuch anwendbar in Böden, deren In situ-Widerstandscharakteristika größen-ordnungsmäßig wie folgt sind: - Grenzdruck des Ménard-Pressiometers: ungefähr 0,4 MPa < plM < 3,5 MPa oder mehr als 4 MPa in körnigen, nicht kohäsiven Böden; - CPT-Spitzenwiderstand: ungefähr 1,5 MPa < qc < 15 MPa, je nach Art des Bodens (siehe Anhang E); - SPT N: ungefähr 8 < N < 50, j