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2021-09-18T07:43:32.3682646+02:00
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Harte Schale, weicher Kern


Harte Schale, weicher Kern

Berneck ist die größte Weinbaugemeinde im Kanton St. Gallen. Im historischen Dorfkern schufen Carlos Martinez Architekten mit dem Haus des St. Galler Weins eine angemessene Schau- und Degustationsplattform für die Schätze der Region. In dem Neubau mit monolithischer Erscheinung suggeriert eine hölzerne Glas-Faltwand gekonnt den  erwünschten Kontrast zwischen harter Schale und weichem Kern.

Aufgabe war es, ein Gebäude zu entwickeln, welches als Leuchtturmprojekt fungiert und die Weinbauregion St. Gallen nach außen hin würdig vertritt. Für dieses Vorhaben wurde die Dreiteiligkeit eines historisches Ensembles bestehend aus Wohnhaus, ehemaliger Scheune und einem Wirtschaftsteil weitergedacht.

SOLARLUX: Harte Schale, weicher Kern

Zusammenspiel zwischen weich und hart
Während die neu gestaltete Scheune als vermittelnder Baukörper zwischen Vergangenheit und Gegenwart fungiert, wurde der Wirtschaftsteil durch einen Neubau ersetzt. Der herausfordernde Entwurf ist geprägt durch einen monolithischen Ausdruck: Sowohl die Fassade des Sichtbetonkörpers wie auch das Schrägdach – zudem mit ansteigender Firstlinie – wurden in einem Guss erstellt. In sandfarbenem Ton lasiert, gliedert sich das Kernstück des Ensembles in die umliegenden Holzhäuser ein.

Im Inneren bildet der Winzerkeller das Zentrum. Rund 2000 Flaschen Wein von derzeit 20 Weinbauern aus der Region bietet dieser einen angemessenen Schau- und Degustationsraum. Der betonierte Weinkeller mit seiner gewölbeartigen Deckenausbildung liefert eine moderne Interpretation von historischen Gewölbedecken. Durch seine Gesteinskörner ähnelt der abgeschliffene Betonboden den natürlichen Kiesböden früherer Weinkeller.
 
Die Degustation kann ebenso nach oben in den Veranstaltungssaal des Kulturzentrums verlagert werden. Während das Gebäude gegen außen eine monolithische Erscheinung ausstrahlt, empfängt der Saal den Besucher mit einer weichen Atmosphäre. Wie ein Weinfass wurde der ebenerdige Raum bewusst mit Fichtenholz ausgekleidet.

Die Glas-Faltwand öffnet den Saal auf einer Breite von über sieben Metern und einer Höhe von fast drei Metern und schafft so flexibel den Übergang vom Innen zum Außen. Die zusammenhängenden Glaselemente werden als schmales Paket an der Seite verstaut. Dank gut durchdachter Technik zeichnen maximale Durchsicht auch geschlossen, beste Wärmedämmwerte und Langlebigkeit die Verglasung aus.

SOLARLUX: Harte Schale, weicher Kern


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Copyright Bilder: Faruk Pinjo für Solarlux GmbH


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