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Holzrahmenbau in modularer Bauweise - Egger Verwaltungsgebäude in St. Johann


Holzrahmenbau in modularer Bauweise - Egger Verwaltungsgebäude in St. Johann Das neue EGGER „Stammhaus“ besteht aus zwei viergeschossigen Baukörpern aus vorgefertigten Holzbaumodulen, die durch ein glasüberdachtes Atrium miteinander verbunden werden. Das System dieser Holzmodulbauweise wurde schon für Verwaltungsgebäude in Brilon und Rumänien, sowie beim TechCenter in Unterradlberg angewendet.

Das Grundkonzept der EGGER Firmenarchitektur ist seit Beginn an dasselbe: Wie bereits 2010 das Verwaltungsgebäude in Radauti (RO), 2011 das TechCenter in Unterradlberg (AT) und 2012 das Forum in Brilon (DE) wird auch das neue Verwaltungsgebäude am Stammsitz in St. Johann in Tirol (AT) vom österreichischen Architekten Bruno Moser geplant und in modularer Bauweise mit Produkten aus dem Hause EGGER umgesetzt.
Bei dem Verwaltungsgebäude in St. Johann wurden dabei allerdings noch drei grundlegende Weiterentwicklungen vorgenommen: das Atrium, die Fassaden-gestaltung aus Holz und der mehrgeschossige Holzbau mit vier Ebenen. Das Bürogebäude bietet insgesamt Platz für 276 Arbeits- und 48 Schulungsplätze. Ein Mitarbeiterrestaurant mit 220 Sitzplätzen ist ebenfalls Teil des Gebäudes. Alle vier Ebenen der beiden Gebäudeteile sind über eine selbsttragende Treppe aus OSB-Platten im Atrium erreichbar. Bis auf die Tiefgarage aus Beton besteht der gesamte 4-Geschosser hauptsächlich aus Glas und EGGER OBS 4 Top-Platten.

Holzrahmenbau in modularer Bauweise beim EGGER „Stammhaus“

HOLZRAHMENBAU IN MODULARER BAUWEISE
Die OSB 4 TOP Platten aus dem EGGER Werk in Wismar werden in den vorgefertigten Elementen im Ausmaß von 2,80 x 11,40 Metern eingesetzt. Somit kommen die beiden Gebäudeteile auf eine Gesamtlänge von zirka 60 Metern und einer Breite von etwa 8,5 Metern. Die Wandelemente bestehen aus 28 Zentimeter starken Stehern aus Schichtholz, an denen innen und außen OSB 4 TOP Platten mit einer Dicke von drei Zentimetern angebracht sind.
Aufgrund ihrer Verfahrenstechnologie und Produktausprägung erfüllen OSB 4 Top Platten mit bauaufsichtlicher Zulassung wichtige Holzbau-Anforderungen. Die definierte hohe Rohdichte von über 600 kg/m³ führt zu einer sehr guten Luftdichtigkeit der Platte, wodurch robuste und zuverlässige Konstruktionen ohne den zusätzlichen Einsatz von Folien, ausgebildet werden können. Darüber hinaus verleiht die sichtbar geschliffene und oberflächenbehandelte Platte den Innenräumen ein harmonisches Erscheinungsbild.
Für die Deckenelemente wurde ebenfalls die statisch tragende OSB 4 Top Platte verwendet. Der Kies auf der OSB 4 Top Platte im Element sorgt für den Schallschutz. In der Schicht darüber wurden dann diverse Leitungen für die Haustechnik verlegt. Die als Scheibe ausgeführten Decken- beziehungsweise Dachelemente fungieren als Horizontalausteifung. Die halbseitig offenen Wandschmalseiten der Holzrahmenbau-Elemente sind für die vertikale Leistungsführung der Zu- und Abluft vorgesehen und dienen gleichzeitig als Vertikalschächte für Heiz-, Kühl-, Wasser- und Elektroleitungen. Nach dem Einziehen der Leitungsstränge über alle Geschosse wurden diese mit OSB-Platten geschlossen.

AKTUELLER PROJEKTSTAND
Das EGGER Stammhaus wird voraussichtlich im März 2015 bezogen. Der Rohbau des Verwaltungsgebäudes ist bereits komplett. Derzeit wird an der Fassade, sowie an den Außenanlagen gearbeitet, welche noch vor dem Winter fertiggestellt werden sollen. Im Innenbereich sind die Rohbaumontagearbeiten abgeschlossen. In den Bürobereichen wurde bereits der EGGER Laminatfußboden verlegt und im Dezember wird mit den Möbeltischlerarbeiten begonnen.

Innenraum mit sichtbarer EGGER OSB 4 TOP. Verwendung der statisch tragenden OSB 4 TOP Platte
für die Deckenelemente.

DATEN & FAKTEN
  • Bauherr: Fritz EGGER GmbH & Co. OG, St. Johann
  • Architektur: Bruno Moser, architekturWerkstatt, Breitenbach
  • Projektleitung: Hannes Ehrensberger, Fritz EGGER GmbH & Co. OG, St. Johann
  • Statik: Alfred R. Brunnsteiner, Natters
  • Lichtplanung: Manfred Draxl, conceptlicht.at, Mils
  • Brandschutzkonzept: Dirk Kruse, Dehne & Kruse, Gifhorn (D)
  • Elektrotechnik: IG Ludwig, Traunstein (D)
  • Baumeister: Ing. Hans Bodner, Kufstein
  • Holzbau/Glas/Böden: Holzbau Saurer, Höfen
  • Haustechnik Ausführung: Rupert Absenger, Krobath Gebäudetechnik, Feldbach
  • Elektriker: Stöckl, Innsbruck

  • Gesamtnutzfläche: 8.920 m²
  • Bruttogeschossfläche: 9.940 m²
  • Bruttorauminhalt: 45.470 m³
  • Baubeginn: 1. März 2014 / Beginn Montage Holzbau: 19. Mai 2014
  • Fertigstellung/Übergabe: 13. März 2015    


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