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BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Umfrage aus der Reihe Baubarometer der INFO-TECHNO Baudatenbank


Baubaromter

Drum prüfe, wer sich bindet ….


Partner mit Handschlagqualität, Geschäfte, die auf Vertrauen und Seriosität und einer gesunden finanziellen Basis beruhen – weil Zahlungsausfälle gerade dem mittelständischen Unternehmen das Rückgrat brechen können, ist die wirtschaftliche Stabilität des Vertragspartners von besonderer Bedeutung. Das unterstreicht die Umfrage des Baubarometers der INFO-TECHNO Baudatenbank.

Über 620 heimische Unternehmen aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe haben sich an der Befragung beteiligt, die durch AUSSCHREIBUNG.AT Ende letzten Jahres durchgeführt wurde. Die überwiegende Mehrheit zählt mit bis zu 50 Mitarbeitern zu den Klein- und Kleinstunternehmen. Die Umfrage gibt damit ein genaues Bild über die Stimmung im die österreichische Wirtschaft prägenden Mittelstand.

Das Ausfallsrisiko minimieren

Beim KSV 1870 weiß man um die Gefahren, die durch Zahlungsausfälle entstehen. In einer Trendumfrage zur Zahlungsmoral in Österreich 2015 sieht sich jedes zehnte Unternehmen durch Zahlungsausfälle seiner Kunden in der Existenz bedroht, 37 % geben an, dadurch in Liquiditätsengpässe zu geraten. Und es sind gerade kleine und mittelständische Firmen, die betroffen sind. Ihnen fehlen die Ressourcen, um Forderungsverluste abzufedern oder auszugleichen. Wie können sich Unternehmen vor dem Ausfallsrisiko schützen, welche Aktivitäten ergreifen sie?
Die Umfrage des Baubarometers zeigt, dass sich die überwiegende Mehrzahl, nämlich 54 % aller Unternehmen, auf Informationen von Finanzdienstleistern, wie zum Beispiel Banken oder Auskunftskanzleien, verlässt.

Kostenfaktor Bonitätsprüfung

Die befragten Firmen lassen sich diese Auskünfte so einiges kosten. Fast 20 % investieren bis zu 200.- Euro und mehr, bevor sie sich auf einen Vertrag mit einem neuen Partner einlassen. Über 27 % schätzen die eigenen Ausgaben für die Informationsbeschaffung je Abschluss bis zu 100.- Euro. Bei 33 % liegen sie bei bis zu 50.- Euro, bei knapp 20 % bei bis zu 20.- Euro. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen, nämlich rund 36 %, meint, diese Kosten einsparen zu können und vertraut auf die Selbstauskunft des künftigen Vertragspartners.

Firmenbewertungen – welche Aspekte zählen?
Es sind verschiedene Aspekte, die bei der Einschätzung des Ausfallsrisikos zusammenspielen. Mit über 97 % bewerten die befragten Unternehmen das bisherige Zahlungsverhalten des künftigen Vertragspartners als extrem bzw. sehr und eher wichtig. Gab es bereits Inkassofälle? Wie steht es um die Zahlungsmoral?
Informationen zur aktuellen finanziellen Situation des Geschäftspartners werden als zweitwichtigster Aspekt genannt. Für 95 % der vom Baubarometer befragten Unternehmen sind sie bei der Abschätzung des Partners ausschlaggebend. Bonitäts-Ratings werden als drittwichtigste Entscheidungsgrundlage genannt. Für über 93 % sind Auskünfte über Ausfallswahrscheinlichkeit etc. von besonders hoher Bedeutung.
Immerhin noch 88 % der befragten Unternehmen sind der Ansicht, aus der Firmenidentifikation, also Informationen wie Anschrift oder UID etc., Schlüsse über die finanzielle Stabilität ziehen zu können.
Aufschlussreich wären naturgemäß Bilanzabschlüsse und Einnahmen- /Ausgabenrechnungen. Da diese Ergebnisse aber nur selten offen gelegt werden, sind sie bei der Einschätzung des möglichen Ausfallsrisikos nicht prioritär, 78 % nennen sie als für sich entscheidend.
Von nur geringer Bedeutung sind Informationen, die dem Grundbuch zu entnehmen sind und allgemeine Kennzahlen wie Anzahl der Mitarbeiter oder Umsätze. Ein hoher Umsatz und ein großer Mitarbeiterstab mag sich in der Imagebroschüre gut lesen, sagt über die Bonität aber bekanntlich nur wenig aus.

Die Umfrage als pdf finden Sie hier.