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2021-02-25T19:34:26.2913593+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Studie bestätigt: mehr als 75 %-ige Reduzierung der CO2-Bilanz durch Bodenrenovierung statt Austausch


Studie bestätigt: mehr als 75 %-ige Reduzierung der CO2-Bilanz durch Bodenrenovierung statt Austausch
Die Renovierung von Parkett- und Holzböden sowie von elastischen Bodenbelägen trägt zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft bei

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des IVL Swedish Environmental Research Institute bestätigt, dass die Renovierung von Holz- und elastischen Böden für die Umwelt nachhaltiger ist als der Austausch der Bodenbeläge. Der Bericht, der mit Unterstützung von Bona erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass sich die CO2-Bilanz um 78 Prozent verringert, wenn Holzböden renoviert statt ausgetauscht werden. Die Renovierung elastischer Bodenbeläge kann sogar eine um bis zu 92 Prozent reduzierte CO2-Bilanz im Vergleich zum Austausch bieten. Darüber hinaus wurde im Bericht festgestellt, dass eine Ressourceneinsparung von mindestens 90 Prozent dadurch erreicht wird - einschließlich Transport, Strom, Verbrauchsgütern und diversen Materialien.

Jedes Jahr werden in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden allein in Schweden 25 Millionen Quadratmeter Holz- und elastische Bodenbeläge ersetzt. Die IVL-Studie „Increasing resource efficiency in the Swedish flooring industry through floor refinishing“ ergab, dass die Renovierung dieser Böden nicht nur eine erhebliche Verringerung der CO2-Bilanz, sondern eine deutliche Einsparung von Ressourcen und einen bedeutenden Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft bei Baumaterialien bieten kann.

„Heute soll alles neu und frisch aussehen. Der Verkauf neuer Bodenbeläge wird durch das lineare Geschäftsmodell unterstützt, das wir heute in der Bauindustrie vorfinden. Eine Renovierung wird oft als schwieriger wahrgenommen“, so Maria Ahlm, Autorin des Berichts am IVL Swedish Environmental Research Institute. „Unsere Analysen zeigen jedoch, dass die Bodenrenovierung neben der Verbesserung der CO2-Bilanz auch eine sinnvolle Alternative zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der schwedischen Bodenbelagsbranche darstellt.“

„Diese Studie bietet eine ganzheitliche Sicht und belegt eindeutig, dass die Renovierung von elastischen Bodenbelägen oder Holzböden nachhaltiger ist als der Austausch, während gleichzeitig das Erscheinungsbild des Bodens verbessert wird“, so Björn Johansson, Global Environmental Manager bei Bona. „Seit mehr als 100 Jahren entwickelt Bona Produkte und Systeme, die eine nachhaltigere Lösung für die Renovierung von Böden bieten. Die Veröffentlichung dieses Berichts, der die Vorteile des Bona Systems bestätigt, bekräftigt uns darin.“


Über die Studie

Die Studie hat die Möglichkeit einer Verbesserung der CO2-Bilanz durch Renovierung anstelle des Austauschs von Bodenbelägen untersucht. Sie wurde über einen Zeitraum von 12 Monaten durchgeführt und konzentriert sich auf den schwedischen Bodenmarkt und die nationale Bauindustrie in Schweden.

Im ersten Teil des Berichts werden die Umweltauswirkungen der Renovierung von Holzböden und elastischen Bodenbelägen anhand einer Lebenszyklusbewertung untersucht. Das Ergebnis wurde mit den Auswirkungen verglichen, die sich aus der Herstellung und dem Einbau neuer Bodenbeläge im Hinblick auf den Klimawandel und die Ressourcennutzung ergeben. Darüber hinaus wurde das Ergebnis als Machbarkeitsnachweis genutzt, dass die Renovierung von Böden die Auswirkungen des Klimawandels reduzieren und den Ressourcenverbrauch im Vergleich zur Herstellung und zum Einbau neuer Böden minimieren kann.

Im zweiten Teil der Studie wurde eine Roadmap als strategischer Plan entwickelt, um die gewünschten Ergebnisse zu definieren und wichtige Maßnahmen zur Überwindung von Hindernissen zu skizzieren, um vom aktuellen Zustand zum angestrebten Ergebnis zu gelangen. Die Roadmap wurde zusammen mit Stakeholdern aus der Bodenbelagsbranche entwickelt, darunter Materiallieferanten, Immobilieneigentümer, Architekten und Bauunternehmen.

Der vollständige Bericht ist auf der Website des IVL Swedish Environmental Research Institute verfügbar.