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2020-11-23T22:13:17.1502735+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Warmwasser-Temperaturhaltesysteme: Eine genaue Untersuchung lohnt sich!


Warmwasser-Temperaturhaltesysteme: Eine genaue Untersuchung lohnt sich!

Morgens um sieben ist die Welt in unseren Bädern nur dann in Ordnung, wenn aus dem Wasserhahn oder der Dusche angenehm warmes Wasser kommt – und zwar sofort nach dem Aufdrehen... Natürlich muss die Warmwasser-Temperatur regelbar und das Wasser hygienisch einwandfrei sein. Abgesehen davon, dass die Warmwasseranlage kostengünstig, energiesparend und umweltfreundlich im Betrieb sein muss.

Die traditionelle Lösung für einen reibungslosen Betrieb der Warmwasserversorgung ist die Installation eines Zirkulationssystems, bei dem das warme Wasser mit Hilfe einer Pumpe ständig in Umlauf gehalten wird. Eine wirtschaftliche Alternative hierzu bietet die Verlegung eines selbstregelnden Temperaturhaltebandes auf der Rohrleitung – das so genannte Einrohrsystem.

Bei der herkömmlichen Zirkulationsleitung wird das warme Wasser mittels einer Umwälzpumpe immer wieder in den Wassererwärmer zurückbefördert. Dort wird die unterwegs verbrauchte Energie wieder nachgeladen. Hierzu werden eine Vorlauf- sowie eine Rücklaufleitung, eine Umwälzpumpe und hydraulische Regelventile benötigt, damit das Wasser auch in entlegenen Strängen zirkulieren kann.

Dem gegenüber werden bei einem System mit selbstregelnden Temperaturhaltebändern die Wärmeverluste exakt an dem Ort ausgeglichen, an dem sie entstehen, also unter der Wärmedämmung direkt am Rohr. Somit sind weder Pumpe noch Rücklaufleitungen oder Regelventile erforderlich. Für den wirtschaftlichen Betrieb ist eine gute Wärmedämmung der Rohrleitungen entscheidend. Dabei helfen die heute vorgeschriebenen Mindestdämmstärken den Wärmeverlust gering zu halten. Ziel ist es, die Rohrleitung auch in schwach benutzen Zeiten auf der gewünschten Temperatur zu halten. Dank eines ausgeklügelten Steuergerätes, dem HWAT-ECO, kann das System genau auf das jeweilige Benutzerverhalten angepasst werden. Dazu schreibt das Schweizer Bundesamt für Energie in einem Merkblatt für Fachleute der Bereiche Sanitär, Elektro, Architektur: „Die beste Steuerung lohnt sich… Erweisen sich Heizbänder als beste Lösung, so lässt sich der Stromverbrauch durch eine optimale Steuerung in Grenzen halten.“

Außer den reduzierten Wärmeverlusten bietet die Einrohrtechnik mittels der Temperaturhaltebänder aber noch weitere Vorteile:
- Mehr Effizienz: Der Wassererwärmer resp. Warmwasserspeicher kann ohne Störung der internen Temperaturschichtung mit bedeutend höheren Wirkungsgraden arbeiten.
- Hohe Flexibilität: Dank der einfachen Rohrführung sind Änderungen und Ergänzungen der Rohrleitungen jederzeit ohne großen Aufwand möglich. Dies erhöht die Flexibilität bei Umnutzungen und Anpassungen an die Verbraucherwünsche.
- Komfort und Hygiene: Die Temperaturhaltung ist bis direkt an die Zapfstellen möglich - ein entscheidender Vorteil bei hygienisch kritischen Anlagen.
- Prävention und Sanierung: Das erwärmte Wasser fließt von der Aufbereitung zum Verbraucher nur in eine Richtung und zwar auf dem kürzesten Weg. Der Netzinhalt wird kontinuierlich und zu 100% in Flussrichtung erneuert. Etwaige Verkeimungen durch stehendes Wasser an unbenutzten Zapfstellen werden somit nicht über das ganze Rohrleitungsnetz verschleppt. Sanierungsmaßnahmen können örtlich begrenzt durchgeführt werden.

Temperaturhaltebänder sind beliebig ausbaubar – auch nachträglich – und können Veränderungen an den räumlichen Gegebenheiten jederzeit angepasst werden. Vor allem in Altbauten, wo Platzmangel herrscht oder aufwändige Umbaumaßnahmen aus Kostengründen nicht in Frage kommen, bieten sie eine wirtschaftliche und sichere Lösung nach den neuesten ÖNORM B 5019 - Anforderungen. 

Als Entscheidungsgrundlage dafür, ob die Zirkulation oder das Einrohrsystem für ein Gebäude die wirtschaftlichere Lösung darstellt, hat die Firma Raychem eine Software entwickelt, welche die Investitionskosten – aufgeteilt in Material- und Installationskosten – sowie die Betriebs- und Energiekosten und die Amortisation im Vergleich zum Zirkulationssystem berechnet. Der individuelle Warmwasserbedarf und die unterschiedlichen Entnahmezeiten werden dabei ebenso berücksichtigt wie die regional variierenden Stromtarife und Lohnkosten. Dieser Service ist kostenlos.