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2020-11-30T17:18:54.1996954+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

HOESCH: Das neue Museum am Bergisel


Additive Architektur von Stoll . Wagner
HOESCH: Das neue Museum am Bergisel

In unmittelbarer Nachbarschaft zur international hochgelobten Sprungschanze von Stararchitektin Zaha Hadid, entsteht mit dem Bau des Museums am Bergisel von Stoll . Wagner ein weiteres Wahrzeichen des modernen Tirols.

Das neue Museum verbindet das Riesenrundgemälde, das Tiroler Kaiserjägermuseum und eine Dauerausstellung zur Kulturgeschichte Tirols zu einer plausiblen Einheit.

Die statische Komplexheit des imposanten Solitär-Bauwerks wurde hier durch den Einsatz der Hoesch AdditivDecke ebenso elegant aufgelöst.

Der Entwurf des Innsbrucker Büros Stoll . Wagner ging aus insgesamt achtzig eingereichten Arbeiten als Wettbewerbssieger hervor.  Das Projekt stellte die Planer vor komplexe Aufgaben: Unter den besonderen landschaftlichen, topographischen und städtebaulichen Vorgaben sollte ein Neubau errichtet und an das denkmalgeschützte Kaiserjägermuseum angebunden werden.

Vom Bergisel aus gesehen, belegt ein klarer und zurückhaltender Baukörper als ein flacher Solitär die östliche Hangkante. Aus der Sicht der Hauptverkehrsrouten der Inntal- und Brennerachse zeigt der Bau hingegen starke skulpturale Präsenz. Der Hüllkörper für das Riesenrundgemälde ist in eine Geländemulde zur Sillschlucht abgesenkt.

Mit dem historischen Bestand steht der Neubau in respektvollem Dialog. Gleichzeitig entsteht ein großzügiger Vorplatz zwischen Alt- und Neubau mit freier Sicht über das Inntal. Das Urichhaus, der Neubau und das Kaiserjägermuseum bilden mit dem in der Mitte liegenden Andreas-Hofer-Denkmal ein klar abgeschlossenes Gesamtensemble. Der Altbau des Kaiserjägermuseums wird dabei in seiner typischen Erscheinung belassen.

Form follows function
Die Innere Gestaltung des Neubaues ist bestimmt von der vertikal organisierten Erschließungszone zwischen Rundgemälde und den ebenfalls versenkt angeordneten Ausstellungsräumen. In selbst-verständlicher Weise wird der vertikale Raumfluss in die unterirdische Verbindung zwischen Neu- und Altbau weitergeführt. Entlang dieser mit Rolltreppen erlebnisreich gestalteten Kernzone des Museumsbaues ergeben sich vielfältige Sichtbezüge innerhalb des Gebäudes, sowie nach außen in den umgebenden Landschaftsraum.

Intelligente Lösungen aus Stahl- für nachhaltiges Bauen
Die Hoesch AdditivDecke® ist ein Leichtdeckenkonzept, das aus hohen Stahlprofiltafeln und einer vor Ort erstellten Stahlbetonrippendecke besteht. Charakteristisch und namensgebend sind die einzigartige additive Bemessung der beiden Tragglieder und die patentierte hängende Lagerung auf seitlich auskragenden Stahlknaggen.

Das Haupteinsatzgebiet der Hoesch AdditivDecke® sind Bauten des ruhenden Verkehrs, d. h. Parkhäuser und Parkdecks. Im Büro- und Verwaltungsbau kann ein integrierbarer Brandwiderstand kostengünstig auch als Sichtdecke ausgeführt werden. Hochwertige Farbbeschichtungen und auch die Möglichkeit der Bauteilaktivierung verbessern in diesem Gebäudesegment das Raumklima auf wirtschaftlichste Art.