Wer an der Sanierung spart, zahlt hinterher drauf!


Wer an der Sanierung spart, zahlt hinterher drauf!

Rund 57 Mio. Liter Heizöl werden pro Jahr durch Steinbacher Dämmstoffe eingespart. Eigentlich eine beachtliche Zahl, doch der Wohnbaucheck 2017 der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 macht deutlich: Alle müssen sich in puncto Klimaschutz noch mehr anstrengen.

In der Studie von GLOBAL 2000 wurde die Wohnbaupolitik der einzelnen Bundesländer nach zwei wesentlichen Kriterien bewertet: Zum einen im Hinblick auf den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern Erdöl/Erdgas für Raumwärme, zum anderen im Hinblick auf die Steigerung der thermischen Gebäudequalität. Das erschreckende Ergebnis: Im Bereich der Gebäudeeffizienz und insbesondere der Gebäudesanierung schneiden alle Bundesländer durchwegs schlecht ab. Wurde 2010 noch 1 Prozent der Gebäude in Österreich pro Jahr umfassend thermisch saniert, sind es derzeit nur noch 0,5 Prozent. „In Österreichs Energiestrategie ist aber eigentlich eine Steigerung auf 3 Prozent vorgesehen“, führt Mag, Roland Hebbel, Steinbacher-Geschäftsführer, aus der Studie an.

Der Wohnbaucheck 2017 im Detail

Mit dem Klimaschutzabkommen in Paris wurde vereinbart, die globale Erderwärmung deutlich einzudämmen. Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien lässt sich vor allem durch professionelle Wärmedämmung nachhaltig Energie sparen und die Effizienz steigern. Die Gesamtbewertung im GLOBAL 2000 Wohnbaucheck 2017 zeigt, dass keines der Länder als „Klimaschutz-Pionier“ einzustufen ist: Wien, Vorarlberg, die Steiermark und Niederösterreich verfolgen die vereinbarten Ziele immerhin – doch der normalerweise so starke Westen, Salzburg und Tirol, wurde als „Klimaschutz-Nachzügler“ identifiziert. Und steht auf gleicher Stufe mit dem Burgenland, Kärnten und Oberösterreich. Eigentlich verwunderlich, denn das allgemeine Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ist größer denn je.

Sanieren ist wichtig!

Und vor allem unumgänglich. „Wer am Sanieren spart, zahlt doppelt drauf. Denn ums Sanieren kommt man auf lange Sicht nicht umhin – die Kosten fallen also sowieso an“, so Hebbel. Aber je länger man wartet, desto mehr Energie verpufft, was zum einen schlecht für Umwelt und zum anderen schlecht für den Geldbeutel ist. Hier braucht es wohl mehr Aufklärung für den Konsumenten. Um Österreichs Energiestrategie zu erfüllen, muss die professionelle Wärmedämmung unbedingt wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

Sind Sie auch ein „Klimaschutz-Nachzügler“?

Die Wärmebildkamera offenbart, wo die meiste Energie entweicht. Mit einer ganzheitlichen thermischen Sanierung inklusive Fenstern und Fassade lässt sich die Energieeffizienz des Gebäudes nachhaltig optimieren.