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2020-12-01T05:43:25.6059454+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Ytong Multipor für denkmalgeschützte Bauten


Ytong Multipor für denkmalgeschützte Bauten
Die Verdichtung der Zentren und die Sanierung des Althausbestandes zählen zu den wichtigen Merkmalen nachhaltiger Entwicklung von Dorfzentren und Stadtkernen. Ein Best Practice Beispiel für eine vorbildliche, sensible Komplettsanierung ist die Arbeiterwohnanlage „Tschechenring“ in Felixdorf, die 1880 für die ArbeiterInnen in der Spinnerei und Weberei des Ortes errichtet wurde. Seit 2009 wird bereits am zweiten Sanierungsbereich - den beiden Anlagenteilen B und C - gearbeitet. Bis Ende 2011 soll eine, dem aktuellen ökologischen Standard entsprechende, Niedrigenergiehausanlage fertiggestellt sein. Die wertvolle, historische Fassade aus Sichtziegeln wird dabei erhalten bleiben. Möglich wird dies durch die Innendämmung des Objektes mit der mineralischen Ytong Multipor Dämmplatte, mit der die Wärmeverluste auf die Hälfte und weniger reduziert werden können.
 
Der erste Teil der denkmalgeschützten Arbeiterwohnanlage und jetzigen Wohnhausanlage „Tschechenring“ in Felixdorf wurde bereits 2007 mit dem Niederösterreichischen Baupreis ausgezeichnet. Gewürdigt wurde die vorbildliche, sensible und unter Einhaltung aller Vorgaben durch den Denkmalschutz durchgeführte Komplettsanierung. Die Fortführung der Revitalisierung wird auch seitens des Unterrichtsministeriums (Bundesdenkmalamt) und des Landes NÖ (Denkmalpflege) mit Förderungsgeldern unterstützt. „Die Förderungszusage unterstreicht die Wichtigkeit des Sanierungsvorhabens und ist eine Anerkennung der hochwertigen Umsetzung. Diese ist uns vor allem mit der Dämmplatte Ytong Multipor gelungen. Damit konnten wir eine unauffällige thermische Sanierung durchführen. Die Dämmplatte wird innen angebracht, so bleibt die Fassade und zugleich das historische Stadtbild erhalten“, erklärt Baumeisterin Claudia Weber der gemeinnützigen Bau- und Wohnungsgenossenschaft Wien Süd.  
 
Senkung des Energieverbrauchs
„Durch die Innendämmung mit Ytong Multipor, der Dämmung des Fußbodens und des Daches, sowie dem Einsatz einer hocheffizienten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung konnte der Heizwärmebedarf von 170 kWh/m2a auf 31 kWh/m2a gesenkt werden“, erläutert  Bauphysiker Georg Schrattenecker vom Büro Buschina & Partner. Für Ytong ist die Sanierung in Felixdorf ein
doppelter Erfolg: „Mit der Innendämmung der Wohnhausanlage Felixdorf konnten wir ein weiteres Vorzeigeprojekt der thermischen Sanierung denkmalgeschützter Gebäude realisieren. Wir wollen damit auch andere Bauherren überzeugen, dass hoch qualitativ bauen nicht zugleich teuer bauen bedeutet“, meint Claus Steiner, Geschäftsführer Xella Porenbeton Österreich.
 
Dämmwerte wie im Neubau
Das Besondere an der mineralischen Dämmplatte Ytong Multipor ist, dass diese ohne Einsatz aufwändiger Dampfsperren oder Dampfbremsen angebracht werden kann. Fällt zum Beispiel Tauwasser im Wandaufbau an, so nehmen die Luftporen dieses auf und führen es später - dank der Kapillaraktivität von Ytong Multipor - der Raumluft wieder zu. Somit trocknet die Dämmplatte auf natürliche Weise wieder aus.  „Mit Ytong Multipor konnten wir sozusagen unauffällig dämmen, ohne dabei optisch große Veränderungen vornehmen zu müssen. Trotzdem entsprechen die erreichten Dämmwerte denen eines Neubaus“, resümiert Steiner. Ermöglicht wird das durch Millionen feiner Luftporen, die in den Platten eingeschlossen sind und in jede Richtung als Puffer dienen. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist und hervorragend dämmend wirkt, erschwert die Ytong Multipor Platte im Winter einen Wärmeverlust von innen nach außen, als auch im Sommer einen Wärmedurchgang von außen nach innen. Besonderer zusätzlicher Vorteil bei der Sanierung mit historischem Mauerwerk: Aufgrund der im Vergleich relativ geringen Materialdicke der Platte wird der Innenraum nur unwesentlich verkleinert. 
 
Moderner Wohnraum in denkmalgeschützter Wohnanlage
Mit der umfassenden Sanierung entstehen moderne Wohnräume für unterschiedlichste Nutzerwünsche. Mit Hilfe der Wohnbauförderung, einem Zuschuss des Bundesdenkmalamtes wie auch der Forschungsförderungsgesellschaft, gelang das Konzept für die Komplettsanierung. Klaus Schneeberger, Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag, betont die Einzigartigkeit der Wohnhaussiedlung, die ihn letztlich auch überzeugte, für das Projekt 40.000 Euro Fördergeld zuzusagen. „Es ist ein einmaliges Projekt für Felixdorf und die Region. Die denkmalgeschützte Wohnhausanlage wird nicht nur aus Verantwortung gegenüber der Vergangenheit erhalten, sondern gleichzeitig moderner Wohnraum geschaffen.“ Die einzelnen Bauteile umschließen einen großzügig angelegten Grünbereich, der durch seine Fläche ein optimales Mikroklima gewährleistet. Eine Hommage an die alte Spinnerei und Weberei ist der erhaltene Maulbeerbaumbestand, welcher in früherer Zeit der Seidenraupe als Nahrung diente und somit für die Spinnerei ein wichtiger Rohstoffträger war. 
 
Vorbildhafte Kostenstruktur
Das Budget ist in jeder Gemeinde ein zentrales Thema. Bei diesem Projekt gelang eine Kostenstruktur, die mit jener von Neubauten konkurrenzfähig ist und jetzt als mögliche Vorgabe in der NÖ Wohnbauförderung für vergleichbare Projekte diskutiert wird. Der Wohnbau „Tschechenring“ wird wissenschaftlich vom IBO begleitet – die ersten Zwischenergebnisse bestätigen die Sanierung als Musterschüler in punkto Ökologie und Ökonomie. Die Nettoerrichtungskosten pro Quadratmeter Nutzfläche betragen 1.510 Euro inklusive Bauneben- und sonstigen Kosten. 
 
Über Xella Porenbeton Österreich
Xella Porenbeton Österreich GmbH mit Sitz in Loosdorf ist ein Unternehmen der Xella Gruppe. In der Xella Baustoffe Alpe-Adria sind die Aktivitäten von Xella in Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Kosovo gebündelt. Von der Loosdorfer Holding aus werden unter der Führung von CEO Claus Steiner die Märkte des ehemaligen Jugoslawien strategisch bearbeitet. Xella Baustoffe Alpe-Adria ist mit ihren 400 Mitarbeitern der Marktführer im Bereich Porenbeton in dieser Region. In der aktuellen Forschung beschäftigt sich das Unternehmen vor allem mit Produktlösungen und mit der Weiterentwicklung des Ytong Thermoblocks und der Ytong Multipor Mineraldämmplatte. Beide Produkte verfügen durch ihre hervorragenden Öko-Kennwerte über eine natureplus Zertifizierung, die zusätzliche Ökopunkte und damit eine höhere Wohnbauförderung bringt. Dazu begleitete Xella bereits erfolgreich Projekte mit Ytong-Fertigteilelementen in Kombination Massiv-Holzelementen.
 
Weitere Informationen unter: www.ytong-multipor.at