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2019-05-25T08:55:28.3241953+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

FOAMGLAS® Innendämmsysteme



Nichtbrennbarer Dämmstoff – eine gute Voraussetzung

Der Brandschutz bei innen gedämmten Objekten darf nicht unterschätzt werden. Die häufigsten Brände entstehen in Wohnräumen. Der unmittelbare Brandherd kann auf brennbare Baustoffe übergreifen und ein erhöhtes Risiko für Personen und Sachwerte bedeuten. Deshalb sind auch hier Dämmstoffe gefragt, die vorbeugenden Brandschutz im Wohnbereich bieten.

Durch die Wahl geeigneter Baustoffe kann das Risiko eines Brandausbruches, d.h. die Ausbreitung über Hohlräume und durch brennbare Materialien, reduziert werden. FOAMGLAS® mit seiner geschlossenen Zellstruktur aus Schaumglas trägt entscheidend zum Brandschutz bei. Denn das Material ist nach EN 13501 nichtbrennbar (Baustoffklasse A1) und die physikalischen / chemischen Eigenschaften fördern keinen Schwelbrand.

Der Dämmstoff übernimmt eine Schutzwirkung gegenüber der tragenden Konstruktion.
FOAMGLAS® ist gasdicht, so dass der Durchtritt heißer Brandgase oder deren Weiterleitung im Dämmstoff verhindert wird. FOAMGLAS® bietet dem Brand keine Nahrung (Brandlast) und setzt keine toxischen Gase frei.

Durch den sogenannten "Melt-Shield" Effekt – der Verglasung der Oberflache bei Flammeneinwirkung – wirkt diese wie ein Hitzeschild. Die Oberseite bildet eine Schutzschicht unter Erhalt eines intakten Dämmstoff-Restquerschnittes. Mit Bezug zur DIN 4102-17 wurde von der MPA Braunschweig für FOAMGLAS® ein Schmelzpunkt über 1000 °C bestimmt.
Das bedeutet: das Brandschutzkonzept ist Flammen und extremen Temperaturen gewachsen.

Geprüfte Vorteile mit FOAMGLAS®
  • Kein Brandüberschlag bei Trennwänden
  • Ertüchtigung von Brandwänden
  • Keine Freisetzung von tödlichen Gasen im Brandfall
  • Kein brennendes Abtropfen, somit kein neuer Brandherd
  • Bei Nutzungsänderung Erhalt der Eigenschaften im System
  • Keine Einschränkungen beim Schallschutz.

Sanierung von Bestandsbauten

Bei Gebäudesanierung mit Innendämmung ist auch eine Vielzahl brandschutztechnischer Anforderungen zu beachten. Gemäß der DIN 4102 sind zur Ermittlung der Feuerwiderstandsdauer nachfolgende Beurteilungskriterien heranzuziehen:
Temperaturkriterium
Das Temperaturkriterium fordert von der Konstruktion bzw. Bekleidung, dass auf der dem Brand abgewandten Seite keine Temperaturerhöhungen von mehr als 140 K im Durchschnitt und an keiner Stelle mehr als 180 K auftreten.
Raumabschluss
Der Raumabschluss einer Brandschutzkonstruktion stellt sicher, dass im Brandfall keine Risse und Fugen in der Konstruktion entstehen und ein Brandüberschlag und Rauchausbreitung verhindert wird.
Tragfähigkeit
Von der Tragfähigkeit wird gefordert, dass die Konstruktion bei Brandeinwirkung ihre Standsicherheit bewahrt.

Diese Anforderungskriterien müssen auch von einem Innendämmsystem erfüllt werden. So werden bspw. bei großräumigen Fabrikhallen oder Lofts nichttragende / tragende raumabschließende Metallständerwände / Porenbetonwände zur Unterteilung der Räume eingebaut. Werden diese an eine Innendämmung angeschlossen, stellt sich die Frage, inwieweit der Raumabschluss der Brandschutzkonstruktion sichergestellt ist. Speziell in diesem Anschlussdetail darf zwischen Metallständerwand und ausgeführter Innendämmung kein Überschlag des Feuers von Raum A nach Raum B erfolgen.

Als einziger Anbieter von Innendämmsystemen hat die Deutsche FOAMGLAS® GmbH an der MFPA Leipzig eine Prüfung erfolgreich bestanden. Sie bestätigt, dass Trennwandkonstruktionen aus Porenbeton bzw. in Metallständerbauweise, mit z.B. Feuerwiderstandsklasse F 90, keine Beeinträchtigung der Brandsicherheit durch eine durchgehende Innendämmung aus FOAMGLAS® erfahren.



FOAMGLAS® Innendämmung verbessert den Feuerwiderstand bei Mauerwerkswänden


Wände aus Mauerwerk, z.B. aus Hochlochziegeln oder aus Porenbeton-Plansteinen, weisen bereits einen Feuerwiderstand auf. Sie werden je nach Einsatzbedingungen als nichttragende / tragende Wände, als raumabschließende tragende Wände oder als nicht raumabschließende tragende Wände ausgeführt.
Bei Bestandsbauten, die zur Renovierung anstehen, ist die Feuerwiderstandsfähigkeit der Wände in den meisten Fällen unbekannt. Der Feuerwiderstand von Massivwänden aus Mauerwerk kann durch Putze und / oder durch zusätzliche Wärmedämmung mit nichtbrennbaren Wärmedämmstoffen erhöht werden. In Frage kommende Putzarten und erforderliche Mindestdicken sind in DIN 4102-4 aufgeführt, während der Nachweis der feuerwiderstandserhöhenden Wirkung nichtbrennbarer Wärmedämmstoffe durch Brandprüfungen gemäß DIN EN 1364-1:1999 bzw. DIN EN 1365- 1:1999 in Verbindung mit Klassifizierungssystemen nach DIN EN 13501-2:2007 und A1:2009 geführt wird.

Die für eine bestimmte Feuerwiderstandsklasse erforderlichen Mindestdicken der Bestandswände ergeben sich im Regelfall aus den Tabellenwerten der DIN 4102-4, welche die unterschiedlichen Verwendungsarten und Baustoffe berücksichtigen.

Ein Vergleich mit Prüfungen am WFRGENT Institut in Gent ergab, dass bereits eine zusätzliche Wärmedämmschicht von 50 mm FOAMGLAS® T4+ zu einer Erhöhung der Feuerwiderstandsklasse führt.
Dabei ist eine Abhängigkeit der Feuerwiderstandsdauer von der Art des Klebers (brennbar oder nichtbrennbar) nicht unmittelbar zu erkennen.

Verlegung von FOAMGLAS® Dämmplatten auf Innenwänden


Ausführliche Informationen erhalten Sie unter .