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2020-11-27T14:10:00.7660937+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Das "neue" WIFI Innsbruck


Das "neue" WIFI Innsbruck
Objektbericht über die Fassaden-Neugestaltung beim Technikzentrum des Innsbrucker Wirtschaftsförderungsinstituts im vergangenen Herbst

Im vergangenen Herbst wurde das Technikzentrum des Wirtschaftsförderungsinstituts WIFI Innsbruck einer Fassadenrenovierung unterzogen. Anlass war die zunehmende Verschmutzung des 1993 errichteten Gebäudes durch Feinstaub und andere Umweltbelastungen. Die Ausschreibung konnte die Imster Malerfirma Jais Malerei & Wohnausstattung für sich gewinnen. Jais hatte bei der Ausführung der Malerarbeiten auf die Eingerüstung der 7.500 qm Fassadenfläche verzichtet und stattdessen Fassadensteiger eingesetzt. Die Malerei Jais besteht in der 4 Generation und beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter. Die Bauleitung lag in den Händen des Ingenieurbüros Knoflach aus Rinn bei Innsbruck.

Da die seinerzeit von Hersteller Synthesa gelieferte WDVS-Fassade noch völlig intakt war, konnten sich die Malerarbeiten auf die Reinigung und Neubeschichtung der Putzfassade und der pulverbeschichteten Blechelemente beschränken. Gerade Letztere erfordern jedoch ein umfangreiches Spezialwissen.  Einen kompetenten Partner sowohl für die Putz- als auch die Blech-Neubeschichtung hatte Jais mit Manfred Auer von Synthesa Kematen, der seinerzeit schon die Neulackierung der Blechelemente an der Fassade der Universitätsklinik Innsbruck (Malerei Tomasini, IBK) erfolgreich begleitet hatte.

"Im Wesentlichen waren wir von zwei Vorgaben geleitet," berichtet Auer, "das war zum einen ein hoher Qualitätsanspruch und zum anderen der Wunsch nach möglichst geringer Störung des laufenden Betriebs. Auf der Materialseite konnten wir mit der Fassadenfarbe CarboSol sowie mit den Lackprodukten der Capalac- und Capacryl-Reihen qualitativ besonders hochwertige Produkte anbieten, hinsichtlich der störungsarmen Abwicklung kam den Auftraggebern Jais' Arbeitsweise mit dem Fassadensteiger zugute."

Mit der sprühnebelarmen Nespri-Technik, die Jais nach der Grundierung mit CarboSol Grund bei der Deckbeschichtung mit CarboSol Fassadenfarbe Nespri einsetzte, konnte er die Abdeckarbeiten auf ein Minimum beschränken. Die Fenster blieben frei und die Autos auf den darunter liegenden Parkplätzen konnten bleiben, wo sie waren. Die Farbe bekam er von Synthesa im 750 kg-Edelstahlcontainer geliefert, den er jeweils in einem Anhänger mit dem Fassadensteiger rund um das Objekt mitführte. Ähnlich aber ohne Container war die Arbeitsweise bei den Lackierungsarbeiten an den beschichteten Blechelementen. Hier wurde - nach gründlicher Reinigung - erst mit Capalac 2K-Uniprimer 481 grundiert und in der TempSpray-Technik mit Capacryl Spray-TEC  gefinisht.

Den Farbentwurf für das sechsstöckige Gebäude hatte Anu Marita Brandstädter vom Synthesa Farbstudio in Perg/OÖ geliefert. Zu ihrem Entwurf in den WIFI-Firmenfarben hatte Auer eigenhändig am Objekt großflächige Farbmuster angelegt, welche die Entscheidungsfindung erleichterten.

Zu den verwendeten Materialien:
Capacryl Spray-TEC  ist ein  wässriges Lackmaterial, das auf einem PU-modifizierten Acrylatbindemittel aufgebaut ist. Es ist auf Grund der hohen Deckkraft bzw. der hohen Auftragsmenge äußerst effizient zu verarbeiten. Zur Pigmentierung für den gewünschten Grauton wurden die anorganischen Pigmente Titanoxid und Eisenoxidschwarz eingesetzt. So vereint sich eine ausgezeichnet wetterbeständige Oberfläche mit bester Farbtonstabilität und geringster Kreidungsneigung. Grundiert wurde mit Capalac 2K-Uniprimer 481,  eine wasserverdünnbare 2K-Epoxidharzgrundierung mit besonders großem Haftvermögen, die sich  ausgezeichnet für alle kritischen, nicht saugenden Untergründe eignet.

CarboSol Fassadenfarbe Nespri ist die Nespri-Version der carbonfaserverstärkten Fassadenfarbe aus der Carbon-Edition von Synthesa. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der führenden Silikonharz-Fassadenfarbe Primasil. Ihren Namen „CarboSol“ hat die Beschichtung von der Sonne. Denn für den in dieser Farbe implizierten Selbstreinigungseffekt wird die Energie der Sonne „angezapft“. Dabei werden spezielle, photokatalytisch wirkende Aktivpigmente aus der Nanophysik eingesetzt, die den  Abbau von organischen Verschmutzungen bewirken. Die Farbe ist extrem regenabweisend, hoch wasserdampfdurchlässig, hat eine hohe Deckkraft und ist eine der am meisten verwendeten Farben für die Renovierung von intakten WDV-Systemen.

Mehr Information über die genannten Produkte unter