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2020-10-26T13:00:38.9424141+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Wiedergeburt eines Baudenkmals


Wiedergeburt eines Baudenkmals

Nach seiner umfassenden Sanierung präsentiert sich der Wiener Hanusch-Hof wieder von seiner schönsten Seite!

Bürgermeister Karl Seitz hätte seine Freude damit. Der 1923 in seiner Amtszeit erbaute Hanusch-Hof steht nach erfolgter Sanierung wieder da wie neu. Die Wohnanlage galt zu Beginn der Zwanzigerjahre als Musterbeispiel für den städtischen Wohnbau. Die Wohnungen wiesen im Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen - mit WC und Wasser am Gang - bereits Sanitäranlagen innerhalb der Wohnungen auf, sowie eine Reihe gemeinschaftlicher Einrichtungen.

Architekt war Robert Orley (1876 - 1945), Mitglied des Hagenbundes und der Sezession. Er zählte zur Avantgarde seiner Zeit und wird oft in einem Atemzug mit Adolf Loos und Josef Hoffmann genannt. Aus seiner Feder stammte auch der Plan für die Zeiss-Werke in Wien-Penzing, sein Hauptwerk ist das 1908 erbaute Sanatorium Luithlen (später Auersperg-Sanatorium). Von 1927 bis 1932 war er an der Städteplanung der türkischen Hauptstadt Ankara beteiligt.

Mit den Jahren war das einstige Musterprojekt Hanusch-Hof unansehnlich und die Sanierung unausweichlich geworden. Der Auftrag der "Stadt Wien - Wiener Wohnen" zur Sanierung ging an die "ARGE Leyrer+Graf/Sareno". Mit der örtlichen Bauaufsicht wurde die "ARGE A. & G. Galli Ges.mbH & Architekt Dipl.Ing. Josef Knötzl" beauftragt. In dreijähriger Bauzeit wurde die Wohnanlage nun von Grund auf saniert, an die Fernwärme angeschlossen und mit neuen Türen und Fenstern sowie einem modernen Capatect-BasicLine-Dämmsystem an moderne Energiestandards herangeführt. Unter der neuen Eindeckung des Dachgeschoßes entstand zudem eine Reihe neuer Wohnungen. An die 11,5 Mio. Euro investierte Wiener Wohnen in die Sanierung und Revitalisierung der Anlage, die heute wieder zum Vorzeigeobjekt des Bezirks geworden ist.

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