An den Anfang der Seite scrollen
2020-11-25T19:09:01.6317188+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Jaidhof: Wiedererweckte Gründerzeit


Jaidhof: Wiedererweckte Gründerzeit

Silikatfaben sind eine sinnvolle Alternative zur traditionellen Kalkfärbelung. Sie enthalten Quarzmehl, das beim Trocknungsprozess zu einer Doppelverkieselung mit sich selbst und mit dem Untergrund führt. Die so entstandene Verbindung ist äußerst widerstandsfähig und durch das Bindemittel Wasserglas besonders CO2- und wasserdampfdurchlässig. Die besten Voraussetzungen für eine langlebige Beschichtung alter Kalkmörtel, für die eine hohe CO2-Durchlässigkeit wichtig ist, da sie sonst ihre Festigkeit verlieren. Aber nicht allein dieser bauphysikalischen Eigenschaften, sondern auch der höheren Wetterbeständigkeit wegen wird der Silikatfarbe zumeist der Vorzug gegeben.

Ein gutes Beispiel einer perfekten Fassadensanierung mit einer Silikat-Farbe lieferte der Mattseer Malermeisterbetrieb Mack (www.mein-maler.at) bei der Revitalisierung des Waldviertler Gutes Jaidhof. Bei der Wiederherstellung der ehemaligen Stallgebäude des Gutshofes verwendete er Silitol Fassadenfarbe von Synthesa, eine für historische Gebäude besonders gebräuchliche Silikatfarbe. Im Innenbereich kam Silitol LithoSil, eine hochdeckende Sol-Silikatfarbe, zum Einsatz. Für die Erneuerung der Holzbeschichtungen z.B. bei den Türen und Toren verwendete Mack ebenfalls ein Synthesa-Produkt. Für diese Arbeiten hat sich das Eintopfsystem Capalac BaseTop am besten bewährt. Das ventilierende Eintopf-Fensterlacksystem ist thixotrop eingestellt und hat neben seinen hervorragenden Verarbeitungseigenschaften noch den Vorteil, dass Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtung aus einem Gebinde kommen.

Das 1381 erstmals erwähnte Gut, von dem später auch das Dorf Jaidhof seinen Namen erhielt, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Seine Blüte erlebte es in der Gründerzeit, als die Eigentümerfamilie Gutmann von hier aus ihr europaweites Kohle- und Stahlimperium lenkte. Ringstraßenarchitekt Heinrich Freiherr von Ferstel wurde mit der Überarbeitung des Schlosses und mit der Errichtung einer Reihe von Wirtschaftsgebäuden beauftragt. Schloss und Nebengebäude stehen heute als wertvolle Architektur des 19. Jahrhunderts unter Denkmalschutz. Seine schlimmsten Tage erlebte das Gut als „Gauschulungsburg“ der NSDAP und dann als USIA-Betrieb zur Versorgung der Roten Armee. Das Schloss selber steht heute im Besitz der Priesterbruderschaft St.Pius X. Die übrigen Gebäude werden gegenwärtig von Gutsbesitzer Dr. Guntard Gutmann im Zuge der Restrukturierung des Gutsbetriebes saniert und mit neuem Leben erfüllt. An die 16 Mio. Euro will er in das Vorhaben investieren. Das Projekt wird vom Bundesdenkmalamt begleitet.

Mehr über Silitol-Silikatfarben von Synthesa unter www.synthesa.at