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2020-11-30T11:16:54.6225469+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

RIGIPS und BINDERHOLZ bauen Marktanteile aus


RIGIPS und BINDERHOLZ bauen Marktanteile aus

Durch interdisziplinäre Kooperationen innovative Systeme schaffen – das ist eines der großen Ziele von Saint-Gobain RIGIPS Austria. Ein gelungenes Beispiel: die neuen Systemkomponenten für den Massivholzbau, die RIGIPS gemeinsam mit BINDERHOLZ entwickelt hat.

Laut Architekten und Bau-Experten wird sowohl die Bedeutung des Trockenbaus als auch die des Holzbaus in den kommenden Jahren signifikant zunehmen. Das ergab eine Studie der Versuchsanstalt für Holz- und Trockenbau (VHT), die das Entwicklungspotential (siehe Grafik Prognose) sowie das Innovationspotential (siehe Grafik Innovation) unterschiedlicher Bauweisen bis 2018 untersuchte.
Ein guter Grund für Industrie, Handel und Gewerbe, sich diesen Märkten künftig noch intensiver zu widmen. „Um Bauherren und Planern komplette Systeme anbieten zu können, brauchen wir strategische Allianzen“, ist RIGIPS Austria Geschäftsführer Ing. Peter Leditznig überzeugt. Aus diesem Grund setzt der Anbieter von Trockenbausystemen verstärkt auf interdisziplinäre Kooperationen. Ein Beispiel dafür ist die erfolgreiche Plattform BAU.GENIAL, ein korrespondierendes Netzwerk für den Holzbau, das RIGIPS gemeinsam mit sieben weiteren führenden Unternehmen der österreichischen Baustoffindustrie 2005 ins Leben gerufen hat. Seit 2008 arbeitet RIGIPS Austria intensiv mit BINDERHOLZ BAUSYSTEME an der Entwicklung von Systemkomponenten im Massivholzbau. „Aus der Kooperation mit RIGIPS sind bis dato bereits 50 standardisierte, zertifizierte  Aufbauten für Dach, Wand und Decke hervorgegangen“, zeigt sich BINDERHOLZ Bausysteme Geschäftsführer DI Helmut Spiehs erfreut über den Erfolg. Neben einer Vielzahl geprüfter Systemteile haben die beiden Firmen auch bereits Bauvorhaben gemeinsam erfolgreich abgewickelt – darunter eine neu errichtete Wohnbauanlage im Erdbebengebiet L’Aquila.
 
Innovativer Holzbau
„Projekte in Holzbauweise liegen im Trend“, bestätigen Helmut Spiehs und Peter Leditznig unisono. Bei Einfamilienhäusern finden Massivholzelemente bereits eine breite Verwendung. Mit den neuen Systemen von RIGIPS und BINDERHOLZ können schwere Betonelemente im mehrgeschoßigen Wohnbau sowie in der Nachverdichtung  künftig vermehrt durch nachhaltige Holzsysteme ersetzt werden.
Für Helmut Spiehs sind es vor allem drei Argumente, die Massivholzelemente aus Brettsperrholz BBS auszeichnen: „Erstens sind die massiven BBS-Elemente praktisch in der Planung. Sie können wie herkömmliche Massivbaustoffe betrachtet werden. Kein mehrschichtiger Aufbau, keine komplexen Verbindungen, keine Folien. Zweitens erfüllen massive Holzbauelemente den ökologischen Anspruch, die Forderung nach Green Buildings. Und drittens sind sie aufgrund der kurzen Bauzeit auch für Investoren interessanter. Noch nie hat es einen Baustoff gegeben, der diese drei Kriterien so idealtypisch verbindet wie massive Elemente aus Binder Brettsperrholz, im System mit RIGIPS Trockenbauprodukten.“
 
Weder Schall noch Rauch
Ein weiterer Vorteil der Brettsperrholz-Elemente BBS liegt in der hohen Brandsicherheit.
„In Kombination mit den bewährten RIGIPS Feuerschutzplatten kann die Feuerbeständigkeit von 60 Minuten auf 90 Minuten erhöht werden“, erklärt DI (FH) Jens Koch, Bereichsleiter Holzbau bei RIGIPS Austria. „Alle Systemlösungen entsprechen den mit Anfang Mai eingeführten neuen Brandnormen.“ Und auch in puncto Schallschutz kann durch den mehrschaligen Aufbau eine Halbierung der Lautstärke erreicht werden.
 
Die Zukunft des Wohnbaus
Mit derartigen Produktneuheiten und Innovationen schaffen Industrie-Kooperationen wie die zwischen RIGIPS und BINDERHOLZ die Basis, um den Forderungen der Öffentlichkeit und der Politik nachzukommen.
„Wir sehen besonders in Fragen des leistbaren Wohnens, des Projektmanagements und der Wohnbauförderung ein Verbesserungspotential“, erklärt Leditzing. So fordert er unter anderem eine Projektplanung auf internationalem Niveau. „Im Gegensatz zum angloamerikanischen Raum wird bei uns zwar großer Wert auf Design und Statik gelegt, die entscheidende Planung inklusive Einteilung der Ressourcen der Gewerke wird jedoch vernachlässigt“, kritisiert Leditzing und zitiert damit den Wiener Landesinnungsmeister der Baumeister, Walter Ruck. Nur wenn die Gesamtplanung vor Baubeginn abgeschlossen ist, halten auch die Kosten.
Neben leistbarem Wohnen und besserem Projektmanagement richtet Leditznig noch eine dringende Forderung an die Politik: Die Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderung ausschließlich für Bau- und Sanierungsmaßnahmen.