An den Anfang der Seite scrollen
2020-11-24T03:45:02.8514453+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Silentboard – die neue Gipsplatte mit außer-gewöhnlichem Schallschutz


Silentboard – die neue Gipsplatte mit außer-gewöhnlichem Schallschutz
Ruhe ist ein kostbares Gut!

Was den einen stört, schränkt den anderen ein! Wer konzentriert arbeitet oder sich in Ruhe entspannen will, kann permanente Störgeräusche kaum tolerieren. Wer sich hingegen frei bei Musik entfalten will, bringt wenig Verständnis für Rücksichtnahme auf. Rundum komfortablen Schallschutz zu erreichen, gilt als verantwortungsbewusste Aufgabe in Planung und Ausführung. Knauf bringt nun eine neue Gipsplatte auf den Markt, die beste Basiswerte für den Schallschutz erzielt, auch im tieffrequenten Bereich.

Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Geräusche. Umso mehr wird guter Schallschutz von Nutzern eines Ge-bäudes als wichtiges Qualitätsmerkmal bewertet und in letzter Konsequenz auch vor Gericht eingefordert. Die richterlichen Hinweise zum Schallschutz sind dabei eindeutig: Die DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ stelle selbst unter Berücksichtigung der jeweiligen Beiblätter aus der VDI Richtlinie 4100 nicht das Maß der Dinge dar. Vielmehr müssten Architekten und Ausführende eine wirtschaftlich akzeptable Bauweise wählen, die den besseren Schallschutz erbringt, so die Auffassung der Rechtsprechung.

Knauf schafft nun durch innovative Weiterentwicklung der KnaufPlatten eine neue und zugleich wirtschaftliche Grundlage für höchste Leistungsfähigkeit im Schallschutz. Knauf Silentboard erreicht durch einen modifizierten Gipskern außergewöhnliche Schallschutzeigenschaften. Zum Beispiel erzielt eine mit Knauf Silentboard einfach beplankte Konstruktion einen Rw,R -Wert von 57 dB bei 10 cm Wanddicke, doppelt beplankt beachtliche 65 dB und als Doppelständerwerk mit einer kombinierten Beplankung aus Diamant und Silentboard sogar 71 dB. Ausgestattet mit besten Rechenwerten des bewerteten SchalldämmMaßes ist mit Silent-board-Systemkonstruktionen planungssicherer Schallschutz im Neubau wie im Bestand kein Problem. Selbst spezielle Anforderungen wie sie im Studiobau, bei medizinischen oder industriellen Anwendungen geboten sind, können mit der Schallschutzplatte in Kombination mit der Raum-in-Raum-bauweise Cubo individuell realisiert werden.

Neues Leistungsfeld: tieffrequenter Bereich
Eine besondere Leistungsfähigkeit der Platte liegt auch im Frequenzbereich unter 100 Hz. Bereits ab 33 Hz – also gleich zu Beginn des menschlichen Hörbereichs, setzt die Schalldämmung ein. Üblicherweise wird im Rahmen der Bauakustik nur der Frequenzbereich von 100 Hz bis 3 kHz betrachtet, mit bekannten  Nachteilen: tiefe Frequenzen z.B. Bässe bei Musikhören oder Geräusche von Wärmepumpen werden nicht ausreichend abgeschirmt. Die hohe Biegeweichheit sowie die gesteigerte flächenbezogene Masse der 12,5 mm dicken Silentboard sind ausschlaggebend für die erhöhte Leistungsfähigkeit im tieffrequenten Bereich.

Universell einsetzbar
Knauf Silentboard ist universell einsetzbar für Trennwände, Unterdecken, Vorsatzschalen oder Wohnungstrennwände. Die als Feuerschutzplatte nach DIN 18180 eingestufte Silentboard ist außerdem gut formbar und setzt somit der Gestaltung keine Grenzen. Sie lässt sich wie herkömmliche Gipsplatten verarbeiten.

Besonders interessant erweist sich der Einsatz der neuen Schallschutzplatte im Bestand. Ob für die Ertüchtigung bestehender Wandkonstruktionen in Trocken- oder Massivbau, zur Optimierung von Wohnungstrennwänden oder zur Aufrüstung von Holzbalkendecken und  Wohnungstrenndecken. Zum Beispiel kann eine einfache Standardkonstruktion wie die Knauf W111 mit einem nachgewiesenen Rechenwert des bewerteten Schalldämm-Maßes von Rw,R  43 dB durch eine beidseitig aufgebrachte Lage der 12,5 mm dicken Silentboard auf 56 dB verbessert werden. Bei der Ausgangskonstruktion W112 werden durch Nachrüsten mit Knauf Silentboard sogar 66 dB erzielt. Eine bestehende Holzständerwand kann durch eine Vorsatzschale mit zweilagig montierter Silentboard ein Schalldämm-Maß Rw, R von 69 dB erreichen.

Bedenkt man, dass eine Differenz von 10 dB vom mensch-lichen Gehör als Verdoppelung (oder Halbierung) des hörbaren Geräusches wahrgenommen wird, spricht die mögliche Verbesserung für sich. Wie vor jeder sorgfältig geplanten Sanierung sollte auch bei einer schalltechnischen Verbesserungsmaßnahme eine Analyse der Bestandssituation vorliegen. Zudem gilt es auch die Schallnebenwege zu beachten.

Weitere Informationen