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2020-11-30T14:00:48.9887579+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

KNAUF: Blumenhalle in St. Veit


Ein Kubus für Kultur und Events
KNAUF: Blumenhalle in St. Veit

Dass eine neue Multifunktionshalle in der Blumenstadt Kärntens Blumenhalle getauft wird, liegt auf der Hand. Dass dieser Kubus für Kultur und Events aufgrund der innovativen Farb- und Materialwahl darüber hinaus urbanen Charme versprüht, erfreut das Auge des Betrachters zusätzlich. Das in Österreich und in Italien tätige Architekturbüro frediani+gasserarchitettura zeigt sich für die Planung verantwortlich, Bernd Quiring für eine optimale Akustik. Der Trockenbau spielte wie immer bei innovativen Bauwerken eine akustische Hauptrolle.

Über den streng geometrischen Vorplatz werden die Besucher zum Veranstaltungskubus geleitet. Die vorgehängte farblich in Bordeauxrot gehaltene Fassade mit blauen Dissonanzen verleiht dem Gebäude seine urbane Identität. Die Beleuchtung in der Nacht trägt diesem Ambiente verstärkt Rechnung.

Verweilen in Großzügigkeit
Die Blumenhalle selbst besteht im Grunde aus zwei räumlichen Einheiten: dem Foyer und dem Veranstaltungssaal. Das Foyer lädt durch seine Großzügigkeit zum Verweilen ein, auffallend sind zwei geschwungene Theken, die aus oxidiertem Blech, das mit einem Lack versiegelt wurde, die Atmosphäre der Eingangshalle prägen. Dieses Material findet sich wie die Gipsplatten im gesamten Gebäude wieder. Aber auch die 13 kreisrunden Lichtkuppeln, die in einer Knauf Cleaneo Akustiklochdecke mit Streulochung integriert wurden, tragen zur angenehmen Atmosphäre des Foyers bei.

Dieses funktionale Ambiente setzt sich auch im Veranstaltungssaal selbst fort. Der warme Nussholzboden steht im Kontrast zu den kühlen Betonwänden sowie zur weißen Holzvertäfelung und Bestuhlung. Apropos Bestuhlung: der Saal bietet für 600 Personen sitzend Platz, stehend können bis zu 1000 Personen in der Blumenhalle untergebracht werden. Optisch erfrischend und auffällig sind auch die akustischen Maßnahmen die gesetzt wurden, um eine multifunktionelle Nutzung des Saales zu ermöglichen. Dabei konnte ein Verzicht auf übliche schallschluckende fragmentierte Wandelemente erreicht werden. Das Architekturbüro arbeitete mit einem der bedeutendsten und profiliertesten Akustiker Österreichs, Karl Bernd Quiring, zusammen. Quiring zeichnet sich beispielsweise für die Akustik des gläsernen Saals des Musikvereins in Wien verantwortlich. Wie ging man bei der multifunktionalen Blumenhalle vor? Nach oben schräge Wände und Wandelemente, die durch ein gemeinsam mit einem Grafiker entwickelten Bild verdeckt werden, tragen zur guten Akustik des Saales bei. Zudem wurden an der Decke acht akustische Bahnen aus 12,5 mm Gipsplatten abgehängt, wobei jede Bahn eine andere Neigung aufweist. Diese Längsbahnen aus weißem, gefaltetem Gipskarton wurden zwei Meter von der 10 m hohen Decke abgehängt und mittels Hebebühne vom verantwortlichen Trockenbauunternehmen Anton Oberhofer GmbH aus Klagenfurt montiert. Der Raum zwischen den Trockenbaubahnen wurde für Installationen genützt und komplett schwarz beschichtet, um die Decke besser in Szene zu setzen und die Installationen verschwinden lassen zu können.

Nur zwei Wochen
Insgesamt hatte Anton Oberhofer zwei Wochen Zeit für diese spezielle und herausfordernde Deckenkonstruktion, acht Trockenbauer wurden dafür eingesetzt. Im ersten Stock der Veranstaltungshalle sind noch Künstlergarderoben, ein Seminarraum mit Akustikwand aus Knauf Cleaneo Akustik und WCs untergebracht.

Nach kurzer intensiver Bauzeit hat St. Veit an der Glan eine moderne multifunktionale Veranstaltungshalle erhalten. Kulturveranstaltungen und Events aller Art haben in der Blumenstadt ab sofort eine neue Adresse. Die Blumenhalle ist ein weiterer Baustein zur Realisierung des „Club Mittelkärnten“ – eine zukunftsweisende Vision des Bürgermeisters Gerhard Mock, in dessen Mittelpunkt die Idee steht eine Region zum Club - ähnlichem einem Urlaubsclub – zu machen.