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2020-10-26T00:53:20.5986641+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Ohne PIM kein BIM - Der Nutzen von PIM für die Baubranche


Ohne PIM kein BIM - Der Nutzen von PIM für die Baubranche

„Ohne verfügbare BIM-Modelle werden Ihre Produkte in Bauvorhaben zukünftig nicht mehr berücksichtigt!“
„Ohne BIM Modell werden die Verkaufs- und Absatzzahlen Ihrer Produkte deutlich sinken!“ 
„Öffentliche Ausschreibungen verlangen verbindlich die Lieferung von BIM Modellen!“

Solche oder ähnlich fatalistisch anmutende Aussagen kursieren seit Jahren am Markt und führen dazu, dass nahezu alle Unternehmen der Baubranche die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam verfolgen, um Trends zu erkennen und sich rechtzeitig positionieren zu können.

Dabei spielt die technische Faszination und das wahrgenommene Potential eines vollständigen digitalen Zwillings, der die Anforderungen aller Phasen eines Bauvorhabens von der Planung, über den Service bis zum Rückbau abdeckt, ebenfalls eine entscheidende Rolle dafür, dass das Thema BIM aktuell eines der am meisten diskutierten Themen der Baubranche ist.

Und dennoch ist der Anteil tatsächlich verfügbarer BIM Objekte zur Planung von ganzheitlichen BIM Modellen abgesehen von einigen, wenn auch stetig zunehmenden Innovationstreibern der Branche noch immer gering.


Fehlende verbindliche Vorgaben lassen Unternehmen zögern
Neben der vielfach von Herstellern von BIM-relevanten Produkten angeführten fehlenden ROI Rechnung für die Erstellungs- und Veröffentlichungskosten von BIM Objekten, die den Einstieg in die BIM-Welt zu einer rein strategischen Entscheidung werden lässt, sind es auch fehlende verbindliche Vorgaben, die bei Unternehmen zu Unsicherheiten hinsichtlich des richtigen Weges führen und sie zögern lassen, mit der Umsetzung zu starten. Dies gilt in besonderem Maße für die Produktdaten, mit denen ein Produkt im BIM Modell beschrieben werden soll.

Die Bedeutung von Produktdaten für das BIM Modell
Bekanntermaßen vereinen BIM Modelle eine geometrische Repräsentation des Produktes aus einem sogenannten Geometriemodell und eine Liste an beschreibenden Produktdaten, dem Informationsmodell. Dabei gibt es deutliche Unterschiede hinsichtlich der Bedeutung und des Umfangs der einzelnen Modelle für die Beschreibung eines Produktes. Im Rahmen der BIM Modellerstellung wird diesem Umstand mit der Einführung des sogenannten LoD (Level of Detail) Rechnung getragen, der sich wiederum aus den beiden Komponenten LoG (Level of Geometry) und LoI (Level of Information) zusammensetzt. Maßgeblichen Einfluss auf den jeweils benötigten Detaillierungsgrad hat dann vor allen Dingen die Art der abzubildenden Produkte.

Im Extremfall, wie beispielsweise im Bereich der Bauchemie, spielt die Geometrie eine völlig untergeordnete Rolle und die Produkte werden BIM-seitig ausschließlich durch ihre Produktdaten definiert. Ein entsprechendes Bild zeigt sich bei Betrachtung der beiden BIM-Modellbestandteile entlang des Lebenszyklus eines Bauvorhabens: Das BIM Geometriemodell besitzt während der frühen Phasen – insbesondere der Planungsphase – eine relativ hohe Bedeutung, verliert diese aber in späteren Phasen an die verfügbaren Produktdaten.

Die Bedeutung der Normung für BIM Produktdaten
Um der Bedeutung der hohen bzw. steigenden Relevanz von Produktdaten und -eigenschaften gerecht werden zu können, ist es zwingend notwendig, ein einheitliches Verständnis für den Datenaustausch zu schaffen, der entlang der beteiligten Softwarepakete bei der Planung und Auslegung stattfindet. Ohne gemeinsame Verständigung auf ein "Wörterbuch“ kann eine modell- und gewerkübergreifende Planung sowie die Integration von Drittsystemen zur weiteren Überwachung und Analyse der geplanten Anlagen nicht gelingen.

Im Gegensatz zu den Geometriemodellen, bei denen sich verschiedene Standards bzw. Industriestandardformate wie IFC, Revit, Archicad, etc. bereits international durchgesetzt haben, ist auf dieser Ebene die BIM-bezogenen Produktdatennormung erst in letzter Zeit zunehmend vorangetrieben worden.

Beispielhaft sind an dieser Stelle die in Deutschland erarbeitete VDI Richtlinie VDI 3805 zu unterschiedlichen Produktkategorien im Bereich TGA und der darauf basierenden BIM Richtlinie VDI 2552, die in die internationale Normen ISO 16757 und prEN ISO 23387 eingebracht werden und die kurz vor der Veröffentlichung stehende CEN / TS 17623 für die Leuchtenbranche zu nennen.

Das übergeordnete Ziel dieser Bemühungen ist, das zentrale Dictionary der buildingSMART Initiative (ISO23387 to bsDD) um weitere Produkt-Templates zu ergänzen und so die internationale Standardisierung von BIM-Modellen und deren Inhalte voranzutreiben.

PIM-basierte BIM-Prozesse mit xmedia
Angesichts der hohen Bedeutung der Produktdaten für den erfolgreichen Aufbau eines digitalen Zwillings in der Baubranche, ist die verlässliche Verwaltung und Bereitstellung von Produktdaten ein wesentlicher Erfolgs- und Effizienzfaktor. Für die Erfüllung dieser Aufgaben ist ein PIM-System in besonderem Maße geeignet. Mit einem PIM-System schaffen Sie eine "Single Source of Truth" für Ihre Produktdaten, die über geeignete Exportschnittstellen im Zusammenspiel mit parametrisierten BIM-Geometriemodellen eine automatisierte Generierung von BIM-Objekten ermöglicht.

Wir als myview systems bieten Ihnen mit unserer Produktfamilie xmedia ein PIM-System, das Ihnen neben einer flexiblen Datenmodellierung ermöglicht, Ihr PIM-Datenmodell auf branchen- und zielsystemorientierte Merkmalsschemata abzubilden und damit schnell und effizient standardkonforme Exporte wie beispielweise die Bereitstellung von BIM Produktdaten gemäß VDI 3805 zu realisieren.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gerne können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

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Auf Wunsch vereinbaren wir auch gerne eine Produktpräsentation.

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