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2019-11-21T13:09:27.0796250+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Bau mitverantwortlich für stärker als gedachtes BIP-Wachstum


Bau mitverantwortlich für stärker als gedachtes BIP-Wachstum
Österreichs Wirtschaft ist heuer im ersten Vierteljahr kräftiger gewachsen als zunächst gedacht. Gegenüber dem Vorquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt real um 0,7 Prozent und im Jahresabstand um 2,3 Prozent. Das gab das Wirtschafts-
forschungsinstitut (Wifo) am Mittwoch bekannt. Vor einem Monat ging das Institut noch von 0,6 bzw. 2,0 Prozent BIP-Anstieg aus.

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Gestärkt wurde das Wachstum, mit dem sich die konjunkturelle Dynamik weiter beschleunigt hat, im ersten Quartal durch Industrie, Bauwirtschaft und Exporte. Neben der weiter starken Konsumnachfrage lieferte auch die Außenwirtschaft positive Impulse, erklärte das Wifo. Als Hauptstütze des Wachstums habe sich erneut die Konsumnachfrage erwiesen.

Im vierten Quartal 2016 hatte das BIP im Quartalsabstand lediglich um 0,6 Prozent und im Jahresabstand um 1,6 Prozent zugelegt.

Die saison- und arbeitstagsbereinigte BIP-Veränderungsrate (laut Eurostat-Vorgabe) stieg im Zeitraum Jänner bis März gegenüber Oktober bis Dezember - wie schon in den Quartalen davor - um 0,6 Prozent. Damit lag das Wachstum in Österreich leicht über jenem im Euroraum sowie in der EU-28 (0,5 Prozent).

Die verstärkte konjunkturelle Dynamik im Auftaktquartal ging laut Wifo von der exportgetragenen Sachgütererzeugung aus. Diese expandierte mit 2,2 Prozent dynamisch und bestimmte damit rund die Hälfte des aktuellen BIP-Wachstums.

Starke Impulse lieferte die Bauwirtschaft, deren Wertschöpfung mit 0,7 Prozent deutlich stärker expandierte als zuletzt. Neben der starken Bau- und Industriekonjunktur unterstützen auch Marktdienstleistungen das Wirtschaftswachstum. Die Wertschöpfung stieg im Handel um 0,7 und in Beherbergung/Gastronomie um 0,5 Prozent.

Die Bruttoanlageinvestitionen (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen) wuchsen bis März um ein Prozent, wobei hier dem Institut zufolge die Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen leicht nachließ. Vor allem bei den Maschineninvestitionen wurde eine leichte Abschwächung beobachtet. Die Nachfrage nach Fahrzeugen verlief weiter gut. Sehr starke Impulse steuerten die Bauinvestitionen bei. Mit 1,1 Prozent Expansion gab es das stärkste Plus seit dem dritten Quartal 2013. (APA)

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