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2020-11-28T08:05:37.0112109+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Das Flachdach im Wandel vom Schutzdach zum Nutz- und Lebensraum.


Das Flachdach im Wandel vom Schutzdach zum Nutz- und Lebensraum.
Der Wandel des Flachdaches von der reinen Gebäudehülle hin zum Arbeitsplatz und Lebensraum stellt Architekten, Fachplaner, Sicherheitskoordinatoren und andere Gewerke zunehmend vor besondere Herausforderungen. Flachdach-
flächen werden für vielfältige technische Einrichtungen genutzt, die im Vorfeld optimal koordiniert und langfristig sinnvoll geplant werden müssen. Die zunehmende Begrünung und Schaffung von Lebensräumen auf dem Flachdach erfordern neue praxisgerechte Lösungen für die Sicherheit der Nutzer und Nachhaltigkeit des Gebäudes.


Dabei sind folgende Schwerpunkte zu berücksichtigen, um die Anforderungen aus Fachregeln, Gesetzen, Normen und Regelwerken sowie architektonischen Besonderheiten langfristig optimal zu erfüllen:

Funktionalität
... in der Praxis praktikable, technisch und optisch einwandfreie Lösungen

Wirtschaftlichkeit
... Energieeinsparung, Folgekostenbetrachtung und langfristige Kostenminimierung

Nachhaltigkeit
... bezogen auf einen Lebenszyklus von etwa 20 Jahren und die zunehmende Flächennutzung (z. B. für Solaranlagen, Blitzschutz, Klimatechnik, Begrünung)

BILDERGALERIE

Keine Kompromisse in puncto Sicherheit!
Zahlreiche gesetzliche Vorschriften und Regelwerke enthalten klare Vorgaben
zum Einsatz sicherheitstechnischer Einrichtungen am „Arbeitsplatz Flachdach“. Vorkehrungen zur Absturzsicherung sind nicht nur beim Einbau, sondern auch bei nachfolgenden Pflege- und Wartungsarbeiten an technischen Einrichtungen oder Begrünung auf Flachdächern eine gesetzlich geregelte Pflicht. Die neue ÖNORM B3417 beschreibt umfassend die Sicherheitsausstattung von Dächern, um Arbeitsunfälle bei Nutzung, Wartung und Instandhaltung von Dachflächen zu vermeiden. Permanente, kollektive Schutzmaßnahmen haben stets Vorrang, so sagt es der Gesetzgeber im Arbeitsschutzgesetz und in diversen Vorschriften und Verordnungen. Jede Abweichung von diesen Forderungen muss entsprechend begründet und dokumentiert werden.
 
Auswahl sicherheitstechnischer Einrichtungen
Eine Veröffentlichung des unabhängigen Gremiums „D-A-CH-S Absturzsicherung“ (eine internationale Expertengruppe mit Vertretern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol) konkretisiert die vielfältigen Angaben in Gesetzen und Vorschriften zum Thema Absturzsicherheit auf Flachdächern. Die übersichtliche Matrix unterstützt die Auswahl geeigneter Absturzsicherungsmaßnahmen in Abhängigkeit von Begehungsfrequenz, Berufsgattung und Qualifikation der auf dem Flachdach arbeitenden Personen. Die Nutzungskategorien sind untergliedert in 4 Begehungsfrequenzen:
A – sehr gering (Intervall über 5 Jahre)
B – gering (Intervall 2 – 5 Jahre)
C – mittel (Intervall weniger als 2 Jahre)
D – hoch (mehrmals jährlich)
Selbst bei der Berufsgattung von ausgebildeten Fachkräften am Dach (z. B. Dachdecker, Spengler, Zimmerleute, Stahlbauer) ist eine kollektive Schutzeinrichtung vorzusehen, d. h. Geländer oder Brüstung, sobald die Nutzungsfrequenz mehrmals jährlich überschreitet.

Verantwortung und Haftung
Die Zuständigkeit und Verantwortung für Sicherheitseinrichtungen kommt nicht nur den planenden und ausführenden Firmen zu. Vor allem Bauherren und Betreiber stehen in puncto Sicherheit eindeutig in der Haftung. Im Schadensfall werden Versäumnisse entlang jeder Instanz in der Verantwortlichkeitskette überprüft, d. h. Auftragnehmer, Eigentümer, Bauherr, Planer, Sicherheitskoordinator, Betreiber.

Vergleich Anschaffungs- und Folgekosten
Gesetzliche Forderungen werden oft nicht ausreichend oder praxisgerecht für die Anwender umgesetzt. Meist findet nur eine sehr einseitige und kurzfristige Betrachtung der Anschaffungskosten statt.  Die hohen Folgekosten einer individuellen Absturzsicherung wie z. B. PSAgA sind allerdings nicht zu vernachlässigen. Faktoren wie Unterweisungen mit Rettungsübungen, Alleinarbeitsverbot (Personalmehraufwand), Prüfgebühren und zyklische Neuanschaffung der PSA-Ausstattung lassen die Vergleichsrechnung schnell kippen. Die mit Abstand komfortabelste und auf Dauer günstigste Lösung ist die Installation eines Sicherheitsgeländers. Die Investition in diese kollektive permanente Schutzmaßnahme amortisiert sich meist schon durch die Einsparungen aufgrund des Wegfalls von temporären Sicherungsmaßnahmen auf der Baustelle Flachdach, spätestens aber im ersten Betriebs- bzw. Wartungszyklus.
 
Systemlösungen ohne Eingriff in Fremdgewerke
Ob Neubau oder Sanierung, durch selbsttragende Konstruktionen lassen sich  jegliche Durchdringung und daraus folgende Schadstellen an der sensiblen Dachhaut vermeiden. Auflast gehaltenen Systeme für die Sicherung von Gefahrenquellen oder Führung von Rettungswegen übers Flachdach sind so konzipiert, dass keine direkte Verbindung mit dem Untergrund notwendig ist. Daher sind sämtliche Haftungsrisiken und Gewährleistungs
ansprüche etwa aufgrund von Leckagen der Dachabdichtung von vornherein ausgeschlossen. Aufwendige und teure Abdichtungsarbeiten entfallen bei der Montage von modularen Systemen nach dem „Baukasten-Prinzip“ gänzlich. Grundsätzlich sind Nachweise erforderlich, dass diese Einrichtungen für den Einsatzzweck geprüft und geeignet sind.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
Die unterschiedlichsten baulichen Gegebenheiten erfordern oft individuell angepasste Lösungen, die im Ernstfall sicher funktionieren. Anforderungen aus Brandschutz, Arbeitsschutz und Technik lassen sich durchaus mit gestalterischen Wünschen in Farbe und Form kombinieren. Ideale Systemlösungen bietet hier der Hersteller dani alu mit seinen vielseitigen Geländersystemen der Marke Barrial®. Das Unternehmen gilt als Spezialist für die Sicherung von Flachdächern und stellt Fachplanern seine wertvollen Erfahrungen von der Gefahrenanalyse am Objekt, über Aufmaß, Lösungsauswahl und technische Planung bis zur Montage und Endabnahme zur Verfügung. Für die Umwehrung und Sicherung von Flucht- und Wartungswegen stehen modulare Fertigteil-Systeme der Serie Barrial® Korridor zur Verfügung, die auch unterschiedliche Wegbreiten, Türöffnungen oder Geländeranschlüsse mit berücksichtigen. Die Systeme sind praktisch für jeden Dachaufbau geeignet – ob ohne Belag, mit Kies oder extensiver Begrünung.

www.danialu.com

Matrix D-A-CH-S

Katalog Barrial Sicherheitsgeländersysteme