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2019-05-25T15:15:32.7597422+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Rohrleitungssysteme von Viega durchziehen „Schneewechte“ in Tirol


Rohrleitungssysteme von Viega durchziehen „Schneewechte“ in Tirol
Der „Top Mountain Crosspoint“ macht seinem Namen alle Ehre. An und in dem neuen Bauwerk in den Tiroler Alpen kreuzen sich auf rund 2.200 Meter Höhe die Wege von Bikern und Autofahrern, Ski-Fans und Wanderern. Um die Tausende von Besuchern zu jeder Jahreszeit sicher mit Trinkwasser und Wärme zu versorgen, wurden sämtliche Rohrleitungen konsequent mit der Viega Systemtechnik installiert. „Denn“, so Ing. Siegfried Hummel, Kopf des ausführenden SHK-Unternehmens Hummel GmbH, „Sicherheit hat hier oben noch eine ganz andere Bedeutung als drunten im Tal, auch in der Versorgung mit Trinkwasser und Wärme.“

Am Fuße des Timmelsjochs verläuft eine faszinierende Passstraße, die Nord- und Südtirol miteinander verbindet – allerdings nicht immer. Im Winter ist die Passquerung auf der Hochalpenstraße wegen Tiefschnee und Lawinengefahr oft gesperrt. Eine Fahrt zur Passstation vom österreichischen Hochgurgl aus lohnt sich aber trotzdem. Denn hier steht jetzt ein außergewöhnliches Bauwerk: ein stilvolles Restaurant, die Talstation der Kabinenseilbahn als Zubringer zu atemberaubenden Ski-Pisten, ein außergewöhnliches Motorradmuseum sowie die Mautstation für die Passnutzung – hier wurde alles unter einem Dach zusammengeführt. Und wenn es schneit, fügt sich das Gebäude wie eine Schneewechte harmonisch in die Landschaft ...
In dieser „architektonischen Schneewechte“ sichern etwa 2.600 Meter Rohrleitungen mit Pressverbindern von Viega die Versorgung mit Trinkwasser und Wärme. „Die Sicherheit beim Bauen von Spezialobjekten wie diesem beginnt schon mit der Verfügbarkeit von Verbindern. Denn die sind oft in Bauformen erforderlich, die vom typischen Standard abweichen“, kennt sich Florian Reich, technischer Leiter des SHK-Betriebs Hummel GmbH aus Längenfeld, mit dem Bauen an besonderen Orten aus.

  

„Basislager“ in weiter Ferne

Der erste Spatenstich für den Bau des „Top Mountain Crosspoints“ erfolgte unmittelbar, als der letzte Schnee getaut war und es die Witterung im Frühjahr 2015 zuließ. Denn nicht zuletzt durch die Einschränkungen während der langen Winterperiode war der Bauzeitenplan des gut 6.000 m² großen Objekts sehr ambitioniert: Schon zum Sommer sollte die Mautstation als erster Gebäudeteil seine Funktion aufnehmen. Mit dem Start der Wintersaison waren die Inbetriebnahme der Seilbahnstation und der Restauration geplant. Und im Frühjahr 2016, pünktlich, um die ersten der etwa 80.000 Biker jährlich gebührend zu empfangen, sollte ein eindrucksvolles Motorradmuseum eröffnen. Der Plan ging auf. Die Gesamtbauzeit betrug nur rund acht Monate!
Zu den Herausforderungen des ausführenden SHK-Fachhandwerkunternehmens Hummel gehörte die sichere Verfügbarkeit aller Installationskomponenten. „Die verschiedenen Nutzungszonen des Gebäudes und die außergewöhnliche architektonische Form erforderten eine Vielfalt von unterschiedlichen Geometrien der Pressverbinder. Die hat uns Viega wie gewohnt immer punktgenau zur Verfügung gestellt“, berichtet Reich einen wichtigen Aspekt des zügigen Baufortschritts. „Schließlich ist unser ‚Basislager‘ weit entfernt und die Baustelle nicht eben ums Eck.“

Rohrwerkstoffe bedarfsgerecht kombiniert

Verbaut wurden für die Wärmeverteilung verschiedene Pressverbindungssysteme: „Prestabo“ aus sendzimir-verzinktem Stahl in der Technikzentrale, die Strang- und Steigleitungen sind in Kupfer mit „Profipress“ installiert und die Anbindeleitungen zu den Heizkörpern aus dem flexiblen Kunststoffrohrleitungssystem „Sanfix Fosta“. Die Trinkwasser-Installation stand gerade durch die gemischte Nutzung des Objekts unter den besonderen Vorzeichen der Trinkwasserhygiene. „Von den stark frequentierten Sanitäranlagen bis zu selten genutzten Zapfstellen in den Museums-, Maut- und Seilbahn-Sektionen des Gebäudes galt es alles so abzusichern, dass im hygienisch sensiblen Bereich der Küche stets einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht“, hebt Florian Reich einen weiteren Sicherheitsaspekt in diesem Spezialobjekt hervor. Denn das Restaurant bietet mit 280 Plätzen innen und 380 Plätzen auf der Sonnenterrasse täglich hunderten von Gästen kulinarische Köstlichkeiten an – und das muss ebenso hygienisch sicher wie zuverlässig möglich sein. Umgesetzt wurde die Absicherung der Trinkwassergüte durch die bedarfsgerechte Dimensionierung der Rohrleitungen und durchgeschliffene Installationen. Oft genutzte Verbraucher wurden dabei so platziert, dass im gesamten Netz ein regelmäßiger Wasseraustausch gewährleistet ist. Die günstigen Widerstandsbeiwerte der Verbinder begünstigten gleichzeitig die bedarfsgerechte Auslegung der Rohrnennweiten. „Möglichst geringes Rohrleitungsvolumen bei gleichzeitig sicherer Versorgung mit den benötigten Zapfmengen“, bringt Reich dieses Planungskonzept auf den Punkt.
In der Umsetzung installierten die SHK-Profis von Hummel dann die Hauptleitung in Edelstahl mit dem Pressverbindungssystem „Sanpress Inox“ in DN 64. Die Steigleitungen sind wiederum in Kupfer („Profipress“) ausgeführt, die Anbindung der Zapfstellen mit bedarfsgerecht dimensioniertem, wirtschaftlich von der Rolle zu verlegendem Kunststoffrohr („Sanfix Fosta“).

  

Fazit: Qualität nimmt jede Kurve genommen
Sind die unterschiedlich geneigten Dachflächen der geschwungenen Silhouette des „Top Mountain Crosspoint“ weiß bedeckt, fügt sich der Bau ganz natürlich in die alpine Landschaft. Im Sommer hingegen erinnert das in einer Kurve verlaufende Gebäude an die serpentinenreiche Passstraße, die insbesondere bei Motorradfahrern eine beliebte Route ist. Und durch die 2.600 m² große Ausstellung historischer Motorräder jetzt wohl noch beliebter wird.  Dass dieses etwa 23 Mio. teure Projekt an diesem hochgelegenen Ort in den angepeilten acht Monaten Bauzeit auch tatsächlich fertiggestellt werden konnte, setzte eine logistische Meisterleistung aller Gewerke voraus. Für die Heizungs- und Sanitärinstallation bedeutete es vor allem die garantiert zuverlässige Verfügbarkeit aller Komponenten, insbesondere von speziellen Pressverbindern als „Problemlöser“ auf der Baustelle.
Doch mindestens genauso wichtig wie ein schneller Baufortschritt ist die Qualität der Arbeit. Denn sie sichert den Betrieb: „Ein Ausfall der Heizungs- oder Trinkwasserversorgung wäre gerade im Winter ein Unding. Auch deshalb haben wir die Pressverbindungssysteme von Viega eingesetzt. Aus Erfahrung wissen wir, dass damit auch wirklich jede Verbindung dicht ist“, resümiert Florian Reich und spielt damit auf die SC-Contur der Viega Pressverbinder an.
Dieses Qualitätsmerkmal zeichnet alle Pressverbindungssysteme von Viega aus. Die SC-Contur gewährleistet, dass ein versehentlich unverpresster Verbinder spätestens bei der Dichtheitsprüfung auffällt – zum einen durch den Druckabfall am Manometer, zum anderen am klar erkennbaren Austritt des Mediums an der unverpressten Stelle. „Zusätzliche Sicherheit gibt, dass die Verbinder ihre Zwangsundichtheit über den gesamten Prüfdruckbereich behalten“, weiß Reich die Viega Qualität zu schätzen. Das bedeutet: Ob bei nasser Dichtheitsprüfung mit Wasser in dem zulässigen Bereich von 1,0 bis 6,5 bar oder bei trockener Dichtheitsprüfung von 22,0 mbar bis 3,0 bar stellt die SC-Contur die klar erkennbare Zwangsundichtheit sicher. Das ermöglicht zudem eine zeitsparende zentrale Dichtheitsprüfung in so weitverzweigten Netzen wie in dem „Top Mountain Crosspoint“.

Mit Qualität, so die Überzeugung der SHK-Fachhandwerker von Hummel, lässt sich in einem Gebäude wirklich „jede Kurve nehmen“.

  

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