An den Anfang der Seite scrollen
2020-11-27T05:51:29.2553516+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Grüne Wärme


Grüne Wärme

Kein Tag vergeht, ohne dass der Klimawandel und seine Folgen thematisiert werden. Weltweit sind sich Experten einig: Die CO2-Emissionen müssen drastisch sinken. Im städtischen Bereich gelingt das am besten durch den Einsatz umweltfreundlicher Fernwärme.

Im Kampf gegen die stetige Erwärmung unserer Atmosphäre spielen regionale Klimaschutzinitiativen eine immer bedeutendere Rolle. Gerade Fernwärme leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstoßes, da sie bedeutend weniger schädliche Emissionen als Kohle, Öl oder Gas verursacht. Insgesamt werden durch Fernwärme in der Bundeshauptstadt bereits jetzt jährlich CO2-Emissionen von rund 1,9 Millionen Tonnen vermieden. Speziell in Wien sind dafür die besonders effiziente Nutzung von Primärenergie (Gas und Öl) und die Nutzung bereits vorhandener Ressourcen aus der Stromerzeugung, Müllverbrennung und der Industrie verantwortlich.

Nutzung bereits vorhandener Energie
Rund 63 Prozent der gesamten Fernwärme-Produktion werden in Wien durch den Einsatz der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung, also der gleichzeitigen Produktion von Strom und Fernwärme, abgedeckt. Rund 32 Prozent der benötigten Wärme werden in Wien durch die Verbrennung von Abfall in den Müllverbrennungsanlagen erzeugt. Insgesamt stammen also über 95 Prozent der Wärme aus Abwärme und nur etwas mehr als vier Prozent werden in Spitzenheizwerken durch den Einsatz von Primärenergie erzeugt. Gerade an diesem Beispiel lässt sich sehr gut veranschaulichen, dass durch die überwiegende Nutzung von Abwärme sehr viel weniger Primärenergieressourcen eingesetzt werden müssen, als dies bei anderen Heizformen der Fall ist.

Ehrgeiziges Ausbauprogramm
Nicht umsonst ist deshalb der Ausbau von Fernwärme auch ein wichtiges Programm sowohl in der Urbanen Luft Initiative als auch im Klimaschutzprogramm der Stadt Wien. Die konkreten Ziele: Der Anteil am Wiener Raumwärmemarkt soll deutlich ausgebaut werden – innerhalb der nächsten zehn Jahre auf rund 50 Prozent.