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2020-07-14T23:49:07.2892734+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

1. Österreichischer Fassadenpreis verliehen


1. Österreichischer Fassadenpreis verliehen
1. Österreichischer Fassadenpreis verliehen

Deutscher und Österreichischer Fassadenpreis 2014 prämieren insgesamt
20 ausgezeichnete Arbeiten



Münster, 23. September 2014: Wo wird Farbgestaltung architektonisch und eben nicht nur dekorativ eingesetzt? Nach solchen Objekten sucht die Jury des Fassadenpreises. Im aktuellen Wettbewerbsjahr 2014 wurde sie insgesamt gleich 20 Mal unter fast 400 Einreichungen fündig. Die Preisträger aus Österreich und Deutschland feierten ihren Wettbewerbserfolg am 10. September 2014 im deutschen Münster. Mit dem enormen Renommé der Auszeichnung sind zudem stattliche Preisgelder verbunden. In diesem Jahr wurde die Rekordsumme von insgesamt 23.255 Euro an die Gewinner übergeben. Die Fassaden-Oskars des 1. Österreichischen Fassadenpreises gehen nach Reichenau an der Rax und nach Wien.

Weniger ist mehr – aber bitte in Farbe. Auf diesen Nenner lassen sich die völlig unterschiedlichen Fassadenfarbkonzepte bringen, die es bei der ersten Ausschreibung des Österreichischen Fassadenpreises auf die Gewinnerränge geschafft haben. Das Preisgericht, wie immer fachkundig und unabhängig besetzt von zwölf Fachleuten aus Malerhandwerk, Farbdesign, Architektur und Fachpresse, sah dies mit Freude: „Farbgestaltung kommt als vollwertiges Mittel der Architekturgestaltung in immer mehr Köpfen an – bei Planern ebenso wie bei Bauherren“, stellte der Juryvorsitzende Prof. Jürgen Braun stellvertretend für seine Kollegin und Kollegen fest. Wie hochkarätig und eng es im Preisträgerfeld zuging, zeigt der „Medaillenspiegel“ des aktuellen von Brillux ausgelobten Wettbewerbs.

1. Österreichischer Fassadenpreis

Der erstmalig verliehene Österreichische Fassadenpreis startete mit einem 1. und einem 2. Preis für stilvolle Verwandlungen von Gebäudehüllen im niederösterreichischen Reichenau und in Wien. Michael Thompson, Mitglied der Geschäftsleitung von Brillux, überreichte im Jahr des 125. Jubiläums des Münsteraner Direktanbieters und Vollsortimenters für den Malerbedarf mit insgesamt 23.255 Euro die bislang höchste Preisgeldsumme der Wettbewerbsgeschichte. Im festlichen Rahmen von Gut Havichhorst bei Münster in Deutschland freuten sich die Preisträger außerdem über Schützenhilfe für die öffentlichkeitswirksame Vermarktung ihres Gewinns: Jeder Gewinner erhielt eine individuell erstellte Pressemappe mit Profi-Fotos seines Objekts und Pressetexten.

Die Preisträger: 1. Preis – nobel veredelt

Reichenau an der Rax, eine Bahnstunde von Wien entfernt gelegen, war der Urlaubsort des letzten Kaisers von Österreich. Nachvollziehbar: In diesem Luftkurort mischt sich die Naturschönheit der Wiener Alpen mit imperialem Flair. Eine Zeitzeugin dieser kaiserlich-königlichen Zeit ist die im Privatbesitz befindliche „Villa Anna“. Dem Baujuwel aus dem 19. Jahrhundert sieht man sein Alter nicht an: 2013 wurde es aufwendig, zum Teil in Originalfarbtönen, renoviert und neu gestaltet. Putzflächen und reich geschmücktes Holzwerk profitieren von einem wohlabgestimmten Entwurf: Die Fassadenflächen wurden in Schönbrunngelb beschichtet, Gesimse und Fensterumrahmungen dagegen in gebrochenem Weiß abgesetzt. Die Alt-Wiener-Kastenfenster erhielten eine zweifarbige Optik in Weiß für die Fensterflügel und Dunkelgrün für die Stöcke. Ebenfalls dunkelgrün wurden die Balkone, Veranda, Dachunterzüge, Giebelverkleidungen und Dachrinnen gestrichen. Dass sich Zierrat und Balkongitter in gebrochenem Weiß zeigen, lockert die Villenansicht auf. Für diese so stilvolle wie durchdachte Farbfassung erhält der Betrieb den 1. Preis des Österreichischen Fassadenpreises 2014, der für Entwurf und Ausführung dieser Arbeit steht: die Firma Maler & Anstreicher Belle Arti aus Wien.


2. Preis – feines Farbgefühl für prestigeträchtigen Bau

In die österreichische Hauptstadt selbst, an den Regierungssitz des österreichischen Bundespräsidenten, geht der 2. Preis. Prämiert wird die Fassadengestaltung des „Leopoldinischen Trakts“, eines Gebäudeteiles der Wiener Hofburg. Kaiser Leopold I. ließ den Flügel ab 1660 in frühbarockem Stil nach dem Vorbild der Münchener Residenz gestalten. Die 29-achsige, risalitfreie Südfront des viergeschossigen Baus verzichtet auf bauliche Akzentuierungen, ist aber reich gegliedert. Die neue Farbgestaltung setzt auf eine zweifarbige Ton-in-Ton-Harmonie, die Leichtigkeit und Offenheit signalisiert. Ein gebrochener, warmer Weißton und ein federleichtes Grau bilden die Palette. Erhabene Bauteile wie Lisenen, Gesimse und das Rustikaband des Sockels wurden im dunkleren Farbton, die tiefer liegenden Putzfelder und Ornamente in der helleren Nuance beschichtet. So wird das Gliederungsrelief sehr dezent herausgearbeitet, ohne dominant zu wirken. Die Auszeichnung für diese Arbeit vergibt die Jury an die beiden beteiligten Wiener Handwerksbetriebe: die Firma REKO Beschichtungstechnik und das Bauunternehmen Pittel + Brausewetter.


2015 geht der Wettbewerb in die nächste Runde

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für den Österreichischen Fassadenpreis 2015. Gesucht werden dann die Gestaltungen aus Österreich, die mit Gespür für Architektur und Farbe, für Ästhetik und Funktion im Baujahr 2014 vollendet worden sind. Ab Februar 2015 gibt es die Teilnahmeunterlagen bei Brillux.
Sie können per Fax an +49 (0)251 7188-52660 oder per E-Mail unter angefordert werden. Alle Informationen zu Jurykriterien und Teilnahmebedingungen gibt es online unter . Archiviert sind dort auch alle Preisträgerobjekte der letzten 15 Jahre in Fotostrecken und mit vielen Hintergrundinformationen.