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2020-07-07T00:51:09.6929922+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Klinikum St. Pölten: 2000 m3 Schaumglas schützen vor Grundwasser


Klinikum St. Pölten: 2000 m<sup>3</sup> Schaumglas schützen vor Grundwasser
Das Land Niederösterreich investiert kräftig in den Gesundheitsbereich. Mit rund 510 Millionen Euro soll das Landesklinikum St. Pölten bis 2020 zum modernen Gesundheitszentrum umgebaut und erweitert werden. Eine Besonderheit beim Neubau des Logistikzentrums in der zweiten Bauetappe stellt die Wärme-
dämmung unter der Bodenplatte aus Glapor Schaumglasplatten dar.

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“ Diese Erkenntnis hatte der österreichische Komponist Anton Bruckner (1824 – 96) vermutlich im Zusammenhang mit seiner musikalischen Tätigkeit geäußert. Doch gilt sie nicht nur im übertragenen Sinne, sondern ganz besonders im Baugewerbe. Auch muss es nicht gleich ein Turm sein, ein modernes Klinikgebäude erfordert nicht weniger Aufmerksamkeit. Für einen energieeffizienten Betrieb soll weder teure Wärme aus dem Inneren entweichen und das Gebäude gegen geringere Umgebungstemperaturen geschützt sein, noch Wasser eindringen. Diese Gegebenheiten hatten die Planer beim Ausbau des Klinikums St. Pölten zu beachten. Noch unter der Bodenplatte sollte eine Dämmschicht gegen das Erdreich eingebracht werden. Aufgrund der Grundwasser-Situation war es notwendig, ein Material mit einer geringen Wasseraufnahme zu finden. Der Generalplaner entschied sich für nachhaltige Qualität „Made in Germany“: Glapor Schaumglasplatten. Dieser ökologische Dämmstoff aus 100 % recyceltem Altglas schließt eine Wasseraufnahme auch durch Dampfdiffusion aus. Schaumglasplatten können deshalb in Bereichen mit ständig oder lang anhaltendem, drückendem Wasser eingesetzt werden und garantieren auch hier die zugesagten Wärmedämmeigenschaften. Die druckfeste, volumen- und alterungsbeständige Dämmschicht aus Schaumglas hat noch weitere Vorteile: Aufgrund ihres geringen Eigen-
gewichts lassen sich Schaumglasplatten leicht verarbeiten.

Für eine effektive Wärmedämmung unter der Bodenplatte wurden im Landesklinikum St. Pölten 18 cm dicke Schaumglasplatten auf einer Sauberkeitsschicht aus Beton zweilagig in Heißbitumen verlegt. Über dem zellfüllenden Deckabstrich aus Heißbitumen und einer Abdeckung mit doppelter PE-Folie kann darauf die Bodenplatte betoniert werden. Während Glapor bereits Erfahrung mit der Bodenplatten-Dämmung bei einem hohen Grundwasserpegel hatte, setzten die Verantwortlichen in St. Pölten erstmals auf diese Art der Dämmung. Der offizielle Spatenstich für den Neubau des Logistikzentrums, ein Bereich der Generalsanierung, erfolgte am 07. Juni 2011. Nach Abbrucharbeiten und dem Baugrubenaushub rollte die erste Teillieferung von 865 Kubikmeter – dies entspricht 13 LKW-Ladungen – an und konnte erfolgreich verbaut werden. Je nach Baufortschritt trafen immer weitere Chargen Glapor Schaumglas-
platten in St. Pölten ein, so dass im Zeitraum 2011/2012 letztendlich 2.000 m3 des Materials als Perimeterdämmung an Wand und Boden zum Einsatz kamen.


Das Wohl der Patientinnen und Patienten steht im Landesklinikum St. Pölten in jeder Hinsicht an erster Stelle. In fünf Instituten und 18 Abteilungen werden jährlich von 3.000 Mitarbeitern über 48.500 Patienten medizinisch und pflegerisch optimal betreut. Ausgehend von der Grundsteinlegung im Jahre 1894 mit 150 Betten eine gewaltige Entwicklung. Diese hat in wesentlich kürzerer Zeit auch der nachhaltige Baustoff Schaumglas hinter sich. Die Produkte Schaumglasschotter und Schaumglasplatte überzeugen inzwischen in zahlreichen Anwendungsgebieten, sodass sie immer mehr Architekten in ihrer täglichen Planung zu schätzen wissen. So wie auch die Planer des Landesklinikum St. Pölten, in dem die Patienten der Klinik sicher ebenso sorgsam gebettet werden, wie das Logistikzentrum, das auf einem Bett aus Schaumglas sicher vor Kälte und Wasser ruht.


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