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2020-12-01T20:18:10.0444219+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

TECHNOPOR: Hochwasser? - Mit Altglas-Dämmung schnell wieder trocken!


TECHNOPOR: Hochwasser? - Mit Altglas-Dämmung schnell wieder trocken!

Hochwasserkatastrophen kommen immer wieder. Um die Auswirkungen auf die Dämmung und damit auf das gesamte Gebäude so niedrig wie möglich zu halten, empfiehlt sich ein Dämmstoff ganz besonders: Glasschaum-Granulat. Im niedersächsischen Hitzacker wurde an einem völlig neuartigen Sanierungs-Konzept für Häuser in Hochwasser-Gebieten gefeilt und auch umgesetzt.

Architekt Christoph Luther-Mosebach zeigt mit zwei innovativen Baustoffen, wie sich Folgeschäden von Flutkatastrophen verringern lassen. Seit 2006 konnten über 20 Projekte hochwassergerecht saniert und neu gebaut werden. Für diese Gebäude wird sich bei neu eintretender Flut der Schaden künftig in Grenzen halten.

Nach dem Abfluss von Hochwasser bleiben oft erhebliche Schäden an der Bausubstanz zurück. Feuchtigkeitsempfindliche Baustoffe und Wandkonstruktionen müssen mühsam trockengelegt oder komplett erneuert werden. Insbesondere die wärmedämmenden Materialien haben sich nach der Flut meist mit Wasser voll gesogen. Gelingt hier die Trocknung nicht vollständig, ist eine dauerhafte Schädigung der Gebäude durch Schimmel vorprogrammiert.

Mit feuchtigkeitsresistenten Baustoffen können Schäden dieser Art vollkommen vermieden werden. Architekt Christoph Luther-Mosebach aus Hitzacker: „Wasser kommt. Wasser geht. Wichtig ist die Durchlässigkeit. Als Baubiologe plädiere ich für das durchlässige Prinzip und so wurde mit diesem Konzept zur Jahrhundertflut 2002 in Deutschland ein Haus saniert und wies nach der 2006er Flut nur geringe Schäden auf. Diese Schäden konnten vom Malergewerk einfach behoben werden und die weitere Sanierung der Fachwerkwände erfolgte überwiegend mit Lehm.“

Nach und nach wurden auf der deichlosen Insel zwischen Jeetzel und Elbe Häuser hochwassergerecht saniert und auch Neubauten gegen die üblichen Folgen von Hochwasser vorbereitet. Mit einer Kombination von zwei Baustoffen, die sich ideal ergänzen:

TECHNOpor Glasschaum-Granulat und Creaton Estrichziegel.

Eigenschaften die überzeugen:
- geschlossenzellig - d.h. es nimmt selbst kein Wasser auf
- grobe Korngröße von 3 bis 5 cm - dadurch bleibt ein
   Luftanteil von ca. 33 %
- kapillarbrechend  - verhindert aufsteigendes Wasser
- formstabil - quillt nicht auf, schwindet nicht beim Trocknen

Eingedrungenes Wasser kann schnell wieder abfließen. Bereits drei Stunden nach Ablauf des Wassers soll laut Herstellerangaben die Dämmwirkung wieder vorhanden sein.

„Jede wassersperrende Schicht erhöht das Schadensrisiko“ so Luther-Mosebach, deshalb ist diese Konstruktion ohne Folien ausgeführt, was nicht DIN-gerecht ist, aber hier der Schadensverringerung dient und in diesen Fällen vorzuziehen ist.

Die kapillarbrechende Wirkung von Glasschaum-Granulat verhindert, dass Wasser oder Feuchtigkeit in der Konstruktion zurückbleibt bzw. in höher liegende Bauwerksbereiche transportiert wird. Herkömmliche Bodenplatten würden sich voll saugen und müssten komplett entfernt werden.

Der Aufbau von unten:
- Sand
- 20 cm TECHNOpor
- Sauberkeitsschicht von 3 cm Kalkmörtel
- Estrichziegelbelag

Auf der Sauberkeitsschicht ist die gemauerte Treppenwange angelegt, da das Material ausreichend druckfest ist, und so eine Wärmebrücke vermieden wird.

Seit der Flut sanierte Architekt Luther-Mosebach Altbauten in Hitzacker mit der Kombination von TECHNOpor und Creaton mehrere Gebäude. Auch im Neubau-Bereich bis zum Passivhaus setzt er dieses innovative und baubiologisch wertvolle Material ein.

Kontaktdaten Architekturbüro
Ö Contur
Arch. Christoph Luther-Mosebach
www.oe-contur.de