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2019-06-15T20:34:28.9512734+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Schulbau: Drahtglas im Bestand muss ausgetauscht werden!


Schulbau: Drahtglas im Bestand muss ausgetauscht werden!

  • Neue Sicherheitsgläser erfüllen Normen wesentlich besser
  • Sicherheit der Schüler muss vorgehen
  • Zeitgemäße Brandschutzgläser brauchen keinen Draht

Viele bestehende Schulen, Sportanlagen und Kindergärten sind nach wie vor in den unterschiedlichsten Bereichen mit gefährlichem Drahtglas ausgestattet. „Das ist unverständlich“, so Stefan Horak, Geschäftsführer von Vetrotech Saint-Gobain Central & Eastern Europe. „Die Unzulänglichkeit dieses Glases für diesen Einsatz ist mehrfach nachgewiesen." In der Vergangenheit wurde Drahtglas häufig im Rahmen von Brandschutzmaßnahmen eingesetzt. Es erfüllt jedoch grundsätzlich nicht die Anforderungen an die vorgeschriebenen Sicherheitseigenschaften, denn die Drahteinlage reißt bei stärkerer Belastung, und das Glas dreht sich um die Drahteinlagen. An der Bruchstelle entstehen gefährliche, rasiermesserscharfe Splitter. Horak: „Dabei warnte die AUVA bereits im Jahr 2004 in einem Schreiben vor der nicht tolerierbaren Gefahr beim Einsatz von Drahtglas.“

Schulbau: Drahtglas im Bestand muss ausgetauscht werden! An dieser Bildungseinrichtigung kam das Einscheibensicherheitsglas PYROSWISS®
6 mm von Vetrotech zum Einsatz.
Schulbau: Drahtglas im Bestand muss ausgetauscht werden! Leider im Bestand immer noch zu finden:
Brandschutzglas mit Drahteinlage

Warum Drahtglas so gefährlich ist
Gerade in Schulen gibt es unterschiedliche Ursachen für Unfälle: Die Jugendlichen und Kinder rempeln einander, werden gestoßen und stolpern oder sind ganz einfach unachtsam. Auch unzureichende Beleuchtung kann einen Sturz herbeiführen. Drahtarmiertes Glas bietet dann keine ausreichende Verkehrssicherheit. Die Drahteinlage reißt bei stärkerer Belastung, und an der Bruchstelle entstehen Splitter und Scherben. Das eingearbeitete Drahtnetz schwächt zudem die Eigenstabilität des Glases.
Drahtglas bietet also weder aktive noch passive Sicherheit, es täuscht Sicherheit vor, die nicht wirklich besteht.

Zeitgemäße Sicherheit
Horak: „Sämtliche Anforderungen, die von Gesetzes wegen für den Neubau gefordert sind, sollten hier auch in Sachen Sicherheit für den Bestand zum Tragen kommen. Es gibt heute Gläser, die Brandschutz und Sicherheitseigenschaften perfekt kombinieren und im Falle eines Unfalls keine spitzen Scherben stehen lassen.“
Aus der Produktrange von Vetrotech sieht der Experte für den Einsatz in Schulen das Produkt PYROSWISS® als besonders geeignet an: Es handelt sich dabei um ein thermisch hochvorgespanntes (ähnlich Einscheibensicherheitsglas – ESG) monolithisches Brandschutzglas ab einer Elementstärke von 6 mm, das den Durchgang von Feuer und wesentlichen Mengen an Rauch und giftigen Gasen verhindert.

Alle Fotos: © Stefan Horak