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2019-12-13T13:18:22.9553359+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Skyway Mont Blanc“: Fassade und Dach harmonieren in Aluminium


Skyway Mont Blanc“: Fassade und Dach harmonieren in Aluminium
Der Mont Blanc (it. Monte Bianco) mit seinen 4.810 Metern fasziniert. Zwischen Italien und Frankreich gelegen, zieht er als höchster Berg Europas die Menschen immer wieder aufs Neue in seinen Bann. Um 1740 erkletterten ihn erstmals mutige Bergsteiger. Heute führen Seilbahnen bis fast an die Spitze. Das neueste und wohl derzeit einzigartigste Transportmittel nennt sich „Skyway Mont Blanc“ und befindet sich oberhalb des Ortes Courmayeur in der autonomen Region Aostatal der italienischen Alpen. So futuristisch wie ihr Name ist auch die Architektur der drei Stationen auf der 4,3 Kilometer langen Strecke. Die spektakulären Gebäude sind in falzbarem Aluminium in Stehfalztechnik gehüllt, welches von Kalzip unter dem Markennamen FalZinc® vertrieben wird.


Projekt der Superlative
Der „Skyway Mont Blanc“, komplett vom südtiroler Unternehmen Doppelmayr Italia GmbH in Lana entwickelt, geplant und ausgeführt, wurde nach knapp fünfjähriger Bauzeit Mitte 2015 eingeweiht. Er ersetzt die alte Seilbahn aus den 1940er- und 1950er-Jahren. Die Anlage liegt auf italienischer Seite am Fuße des Mont Blanc und verbindet den Fremdenverkehrsort Courmayeur mit der Helbronner Spitze. Die neue Strecke ist 4,3 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 2.140 Metern.
Die Seilbahn startet an der Talstation Pontal d’Entrèves auf 1.300 Meter Meereshöhe, führt über die Mittelstation, dem Pavillon du Mont Fréty (2.200 m), bis hinauf zur Bergstation Punta Helbronner auf 3.500 m. Die terrassenförmig angelegte Station setzt mit ihren weit auskragenden Baukörpern, der Qualität und Ausführung der gewählten Materialien, innen wie außen, einen spektakulären Kontrapunkt zu ihrer nicht minder faszinierenden Umgebung.
Den Besuchern bietet sich von der runden Panoramaterrasse mit 14 m Durchmesser ein außergewöhnlicher 360°-Ausblick über einen großen Teil der 4.000er in den Westalpen: Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn, Gran Paradiso und Grand Combin. Im Inneren gibt es eine Kristallausstellung, ein Self-Service-Restaurant und eine multimediale Informationsstelle. Über zahlreiche Multimedia-Bildschirme können Touristen mehr über die Geschichte der Umgebung erfahren. Betreiber der Seilbahnlage ist die Gesellschaft „Funivie Monte Bianco“, an der die Autonome Region Aosta maßgebend beteiligt ist. Rund 120 Millionen Euro ließ sich Doppelmayr dieses spektakuläre Unterfangen kosten. Dazu zählen auch die Kabinen mit Panoramaverglasung, die sich während der Fahrt um 360 Grad drehen, des österreichischen Kabinenherstellers Carvatech Karosserie- & Kabinenbau. Mit einer Geschwindigkeit von 9 m/s braucht die Seilbahn vom Start bis zur Ankunft nur 19 Minuten.

Leichtes Gewicht – einfache Verarbeitung
Die Verarbeitung von FalZinc wie falzen, kanten, verbördeln in der tradionellen Klempnertechnik waren auf der Bergbaustelle mit den üblichen und konventionellen Werkzeugen einfach zu bewerkstelligen und dank seiner ausgezeichneten Umformeigenschaften perfekt im Ergebnis. Der leichte FalZinc® Werkstoff passte optimal zu den planerischen Konzepten und ließ sich auch bei niedrigen Temperaturen bis unterhalb des Gefrierpunktes problemlos verarbeiten. Obwohl die drei Stationsgebäude unterschiedlich kreiert sind und demzufolge unterschiedlicher FalZinc® Scharenformate bedurften, ließ sich der Materialverschnitt minimieren. Der Dachaufbau von Tal und Mittelstation erfolgte in Doppelstehfalz-Deckung. Auf die tragende Stahlkonstruktion wurden Stahlpfetten montiert. Darauf befestigten die Handwerker eine Holzbretterlage auf die wiederum eine 1,2 mm starke Kalzip Dampfsperre geklebt wurde. Den Dachabschluss bilden 0,7 mm dicke FalZinc® Aluminiumscharen. Der Anspruch an Fassadenbekleidungen als Gestaltungsebene von Gebäuden ist naturgemäß höher als bei Dachdeckungen. Bei der Bergstation entschieden sich die Architekten aus gestalterischen Gründen anders und übernahmen für Fassade und Dach denselben konstruktiven Aufbau. Das Tragwerk besteht aufgrund der örtlichen Anforderungen und der gewählten Formgebung hier aus einer Stahlbetonunterkonstruktion. Fassade und Dach, sofern nicht aus einer Stahl-Glaskonstruktion, wurde umlaufend mit einer Aufsparrendämmung ausgeführt. Darauf wurde eine Kalzip Dampfsperre geklebt. Den sichtbaren, äußeren Abschluss bilden schließlich die FalZinc® Aluminiumscharen, 0,7 mm stark in einer Winkelstehfalzdeckung. Die Fertigung der Schare erfolgte aus Sondercoilbreiten von 500 bis 600 mm. Hieraus ergaben sich Scharenbreiten von etwa 430 bis 530 mm. Die Befestigung der Hafte erfolgte mittels Schrauben auf in die Holzunterkonstruktion eingelassene Metallschienen. Auf den Falzen wurden schließlich noch Schnee- und Eisstopper befestigt, die sich wie eine Perlenkette über die Dachflächen ziehen. Insgesamt wurden rund 7.000 m2 FalZinc® Aluminiumprofile bei diesem faszinierenden Projekt verlegt.


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