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2020-11-30T20:32:38.1752813+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

EBERSPÄCHER: Der „Lebensretter“ erhöht die Absturz- und Durchsturzsicherheit von Dächern


Neue Sicherungssysteme für offene Deckendurchbrüche
EBERSPÄCHER: Der „Lebensretter“ erhöht die Absturz- und Durchsturzsicherheit von Dächern

Im Jahre 2008 ereigneten sich österreichweit 170 Arbeitsunfälle, davon 7 mit tödlichem Ausgang beim Absturz von Dächern (gem. Statistik der AUVA). Nicht dabei erfasst sind Abstürze von Dächern die im privaten Bereich erfolgt sind. Diese Abstürze wären bei Einhalten der sicherheitstechnischen Vorschriften zu verhindern gewesen. Verantwortlich für die Einhaltung dieser Bestimmungen sind der Bauherr, der Planungskoordinator, der Baustellenkoordinator, der Bauleiter während der Bauphase, später der Betreiber. Der Bauleiter teilt diese Verantwortung mit den von ihm beauftragten Subfirmen wie Dachdecker, Spengler, Lichtkuppellieferanten, Klimatechniker, Elektriker usw.

Besonders gefährdet dabei sind leicht erreichbare, relativ flache Dächer, vor allem während der Bauphase. Diese Dächer sind häufig mit Lichtbänder oder Lichtkuppeln ausgestattet. Diese haben als Unterkonstruktion Zargen, die üblicherweise vor Einbau der Dachhaut auf die vorhandenen Träger- und Pfettenkonstruktion montiert werden. Bei der Verlegung der Dachhaut und bei allen weiteren Arbeiten besteht bereits die Gefahr des Durchsturzes durch diese Öffnungen. Auch nach erfolgter Montage der Lichtkuppel und Lichtbänder bleibt dieses Gefahrenpotential vorhanden. Die Kunststoffeindeckungen sind nicht tragfähig für Begehungen und können einen Durchsturz keinesfalls zuverlässig verhindern. Weiters durchsturzgefährdet sind bei alten Dächern lichtdurchlässige Kunststoffeindeckungen sowie erodierte oder versprödete Wellasbestzementplatten oder auch neuere Wellmineralfaserzementplatten.
Die Durchsturzgefahr bleibt auch nach Fertigstellung des Gebäudes bestehen. Bei Reparaturarbeiten, z.B. an der Dachhaut oder Instandsetzungsarbeiten nach Sturmschäden oder bei Wartungsarbeiten am Dach, beim Schneeräumen oder Dachrinnenreinigen kommt es immer wieder zu Durchstürzen oder Abstürzen.
Neben dem menschlichem Leid der Betroffenen und deren Angehörigen sind diese Unfälle auch mit hohen Kosten und juristischen Konsequenzen für die Verantwortlichen verbunden.
Um eine Möglichkeit zu schaffen, künftig diese Gefahren auszuschließen, hat die niederösterreichischen Firma Eberspächer Tageslichttechnik GmbH aus Au/Leithaberge unterschiedliche Auffangsysteme entwickelt und unter dem Sammelbegriff „LIFE - SAVER“ vorgestellt. Die Auswahl des richtigen Auffangsystems wird vor allem durch die Größe der Deckenöffnung und vom gewünschten Einbauzeitpunkt während der Bauphase bestimmt.

Das am meisten verbaute System heißt „LIFE – GUARD“. Es wird in die Zarge oder in den Aufsatzkranz eingebaut und bietet auf der Baustelle bereits von der ersten Minute der Zargenmontage höchste Sicherheit. Die optisch unaufdringliche, sehr stabile Konstruktion aus verzinktem, wahlweise beschichtetem Stahlblech ist für maximale Lasten ausgelegt und geprüft. Dieses System kann in alle Zargen bis zu einer max. Breite von 2,20m bei beliebigen Längen eingebaut werden. Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht den Einsatz in Zargen aus Stahl oder Holz und in bauseits vorhandene Betonaufkantungen für Oberlichtelemente, z.B. für Lichtkuppel, Lichtband, Glaspyramide oder verglasten Satteloberlichtbändern. Ein nachträglicher Einbau ist in fast allen Fällen möglich. Das System aus Sicherungsstreben und Aufhängungspunkten wurde für Spannweiten 2,2m bei beliebiger Länge von der „Versuchs- und Forschungsanstalt der Stadt Wien, MA39“ für Abstürze von Personen mit max. 100kg aus 2,5 m Höhe geprüft.
Das „LIFE – GUARD“ - System zeichnet sich trotz höchster Stabilität durch eine optisch „leichte“ Konstruktion aus. Standardisierte Elemente für die gängigsten Deckenöffnungsbreiten sind im Herstellerwerk lagernd. Anpassungen an Öffnungsbeschlägen können entweder mit den Standardelementen realisiert werden, oder werden kurzfristig angefertigt. Die Montage kann der Kunde anhand der Einbauanleitung selbst durchführen oder von geschulten Monteuren der Fa. Eberspächer Tageslichttechnik durchführen lassen.

Für größere Deckenöffnungen werden unter dem Markennamen „SAFETY – NET“ Sicherungsnetze angeboten, die speziell für große Öffnungen im Flachdach entwickelt wurden. Das Sicherungsnetz wird dabei auf der Baustelle in die Zarge oder in den Aufsatzkranz in spezielle Ösen eingehängt und bietet somit schon während der Bauphase maximale Sicherheit.
Dieses System besteht im wesentlichen aus einem hochfesten Kunststoffnetz, Maschenweite 45x45mm mit Aufhängungen an der Innenseite der Zargen. Das verstärkte Randseil entlang des Umfangs ist in engen Abständen in die Sicherungsösen eingehängt und weist daher nur geringe Verformungen auf. Die neutrale helle Farbe und der grobmaschige Aufbau des Netzes aus dünnen Gewebeseilen garantieren eine minimale Reduzierung des Lichteinfalls. Dieses Absturznetz genügt auch hohen ästhetischen Ansprüchen und kann auch als Sicherung für durchsturzgefährdete Dächer nachträglich an der Dachkonstruktion aus Holz oder Stahl angebracht werden.
Das „SAFETY – NET“ lässt sich in allen Formaten bis zu 6m Breite bei beliebigen Längen konfektionieren, wird normalerweise mit der Zarge angeliefert und montiert, verbleibt während der gesamten Bauphase und auch später und kann auch nachträglich in vorhandene Deckenöffnungen für Lichtkuppeln, Lichtbänder, Glaspyramiden, Satteloberlichten usw. eingebaut werden. Das System aus Spannnetz und Aufhängungspunkten wurde für Spannweiten bis 6m bei beliebiger Länge von der „Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt“ (TVFA) der TU Wien für Abstürze von Personen aus 3 m Höhe geprüft.
Das System zeichnet sich vor allem durch rasche Verfügbarkeit und günstigen Preis aus. Die Montage erfolgt im Normalfall durch speziell geschulte Monteure der Firma Eberspächer Tageslichttechnik GmbH.

Für starre oder lüftbare Lichtkuppeln und Lichtbänder bis zu einer Öffnungshöhe von 30cm wird das „LIFE – NET“ angeboten, ein Sicherheitsnetz aus Edelstahlseilgeflecht, das zwischen den Lichtkuppelschalen eingebaut wird. Bei tonnenförmigen Oberlichtbändern wird das „LIFE-NET“ an der Außenseite montiert.bzw. in der 2-schaligen Lichtbandvariante „ARCOLICHT-E ISO“ zwischen der Außenschale aus 16mm dicken PC-Stegplatte und der Innenschale aus 6mm dicken PC-Stegplatte eingebaut. Der U-Wert der zweischaligen Eindeckung von UE=2,0W/m²K wird dadurch nicht negativ beeinflusst.
Das „LIFE – NET“ ist bei Lichtkuppeln bereits werkseitig vormontiert. Es können damit alle Lichtkuppelgrößen in 2- und 3-schaliger Ausführung ausgestattet werden.
Bei Lichtbändern wird das „LIFE – NET“ im Zuge der Montagearbeiten auf der Baustelle montiert. Es ist für alle Deckenöffnungsbreiten bis 6m lieferbar und für alle Lichtbandtypen geeignet. Das „LIFE – NET“ bietet bei vollständig geöffneten Lichtkuppeln oder Lichtband-RWA-Klappen keinen Schutz. Es ist deshalb nicht als Sicherheitseinrichtung für Wartungsarbeiten an geöffneten RWA-Klappen oder Lichtkuppeln geeignet. Während der Bauphase müssen die Zargen solange gegen Absturz gesichert werden, bis die Lichtkuppel bzw. das Oberlichtband vollständig montiert sind.
Das „LIFE – NET“ besticht vor allem durch seine unaufdringliche Optik und durch seine rasche Verfügbarkeit auch im Falle eines einmal notwendig werdenden Lichtkuppeltausches, z.B. in Folge von Hagelschäden.

Als Ersatz für provisorische Absturzsicherungen offener Deckendurchbrüche während der Bauphase wird das Stahlgitter „SAFETY – GUARD“ angeboten. Es wird auf der Baustelle gleichzeitig mit der Dacheindeckung montiert und sorgt so für Sicherheit zum frühest möglichen Zeitpunkt. Das somit letztlich unter der Zarge montiert Stahlgitter besteht aus einem verzinkten Stahlgatter mit großer Maschenweite, gefertigt aus dünnen, miteinander verschweißten Rundstäben.
Der „SAFETY – GUARD“ erfordert für die Aufnahme von Öffnungsbeschlägen eine Zargenhöhe von mindestens 40cm und ist deshalb vor allem für starre Oberlichtelemente gedacht. Er kann in einem Stück für alle Deckenöffnungen bis zu 2,0m x 4,0m eingesetzt werden. Kunststoffbeschichtungen eröffnen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. die farbliche Anpassung an die innere Decken-oberfläche (Option). Das Stahlgitter wurden von der Materialprüfanstalt NRW statisch auf Personen-Begehbarkeit und dynamisch auf Durchsturzsicherheit für einen 50kg schweren Fallkörper aus 60cm Höhe geprüft. Das Sicherungsgitter findet überall dort Anwendung, wo Deckenöffnungen schon vor der Zargenmontage dauerhaft abgesichert werden sollen.