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2020-11-24T20:40:14.3104297+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

CREATON: Mansardziegel für Biberdach


Vollkeramische Detaillösung
CREATON: Mansardziegel für Biberdach

Üblicherweise wird bei Mansarddächern der Dachknick mit einer Metallkonstruktion aus Zink, Kupfer, Blei o.ä. ausgeführt. „Natürlich tonangebend“ ist eine solche Ausführung allerdings nicht. Ein echtes CREATON-Dach setzt dagegen ganz auf Keramik: Individuell auf die Dachneigung angefertigte Mansardziegel erhöhen nicht nur die Regeneintragsicherheit, sondern sorgen auch für eine durchgängige Ästhetik.

Der Name „Mansarddach“ geht zurück auf den französischen Architekten und Baumeister François Mansart (1598 – 1666) und dessen Großneffen Jules Hardouin-Mansart (1646 – 1708). Die Dachform gab es jedoch schon vor ihnen. Charakteristisch für diese Dachform ist eine steile untere und eine flachere obere Dachfläche. Auf diese Weise entsteht zusätzlicher Wohnraum für eine oder mehrere Mansarden. Hierbei können eine Dachseite (Frontseite), zwei (Mansardgiebeldach) oder alle vier Dachseiten (Mansardwalmdach) abgeknickt sein.

Zur Verbreitung dieser Dachform führten auch steuerliche Gründe, als die Grundsteuer nach der Anzahl der Vollgeschosse erhoben wurde. Mit einem Mansarddach konnten ein oder mehrere Wohngeschosse im Dach untergebracht werden, ohne dass diese Wohnungen merkliche Dachschrägen aufwiesen und steuerlich bemessen wurden.

Dieser Dachknick kann – ähnlich wie bei einer Pressdachziegeleindeckung – mit Mansard-Biberschwanzziegeln ausgeführt werden, d.h. der Übergang von der steilen zur flachen Dachneigung wird mit zwei Biberschwanzziegeln hergestellt, die sich entsprechend der Dachneigung anpassen. Hierbei werden die Biberschwanzziegel ähnlich wie beim Pultziegel auseinandergeschnitten und passend zur Dachneigung wieder zusammengeklebt. Die Schnittstelle ist geschliffen und mit dem passenden Farbton hergestellt, so dass optisch kein Nachteil entsteht.

Bei dieser Ausführung ist darauf zu achten, dass zwei Biberschwanzreihen mit einem Knick hergestellt werden, um auch in diesem Bereich die nötige Höhenüberdeckung der Doppel- bzw. Kronendeckung zu gewährleisten.

Die Traglattung kann in diesem Bereich etwas variieren, d.h. dass eine gewohnte festgelegte Decklänge für den Dachknick nicht angegeben wird. Somit hat der Dachdecker bzw. Verarbeiter die Möglichkeit, die Decklänge besser auf das Gebäude abzustimmen.

Hierbei wird CREATON einmal mehr wieder höchsten Ansprüchen mit einer vollkeramischen Detaillösung gerecht. Durch diese Detailausbildung ist der optische Aspekt deutlich höher als bei der i.d.R. üblichen Variante mit Metall. Zusätzlich bekommt das Dach in diesem Bereich eine bessere Regeneintragsicherheit durch genauere Detailanarbeitung. Darüber hinaus ist diese Sonderkonstruktion ebenso bei Knickziegeln möglich. Auch hier wird der Innenwinkel des Ziegels individuell für jedes Bauvorhaben angepasst.