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2021-03-07T15:28:05.6794609+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Comeback des Steildachs:
Häuslbauer setzen auf moderne Linien und Sicherheit


Comeback des Steildachs:<br>Häuslbauer setzen auf moderne Linien und Sicherheit

Einer Umfrage der Wienerberger Österreich GmbH unter 700 Häuslbauern und Hausbesitzern zufolge ist das Steildach für 86 Prozent die bevorzugte Dachform. Es überzeugt gegenüber anderen Dachformen durch eine Reihe entscheidender Vorzüge wie Langlebigkeit über Nutzbarkeit, Hitze-, Kälte- sowie Lärmschutz bis hin zur Witterungsbeständigkeit. Funktionale Vorteile, die sich nicht nur angesichts der aktuellen Schneefälle in Österreich bewähren.

Auf der Beliebtheitsskala liegt das klassische Satteldach mit 39 Prozent klar auf Platz 1. Dahinter folgen das Walmdach (25 %) und das Flachdach (22 %) – so eine Umfrage unter österreichischen Häuslbauern und Hausbesitzern im Auftrag von Wienerberger Österreich. Etwas weniger häufiger zum Einsatz kommen Pultdächer (14 %), Mansarddächer (5 %) und Zeltdächer (2 %). Gefragt nach den entscheidenden Motiven für die jeweilige Dachform steht bei allen Befragten die Ästhetik im Vordergrund – das Walmdach gefällt hier mit 62 % am besten, danach folgen das Flachdach (61 %) sowie das Satteldach (43 %). Die Langlebigkeit ist beim Satteldach für 28 %, beim Walmdach für 25 % und beim Flachdach für 12 % ausschlaggebend. Bei der Möglichkeit zur nachträglichen Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, Stichwort „Dachgeschossausbau“, rangiert das Steildach mit 23 % an vorderster Stelle (Walmdach: 17 %, Flachdach: 15 %).

„Das Dach nimmt mehr als 50 % der Außenhülle eines Dachs ein, prägt das Erscheinungsbild eines Hauses und verleiht ihm seinen Charakter. Dabei haben neben der Art auch die Ziegelfarbe und -form sowie die Verlegeart wesentlichen Einfluss auf die Gesamtoptik und machen ein Bauobjekt zu einem stimmigen Ganzen. Damit erfüllt das Dach nicht nur funktionale Anforderungen, sondern spiegelt zudem den Lebensstil seiner Bewohner wider. Der Evergreen ist das Steildach – es konnte sich über die gesamte Baugeschichte hindurch behaupten und liegt heute wieder voll im Trend. Preisgekrönte Dachziegel wie der Tondach V11, designed by Studio F.A. Porsche, beweisen auch, dass Design am Dach möglich ist“, erklärt Johann Marchner, Geschäftsführer der Wienerberger Österreich GmbH.

Schneemassen als Belastungsprobe
Neben der Optik erfüllt das Steildach eine Reihe funktionaler Vorteile und schützt vor Wind, Sturm, Regen und gerade bei Witterungsverhältnissen in den österreichischen Wintermonaten auch optimal gegen Schnee. Abhängig vom Standort des Gebäudes, von Seehöhe und Dachneigung müssen Dächer zwischen 84 und 1.080 Kilogramm Schneelast pro Quadratmeter ertragen können. Das gibt die ÖNORM EN 1991-1-3 vor, jene Norm des Bauwesens, welche die Einwirkungen von Schneelasten auf Tragwerke regelt. In individuellen Berechnungen wird ermittelt, für welche theoretischen Schneelasten die Dachkonstruktionen ausgelegt sein müssen. Österreich ist dazu in vier Schneezonen eingeteilt. Als Faustregel gilt: Hat ein Dach eine Neigung von z. B. 40 Grad werden ca. 40 % der Dachlast bereits über die Neigung abgefedert. „Aufgrund seiner Neigung kann Schnee von einem Steildach optimal abrutschen. Schnee und Wasser können somit nicht frieren und das Dach schädigen“, so Marchner.

WIENERBERGER: Comeback des Steildachs

©Wienerberger Österreich / Andreas Hafenscher

WIENERBERGER: Comeback des Steildachs

©Wienerberger Österreich


Weitere Vorteile des Steildaches und Informationen zur Studie finden Sie unter