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2019-05-20T10:35:59.6732891+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Konkrete Lösungsansätze für klare und einfache Bauregeln


Konkrete Lösungsansätze für klare und einfache Bauregeln

Das Dialogforum Bau Österreich hat Anfang 2016 einen neuartigen, für alle offenen Prozess zur Vereinfachung von Bauregeln in Gang gesetzt und eine ausführliche Diskussion über die Probleme ermöglicht.


Bei der Konferenz wurden am 16. Mai 2017 Lösungsansätze für klare und einfache Bauregeln präsentiert. Rund 120 Fachleute aus allen Bereichen des Bauwesens haben an der Veranstaltung teilgenommen.

Es liegen 53 konkrete Verbesserungsvorschläge zu ÖNORMEN vor. Diese werden direkt in den zuständigen Normungskomitees behandelt. Es braucht jedoch zusätzlich ein konstruktives Zusammenspiel mit Landes- und Bundespolitik. Es gibt zu viele unterschiedliche Regelwerke, die sich überschneiden oder einander widersprechen. Daher sind jetzt auch der Gesetzgeber, die Verwaltung und politische Entscheidungsträgerinnen und -träger gefordert.



Ausgangssituation – pauschale Kritik am steigenden Aufwand bei der Anwendung von Bauregeln

Planer, Ausführende und Bauherren sehen sich in der Praxis mit Problemen konfrontiert, die durch die zahlreichen Bauregeln hervorgerufen werden. Die Kritik am steigenden Aufwand bei der Anwendung wurde in der Vergangenheit meist nur pauschal und sehr selten an konkreten Einzelfällen festgemacht. Was bisher vor allem fehlte, war eine Gesamtschau der Problematik, die durch das Aufeinandertreffen von Gesetzen, Richtlinien, Verordnungen und ÖNORMEN entsteht.

Austrian Standards und die Bundesinnung Bau der Wirtschaftskammer Österreich haben deshalb Anfang 2016 das „Dialogforum Bau Österreich – gemeinsam für klare und einfache Bauregeln“  ins Leben gerufen. Ziel war es, den gesamten Komplex an Bauregeln (ÖNORMEN, rechtliche Rahmenbedingungen etc.) zu vereinfachen – in der Qualität, Quantität und im Zusammenspiel.

Unter breiter Einbindung von Fachleuten aus der Baupraxis wurden in einem für alle offenen Prozess die Problemlage erfasst und Lösungsansätze formuliert (zusammengefasst im ).

Von der Analyse zur Umsetzung – insgesamt haben sich bisher rund 400 Personen und Organisationen aktiv beteiligt


Knackpunkte für die praxisgerechte Gestaltung von Bauregeln


Die Konferenz am 16. Mai 2017 war Startschuss für die nächste Etappe. Die zentrale Frage ist:

Wie können die aufgezeigten Lösungen in der Normung, in der Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene und in der Verwaltungspraxis umgesetzt werden?

Die vielschichtigen Probleme mit nicht abgestimmten und sich überlagernden Bauregelungen lassen sich nur durch gemeinsames Vorgehen der Bundesgesetzgebung und der Landespolitik lösen – z. B. in Form eines Unterausschusses im Nationalrat und durch eine Initiative der Konferenz der Landesbaureferenten.

5 Lösungswege – so geht es konkret weiter


Erstmals Gesamtschau über ÖNORMEN hinaus – ausgewählte Statements der Konferenz am 16. Mai 2017:

Univ.Prof. DDr. Walter Barfuß, Präsident von Austrian Standards: „Bisher fehlte eine Gesamtschau der komplexen Problematik, die durch das Aufeinandertreffen von Gesetzen, Richtlinien, Verordnungen und ÖNORMEN und anderen freiwilligen Normen entsteht.“

Bundesinnungsmeister KommR Bmstr Ing. Hans-Werner Frömmel, Vorsitzender des Dialogforums: „Im Dialogforum Bau Österreich gab es erstmals eine öffentliche und ausführliche Diskussion über die Komplexität der Regelungslandschaft im Bauwesen. Durch die Einbindung von zahlreichen Praktikern aus unterschiedlichsten Fachrichtungen ist es gelungen, einen umfassenden Überblick über die Problematik zu schaffen und Lösungsansätze zu erarbeiten.“

Abg z NR Mag. Michaela Steinacker, Obfrau des Justizausschusses des Nationalrats: „Ich finde es großartig, weil jetzt nicht nur ein Stein ins Rollen gebracht wurde, sondern weil heikle Themen angegangen wurden, die relevant sind, wenn es vor Gericht um Haftungsprobleme geht.“

Nachberichterstattung zur Konferenz:


Handout zum bisherigen Projektverlauf (PDF)


Video-Grußbotschaften:

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