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2019-11-21T13:09:57.7641953+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Unsichtbar im Boden integriert


Unsichtbar im Boden integriert

Trockenestriche gewinnen immer mehr an Bedeutung – nicht zuletzt in Kombination mit Fußbodenheizungen. Fermacell bietet hier mit seinen Elementen ideale Lösungen für unterschiedliche Belastungsanforderungen an.

Während klassische Fußbodenheizungen ursprünglich im Nassestrich verlegt wurden, sind inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Flächenheizsysteme auf dem Markt, die ein breites Einsatzspektrum für trockene Fußbodensysteme ermöglichen. Damit können Fußbodenheizungen nunmehr auch bei Renovierungen und Modernisierungen ohne großen Aufwand eingebaut werden.

Spezifische Vorteile aufgrund einer höheren mechanischen und statischen Belastbarkeit bieten Trockenestrich Systeme aus Gipsfaser-Platten. Fermacell empfiehlt bei Fußbodenheizungen das 25 mm dicke Estrich-Element 2 E 22 als druckverteilende Schicht und als Untergrund für Gehbeläge. Es kann in Kombination mit Warmwasser-Heizungssystemen bzw. dem sogenannten Klimaboden eingesetzt werden und ist für den Einsatz im Anwendungsbereich 1 (z.B. Räume und Flure in Wohngebäuden mit einer zulässigen Einzellast von 1,0 kN bzw. einer zulässigen Nutzlast von 1,5/2,0 kN/m²) sowie für häusliche Feuchträume geeignet. Fußbodenheizungen in Feuchträumen können zum Beispiel auch mit dem zementgebundenen Fermacell Powerpanel TE-Estrich-Element eingebaut werden, das ebenfalls für Warmwasser-Fußbodenheizungen, wegen seiner speziellen Eigenschaften jedoch auch für elektrische Systeme geeignet ist.

Vorteil Trockenestrich
Trockenestriche bieten besondere Vorteile: Sie lassen sich schnell und zeitsparend einbauen, benötigen nur eine geringe Aufbauhöhe und bringen im Vergleich zu herkömmlichen Estrichen deutlich weniger Gewicht auf die Waage, bei vergleichbarer Belastbarkeit. Bei Fermacell sind je nach Estrich-Element und Systemaufbau Flächengewichte ab 23 kg/m² möglich. Bei Zementestrichen zum Beispiel müssen dagegen Flächengewichte von mindestens 100 kg/m² berücksichtigt werden.

Gegenüber herkömmlichen Nassestrichkonstruktionen wird durch den Einsatz von Trockenestrichen das Einbringen von Feuchtigkeit, die den Bauablauf oft deutlich verzögert, vermieden. Dies schont bei Holzbauten die Konstruktion, vermeidet die Auffeuchtung der sonst trockenen Baustoffe und die spätere Rissgefahr in Ecken und Anschlüssen. Während bei konventionellen Estrichen eine Trocknungszeit von rund vier bis sechs Wochen berücksichtigt werden muss und der Boden in diesem Zeitraum nicht belegt werden darf, können nachfolgende Gewerke nach der Verlegung von Trockenestrich fast ohne Zeitverzug weiter arbeiten. Der Boden ist nach Aushärten des Klebers voll belastbar. Bereits einen Tag nach der Verlegung ist es möglich, die endgültigen Fußbodenbeläge aufzubringen.  

FERMACELL: Unsichtbar im Boden integriert
FERMACELL: Unsichtbar im Boden integriert
Vor der Verlegung der Estrich-Elemente ist es empfehlenswert, auf den Fußbodenheizungsformplatten eine geeignete Trennlage aufzubringen, um ein Verkleben der Estrich-Elemente mit dem Fußbodenheizungssystem zu verhindern.

Verlegung
Die Verlegung erfolgt wie bei herkömmlichen Fermacell-Estrich- bzw. Powerpanel Elementen. Werden aus bauphysikalischen Gründen unterhalb des Heizungssystems Zusatzschichten verlegt, müssen diese ausreichend druckfest sein. Dabei ist die zulässige maximale Dämmschichtdicke inklusive der Formplatte der Fußbodenheizung einzuhalten.

Grundsätzlich ist für die Verlegung von Fußbodenheizsystemen ein ebener Untergrund erforderlich. Geringe Höhen im Bereich von 0 bis 20 mm können mit einer geeigneten Bodennivelliermasse, wie zum Beispiel die kunststoffvergütete Fermacell Boden-Nivelliermasse, ausgeglichen werden.

Für Unebenheiten bis zu 100 mm sind Ausgleichsschüttungen ohne Bindemittel auf dem Markt. In der Regel handelt es sich dabei um ein mineralisches Granulat, das rohstoffschonend im Recyclingverfahren hergestellt wird. Bei der Verlegung verkrallt sich das Material ineinander, so dass eine tragfähige Ausgleichsschicht entsteht. Eine aufwändige Nachverdichtung ist nicht nötig. Die Fermacell Ausgleichsschüttung beispielsweise bietet zudem hervorragenden Brandschutz, da diese der Brandverhaltensklasse A1 entspricht. Größere Schütthöhen bis zu 2000 mm können mit gebundenen Schüttungen erstellt werden.

Wenn Fußbodenheizungssysteme direkt auf Fermacell Ausgleichsschüttung oder auf einer zusätzlichen Mineralwolldämmplatte vorgesehen sind, ist eine lastverteilende Schicht mit einer lose verlegten, mindestens 10 mm dicken Fermacell Gipsfaser-Platte zwischen Ausgleichsschüttung bzw. Mineralwolldämmplatte und Fußboden-Heizungssystem anzuordnen. Weitere Details  zu den Fußboden-Heizungssystemen, wie z.B. die Verlegung von Wärmeleitblechen oder die Ausführungen der Randbereiche oder Rohransammlungen, stehen in den jeweiligen Herstellerangaben. Vor der Verlegung der Estrich-Elemente ist es empfehlenswert, auf den Fußbodenheizungsformplatten eine geeignete Trennlage aufzubringen, um ein Verkleben der Estrich-Elemente mit dem Fußbodenheizungssystem zu verhindern.

Alle wichtigen Details zum Thema Fußbodenheizung stehen in der Unterlage „Fermacell Estrich-Elemente auf Fußbodenheizung“. Darin ist außerdem ein Herstellerverzeichnis geeigneter Fußbodenheizungssysteme enthalten. Die Unterlage ist im Download-Bereich verfügbar und kann unter heruntergeladen werden.