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2020-07-11T17:04:32.5925625+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Ein Lochraster als Suchbild


Ein Lochraster als Suchbild
FERMACELL Gipsfaserplatten in Schloss Schönbrunn

Wenn im Herbst 2012 das neue Besucherzentrum für das Schloss Schönbrunn seine Tore öffnet, dann können sich die Besucher nicht nur über modernste Technik und umfassenden Service freuen – sie können auch versuchen, im Lochraster der Decke die Darstellungen von „Sisi und Franzl“ zu finden. Es handelt sich dabei um eine Idee des Grazer Architektenteams „weeSt-graz“, die als anspruchsvolle Trockenbau-Aufgabe von den Spezialisten der Firma Pagitsch mit Fermacell Produkten professionell umgesetzt wurde.

Im Gardetrakt, im linken Eingangsbereich zum Ehrenhof, entsteht bis Herbst 2012 das neue Visitor Center. Umgeben vom historischen Ambiente befinden sich geräumige Ticketverkaufszonen, wie auch Ticketautomaten für eine rasche Abwicklung. Bis zu 400 Gäste können in Schönbrunn bei  komfortable Aufenthaltszonen, entsprechende Gastronomie und einen gut bestückten Shop sowie Sanitäranlagen genießen.

Möglich wurde das Vorhaben durch ein sorgsam mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmtes Konzept, welches vom jungen Grazer Architektenteam „weeSt-graz“: Martin Konrad und Katharina Hengel stammt. Konrad über die Rahmenbedingungen: „Grundsätzlich waren strenge Vorgaben einzuhalten, um dem Weltkulturerbe gerecht zu werden. Die Gestaltung des Eingangsbereiches erfordert einen entschiedenen Eingriff in die bestehende Situation, um dem Bedeutungswandel der innewohnenden Funktionen gerecht zu werden. Durch großzügiges Öffnen und Verglasen der Bögen an der Westseite werden die Arkaden zum Empfangsbereich. [...] Es gibt prinzipiell zwei Lichtszenarien, eines mit Tageslicht und ein zweites, das mit Kunstlicht erzeugt wird. [...]“

Um eine große Empfangshalle zu erhalten werden die Zwischenwände entfernt und die Dachkonstruktion erneuert. Eine Fassadensanierung und eine historische Türöffnung an der Westseite wahren das Ensembles. Mit geschätzten Kosten von fünf Millionen Euro wird an der Fertigstellung mit Hochdruck gearbeitet.

Die Umsetzung der architektonischen Vision wurde die grafische Vorlage an den Trockenbau-Spezialisten der Firma Pagitsch weitergeleitet, was in einigen Bereichen zu großen Herausforderungen führte. Dazu Firmenchef Rupert Pagitsch: „Die Basis für unsere Arbeiten bildete eine historische Stahlkonstruktion, in die von einem Schlossereibetrieb verschweißte Formrohre eingezogen wurden. Wir haben zunächst das ganze Gebäude in 3-D ausgemessen und eine 3-D-Simulation als Basis für unsere Planungs- und Vorbereitungsarbeiten entwickelt. Eine echte Herausforderung war es dann für unser Team, auf den Formrohren die Unterkonstruktion herzustellen. Wir mussten großflächig die Konstruktion mit Holzelementen ergänzen, um eine exakte Basis für die Wölbungen im Deckenbereich bzw. im Übergang zu den Wänden zu schaffen. [...] Die Herstellung der gewölbten, doppellagigen Elemente war die nächste Schwierigkeit. Durch die Kombination mit den großdimensionierten Löchern mussten wir spezielle verfahrenstechnische Lösungen entwickeln, die auch für uns Neuland darstellten.“

Platten mit Löchern, die nachträglich gebogen werden, bergen die Gefahr, dass sich die Löcher vergrößern. Jede Platte wurde daher einzeln zugeschnitten, doppelt verklebt, gebogen und erst dann gefräst. „Es war für uns ein sehr spannendes Projekt. Aufgrund der ungewöhnlichen Aufgabenstellungen haben wir in einigen Bereichen Neuland betreten und wieder ein Stück Erfahrung gesammelt. Wie bei allen unseren Aufträgen haben wir auch bei diesem Projekt natürlich darauf geachtet, dass der Auftraggeber die sprichwörtliche Pagitsch-Qualität geliefert bekommt. Durch das Know-how meiner Leute und die Qualität der Fermacell Platten konnten wir letzten Endes alle Schwierigkeiten erfolgreich meistern“, stellt Rupert Pagitsch abschließend zufrieden fest.

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www.pagitsch.at
www.fermacell.at