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2020-12-03T14:06:59.5155859+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Spektakuläre Intarsienverlegung im Escher-Museum in Den Haag


Spektakuläre Intarsienverlegung im Escher-Museum in Den Haag

Der niederländische Künstler und Grafiker Maurits Cornelis Escher (1898-1972) wurde vor allem durch seine Darstellung unmöglicher Figuren bekannt. Seine bekanntesten Werke beschäftigen sich mit der Darstellung perspektivischer Unmöglichkeiten, optischer Täuschungen und multistabiler Wahrnehmungsphänomene.

Man sieht Objekte oder Gebäude, die auf den ersten Blick natürlich zu sein scheinen, auf den zweiten aber vollkommen widersprüchlich sind. 2002 wurde im ehemaligen Palais der Königin Emma in der Altstadt von Den Haag ein eigenes Escher-Museum eingerichtet (“Escher in Het Palais”), das neben seinem grafischen Werk auch Privatfotos und Arbeitsskizzen zeigt. Letztere vermitteln einen Eindruck davon, wie der Künstler Flächenfüllungen und unmögliche Geometrien entworfen hatte. Das Museum befindet sich in der Altstadt von Den Haag.

Was Sie hier auf dem Bild sehen, ist nicht etwa eine Escher-Zeichnung - es handelt sich vielmehr um eine Intarsienverlegung in einem Besucherraum des Escher-Museums. Die Raumintarsie besteht aus unglaublichen 2505 Einzelteilen, drei Farben der noraplan® uni-Palette wurden dafür ausgewählt. Erstaunt bleibt der Besucher stehen - der dreidimensionale Effekt ist verblüffend. Ist der Boden tatsächlich eben? Die optische Täuschung ist perfekt.

Mit Hilfe einer hochmodernen Ultraschall-Schneideanlage wurden alle Teile der Raumintarsie geschnitten. Ultraschallschneideanlagen werden weltweit für verschiedene Zwecke eingesetzt, wie beispielsweise zum Schneiden von Karbonteilen im Flugzeugbau, zum Schneiden von schusssicheren Westen oder zum Beschneiden von Skiern. Relativ neu jedoch ist die Herstellung von Intarsien an solchen Anlagen. Durch den hohen Energieeintrag mittels der hochfrequenten Schwingung der Messer von 20.000 Hz wird die Reibungskraft zwischen Messer und zu schneidendem Material sehr stark verringert, so dass exaktere und schnellere Schnitte möglich sind – so wird sichergestellt, dass alle Teile hundertprozentig ineinander passen. Ein Verfugen der Nähte ist nicht notwendig. Aus Vorlagen aller Art wie beispielsweise Bilder, Zeichnungen oder Bilddateien können CAD-fähige Dateien erstellt werden, die dann als Vorlage zur Erstellung von Intarsien dienen – nachfolgend sehen Sie die Visualisierung des Escher-Projekts in Form einer CAD-Zeichnung.

Die Raumintarsie im Eschermuseum wurde März/April 2010 von Mark van Steenhoven Projectstoffering aus Ridderkerk verlegt. Graphigdesigner sind Karelse & den Besten aus Rotterdam.

Weiterführende Informationen:

Zum Escher-Museum
Zu unseren Intarsien

Weitere interessante Umsetzungen mit nora Raumintarsien:

Technische Nationalbibliothek in Prag
Lucas-Cranach-Gymnasium in Wittenberg