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2020-07-09T08:25:22.8015468+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Kraftwerksinvestition folgt Prinzip der Nachhaltigkeit


Kraftwerksinvestition folgt Prinzip der Nachhaltigkeit
Die Liechtenstein Energie GmbH & Co KG setzt auf Strom aus Kleinwasserkraft. Bislang hatte das Tochterunternehmen der Fürst Liechtenstein Stiftung in der steirischen Gemeinde Kalwang bereits zwei Kleinwasserkraftwerke betrieben.
Nun ist mit der Anlage am Feistererbach ein weiteres hinzugekommen. Am 17. November 2013 wurde das moderne Hochdruck-Kraftwerk mit einer installierten Leistung von 680 kW ans Netz genommen.

Kraftabstieg über 3,7 Kilometer
Bei Kraftwerk Feisterer handelt es sich um ein Hochdruck-Kraftwerk, ausgeführt
in typischer alpiner Bauweise. Auf einer Seehöhe von 1.200 Meter werden 225 l/s Triebwasser mittels eines Tirolerwehrs gefasst und über einen doppelkammer-
igen Entsander geleitet. Selbstredend kommt dabei der Ausführung des Kraft-
abstiegs größte Bedeutung zu. Immerhin erstreckt sich die Rohrtrasse über eine Gesamtlänge von 3.734 Meter. Der Bestand dieser Druckrohrleitung soll eben
über möglichst lange Zeit gewährleistet sein. Nicht zuletzt aus diesem Grund entschieden sich die Betreiber aus Kalwang  für Rohre aus duktilem Guss aus dem Hause TRM. Hohe Betriebssicherheit dank bewährter Druckfestigkeit, Robustheit und Langlebigkeit sowie die einfache Verlegbarkeit waren der Argumente genug, die für die Rohrsysteme des Traditionsherstellers aus Hall
in Tirol sprachen.

Früher als geplant am Ziel
Die Verlegung der Rohrleitung wurde von der Firma Rumpf Bau aus Murau übernommen. Das Verlegeteam, das bereits Erfahrung mit TRM-Gussrohren hatte, stellte dabei unter Beweis, wie schnell auch eine derartig lange Rohrleitung im alpinen Gelände errichtet werden kann. Das lag unter anderem auch an der Tatsache, dass für die Verlegung der TRM-Gussrohre nur eine relativ schmale Rohrkünette erforderlich ist. Darüber hinaus wird kein spezielles Bettungsmaterial benötigt. Nur so war es möglich, die gesamten Bauarbeiten in nicht einmal 7 Monaten
zu bewerkstelligen.


Man bleibt der Linie treu
Im Regeljahr erzeugt das neue Kraftwerk am Feistererbach rund 2,41 GWh sauberen Strom. Damit handelt es sich nicht um die leistungsstärkste Anlage im Kraftwerkspark der Liechtenstein Energie GmbH & Co KG, aber mit Sicherheit um die derzeit modernste. Mit ihrem Regelarbeitsvermögen erbringt sie rund 15 Prozent des Gesamt-
stromertrags, den das Ökostromunternehmen im Durchschnittsjahr erzeugt. Mit den guten Erfahrungen aus diesem Projekt und der starken Überzeugung und Leidenschaft für umweltfreundliche Energiegewinnung will das Unter-
nehmen auch in Zukunft seiner Linie treu bleiben.


Der Feisterbach bringt gute Vorraussetzungen für eine
hydroelekrische Nutzung mit. Für die Lichtenstein
Eergie GmbH & CoKGmarkiert der Bau des Kraftwerks
einen logischen und konsequenten Schritt in Ihrer
Unternehmensstrategie.
Der dreidüsigen Peltonturbine von Andritz Hydro sitzt ein
direkt gekoppelter Synchrongenerator aus dem Hause
Hitzinger auf. Der Maschinensatz erzeugt im Regeljahr
rund 2,4 GWh.






Anschlussstück am Krafthaus Das Triebwasser wird über ien Tirolerwehr gefasst.


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