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2020-11-24T20:35:58.8553516+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Denkmal des Monats Juli 2010


Denkmal des Monats Juli 2010

Aufgrund der gelungenen Verbindung aus Alt und Neu wurde das revitalisierte Gemeindeamt Ottensheim vom Bundesdenkmalamt zum Denkmal des Monats Juli 2010 gekürt. Mit verantwortlich für die gelungene Verbindung von historischem Bestand und modernem Neubau sind die Produkte vom Fassaden-Spezialisten Weber Terranova.

Flexibelund offen – so sollte ein Gemeindeamt aufgebaut sein. Das gilt nicht nur für die Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern, sondern auch für die Architektur des Gebäudes. Aus diesem Grund hat man sich bei der Revitalisierung des alten Amtshauses im oberösterreichischen Ottensheim für eine transparente Gestaltung entschieden, die sich nach Außen hin öffnet. „Die Erstanlaufstelle, das Bürgerbüro tritt durch ein großes Schaufenster zum vor dem Gebäude liegenden Marktplatz hin in Erscheinung“, erklärt DI Christian Ambos vom zuständigen Architekturbüro sue-architekten. Und auch der neugeschaffene Gemeinderatssaal gibt durch eine großzügige Glasfront einen uneingeschränkten Blick auf die Umgebung frei. Gleichzeitig wird somit ausreichend Tageslichteinfall gewährleistet. Licht spielt auch in puncto Energie eine wichtige Rolle – genauer gesagt Sonnenlicht. So wurde nach Vorgaben des Bundesdenkmalamts eine Photovoltaikanlage als Aufdachmontage oberhalb der voll funktionsfähigen Dachhaut ausgeführt.

Gelungene Verbindung
„Da das zu erfüllend Raumprogramm nicht zur Gänze im Bestand untergebracht werden konnte, war eine Erweiterung unumgänglich“, so Ambos. Zu diesem Zweck wurde das ursprüngliche, denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert durch einen Neubau ergänzt. Hier liegt auch die große Besonderheit des neuen Amtshauses. „Durch die gute Zusammenarbeit mit Baustofflieferanten, Architekten und ausführenden Firmen ist eine gelungene Verbindung aus historischen Komponenten und moderner Architektur entstanden“, betont Restaurator Kurt Reiss. Der Bestand und die Erweiterung sind durch eine gemeinsame Traufhöhe, ein Übernehmen des Sockelgesimses in der Öffnung des Neubaus sowie durch eine einheitliche Farbgestaltung und Putzstruktur aneinander angeglichen.

Um den Anforderungen des Bundesdenkmalamts zu entsprechen, galt es bei der Produktauswahl auf Baustoffe zurückzugreifen, die „den Originalmaterialien entsprechen und gleichzeitig modernen Ansprüchen genügen“, weiß der zuständige Weber Terranova Projektbetreuer Günther Rath. „Dank der breiten Produktpalette an Putzen und Anstrichen für die Instandsetzung von historischen Gebäuden und der Möglichkeit der einfachen Anmischung fiel die Wahl auf Weber Terranova“, so Ambos. „Somit konnte der gesamte Aufbau in einem Firmensystem gehalten werden.

Moderne Materialien für alten Look
Insgesamt wurden rund 102.000 kg Putzprodukte von Weber Terranova verarbeitet. Darunter über 44.800 kg weber.ren micropor – ein Kalkputz auf NHL Kalk Basis ohne Zement und Hydrophobierungsmitteln, der sich besonders für die Sanierung von feuchtem Mauerwerk eignet. Im Falle des Amtshauses kam der Mikroporenputz auf Kalkbasis unter anderem im Sockelbereich zum Einsatz, da er als idealer Speicher für die einzulagernden Salze dient.

Um die Vorgaben des Bundesdenkmalamts, Materialien zu verwenden, die den bauzeitlichen entsprechen, zu erfüllen, entschied man sich auch bei den anderen Putzen für Produkte auf Kalkbasis. So etwa für weber.ren classic, den idealen Kalkputz zur Instandsetzung historischer Gebäude. „Weber Terranova ist einer der wenigen Hersteller, der Fertigmischungen für reine Kalkputze herstellt“, weiß der Architekt. Neben der bewährten Qualität fiel die Wahl der Baufirma laut Ambos auf das Unternehmen, da „die Mischung sehr einfach auf der Baustelle anzumischen ist und Fehlerquellen aufgrund falscher Anmischung relativ gering sind.“

Auch bei der farbigen Gestaltung der Fassadenfläche fiel die Wahl auf Weber Terranova, genauer gesagt auf den flüssigen, mineralischen Zweikomponentenanstrich weber.ton duosil. Rath: „Dieses Produkt zeichnet sich durch eine extrem hohe Wasserdampfdiffusion aus und eignet sich somit hervorragend für historische und denkmalgeschützte Gebäude wie das Amtshaus.“ Dank der breiten Palette an Farbtönen können selbst Fassaden historischer Bauten originalgetreu nachempfunden werden.

Ausgezeichnete Neugestaltung
Neben der Fassade wurden auch im Inneren diverse Elemente ins neue, alte Licht gerückt oder gar wiederentdeckt. So etwa der restaurierte Kreuzgewölbegang im ersten Obergeschoss oder die frühhistorische Deckenmalerei, die ebenfalls von Reiss restauriert wurde.

In Verbindung mit den modernen Bauteilen erstrahlen diese historischen Komponenten nach dem Umbau in neuem Glanz.

Aufgrund der harmonischen Verbindung von Alt und Neu wurde das Amtshaus Ottensheim vom Bundesdenkmalamt zum Denkmal des Monats Juli 2010 gekürt.