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2020-12-03T21:13:55.1913671+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

WEBER TERRANOVA: IST Austria


Ein innovatives Forschungsparadies in altem Gemäuer
WEBER TERRANOVA: IST Austria

Österreich baut mit dem Institute of Science and Technology (IST) sein wissenschaftliches Forschungspotential aus. Dort, wo sich einst das Landesklinikum Gugging befand, wird ab kommendem Semester gelehrt, getüftelt und geforscht. Dabei gehen Innovation und Tradition ineinander über.

Vor der Toren Wiens, im niederösterreichischen Maria Gugging, nimmt ab Herbst 2009 ein neues Spitzenforschungsinstitut seinen Betrieb auf. Das Institute of Science and Technology, kurz IST, wird sich der Grundlagenforschung sowie der Ausbildung von Wissenschaftlern widmen. Das Konzept sieht kein Grundstudium vor, sondern richtet sich an bereits graduierte Wissenschaftler, die ihr Know-how vertiefen und neue Wege in den diversen naturwissenschaftlichen Bereichen erforschen möchten. Die Forschungsgebiete reichen von Zell- und Entwicklungsbiologie über Computerwissenschaften bis hin zu evolutionärer Genetik.

Um den Akademikern ein gut ausgestattetes und gleichzeitig ansehnliches Umfeld zu bieten, wurde das 18 Hektar große Areal der ehemaligen Landesnervenklinik erheblich verändert. Lediglich die großzügige Parkanlage, die weiterhin öffentlich zugänglich sein wird, bleibt auch in Zukunft bestehen und bildet das topografische Zentrum des Campus. Ein Teil der alten Spitalsgebäude wurde abgerissen, der Rest mit hochwertigen Materialien renoviert und saniert. Zudem sind komplette Neubauten geplant beziehungsweise bereits realisiert. „Den Anfang hat die neue Lecture Hall, ein Vorlesungs- und Veranstaltungssaal für über 200 Personen, gemacht“, erklärt Architekt Dipl. Ing. Ernst Maurer. „Mit ihrem eindrucksvollen Glasaufbau stellt sie die Visitenkarte des neuen Campus dar und passt perfekt in das Gesamtbild des Gebäudekomplexes.“

Dieses gelungene Miteinander von Alt und Neu spiegelt auch das Konzept der Bildungseinrichtung wider: die Verbindung von zukunftweisender Forschung und fundiertem Wissen.

Originalität durch moderne Materialien
Um bei den Sanierungsobjekten beste ökologische und energieeffiziente Ergebnisse zu erzielen, ohne den historischen Charme der Gebäude zu beeinflussen, kamen ausgewählte, hochwertige Materialien zum Einsatz.

Für die Außendämmung griff man beispielsweise auf die diffusionsoffene Fassadendämmplatte weber.therm clima zurück. „Neben einer ausgezeichneten Dämmleistung punktet sie vor allem mit einer optimalen Wasserdampfdurchlässigkeit“, betont der zuständige Weber Terranova Projektbetreuer Lorenz Biribauer.

Damit die neue Fassade dem Original entspricht, wurde sie diesem mit Hilfe des hochwertigen Dünnschichtputzes weber.pas modelfino nachempfunden. „Was die Optik betrifft, konnte somit die glatte Oberfläche erhalten werden. Gleichzeitig ist unser Produkt hoch wasserabweisend und beständig gegen Frost, Algen und Abgase“, so Biribauer. Somit erstrahlen die sanierten Fassaden für lange Zeit in neuem Glanz und altem Look.

Das Ausmaß der umfangreichen Sanierungsarbeiten zeigt sich schon in der Vielzahl der zu erhaltenden Bauten – vom Verwaltungstrakt über das Central Building bis zu den Werkstätten und Wohngebäuden. Alleine die Fassade des Haupthauses beeindruckt mit einer Gesamtfläche von 4500 m2. Kein Wunder also, dass größter Wert auf eine reibungslose Organisation gelegt werden musste. „Zeitweise waren sogar bis zu 300 Bauarbeiter gleichzeitig auf der Baustelle tätig“, so der Institut-Sprecher, Oliver Lehmann.

In den nächsten Jahren wird der Institutskomplex weiter ausgebaut. Schon 2010 soll das erste Laboratorium fertig gestellt sein, und bis 2016 sollen rund 50 Forschungsgruppen mit über 400 Mitarbeitern am Institut tätig sein.

Baustellentafel:
Bauherr: NÖ Landesregierung
Planung: ARGE Maurer-Neumann & Partner
Dämmung und Putz: Saint-Gobain Weber Terranova