An den Anfang der Seite scrollen
2019-12-13T10:59:12.2092421+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Kalk im Trinkwasser – Lästig und kostspielig


Kalk im Trinkwasser – Lästig und kostspielig
Einige Regionen in Österreich haben einen hohen Kalkgehalt im Trinkwasser. Hartes Wasser verursacht im Alltag immer wieder Probleme. Moderne Wasserenthärtungstechnik kann diese Probleme beseitigen.

Viele Orte beziehen ihr Trinkwasser aus Quellen nahegelegener Berge. Auf dem jahrelangen Weg durch den Berg löst das Wasser allerdings nicht nur lebenswichtige Mineralien, sondern auch viel Kalk aus dem Gestein. Dieser Kalk setzt sich auf Fliesen, Duschtrennwänden, in Leitungen, auf Armaturen sowie in Geräten an, die mit erhitztem Wasser arbeiten. Speziell Waschmaschinen, Bügeleisen oder Boiler sind davon betroffen.

Wasserhärte in Österreich regional sehr unterschiedlich
„Die Problematik mit hartem Wasser ist kein regionales Phänomen. In vielen Regionen Österreichs hat das Trinkwasser einen sehr hohen Kalkgehalt. Teilweise sind die Werte so hoch, dass sich Hausbesitzer und Wohnungsgemeinschaften für die Anschaffung einer Enthärtungsanlage zum Entkalken entschließen“, sagt Mario Mair, gewerberechtlicher Geschäftsführer der Techem Wassertechnik GmbH. „Bei einer Härte von etwa 8-10° deutscher Härte spricht man von einer neutralen Wasserhärte. Über 16° dH muss man schon mit massiver Verkalkung rechnen. Bis zu 26° dH sind in Österreich aber auch keine Seltenheit“, ergänzt der Experte.
Mair: „Man kann sich sein Trinkwasser ja nicht einfach von jemandem anderen liefern lassen. Mit einer Techem-Enthärtungsanlage können wir aber das Trinkwasser soweit behandeln, dass die Kalkprobleme im besten Fall sogar ganz weg sind, ohne die hohe Qualität des Trinkwassers zu verändern.“

Enthärtung schont Geräte und Leitungen und spart Energie
Eine Kalkschicht von 1 Millimeter auf einer Heizschlange verursacht bereits einen um rund 10 Prozent höheren Energiebedarf. Abgesehen von unschönen Ablagerungen auf Wasserhähnen oder Duschwänden verringert hartes Wasser oftmals auch die Lebensdauer von technischen Geräten. Bei Hausinstallationen werden Rohrleitungen durch Kalk nachhaltig belastet.
 
Fachmännische Installation und regelmäßige Wartung notwendig
Bei der Installation und im Betrieb einer Enthärtungsanlage ist die richtige Einstellung auf die gemessene Wasserhärte besonders wichtig. Die richtige Einstellung wird durch einen Test im Labor ermittelt. Wird eine Enthärtungsanlage falsch eingestellt, kann es zu Fehlfunktionen kommen und Rohrleitungen können dadurch Schaden nehmen. Ebenso wichtig ist auch die laufende Wartung der Anlage. Dass die Wartung ausschließlich von einem Fachmann durchgeführt werden sollte, versteht sich von selbst. (ToKu)


Nachgefragt bei Techem Wassertechnik-Experte Mario Mair, Geschäftsführer der Techem Wassertechnik GmbH:

Warum ist hartes Wasser ein so großes Problem?
Mario Mair: Je härter das Wasser, desto mehr Kalk ist im Wasser in gelöster Form enthalten. Wird nun die Wassertemperatur erhöht - z.B. beim Bügeln oder im Boiler – so fällt der Kalk aus und geht in festen Zustand über. Diesen Effekt kennt nahezu jeder von uns: Schauen Sie in ihren Wasserkocher und Sie werden am Boden oder am Heizstab die weißen Kalkablagerungen entdecken. Das ist ausgefallener Kalk. Unsere Kunden sind tagtäglich damit konfrontiert.
Was kann im schlimmsten Fall passieren wenn keine Enthärtung stattfindet?
Mario Mair: Der schlimmste Fall ist ein so genannter Rohrinfarkt. Dabei wird das Rohr im Laufe der Jahre durch Kalkablagerungen so verjüngt, dass irgendwann kein Wasser mehr durch fließen kann. Die gesamte Leitung muss dann vom Installateur aufwändig saniert werden.
Hilft ein Trinkwasserfilter auch gegen Kalk?
Mario Mair: Grundsätzlich nicht. Ein Trinkwasserfilter hat lediglich die Aufgabe Verunreinigungen nach der Hauswasser-Übergabestation heraus zu filtern und die Sicherheitsarmaturen zu schützen. Mit Entkalkung hat ein Trinkwasserfilter nichts zu tun.
Wer sollte sich aus Ihrer Sicht über die Anschaffung einer Enthärtungsanlage Gedanken machen?
Mario Mair : Jeder, der in einer "Risikoregion" lebt oder der bereits mit sichtbaren Kalkablagerungen zu kämpfen hat.
Lässt sich das mit den Kalkablagerungen konkreter veranschaulichen?
Mario Mair: Nehmen wir eine Wohnanlage mit 15 Wohnungen, Tageswasserverbrauch etwa 250l pro Wohnung, Eingangshärte 19° dH, das ergibt 465 Kg Kalk im Jahr, der in der verbrauchten Wassermenge enthalten ist. Das ist schon eine erstaunliche Kalkmenge, die durch die Leitungen fließt. In diesem Fall würde sich eine Enthärtungsanlage durchaus rechnen.
Was bietet eine Enthärtungsanlage von Techem?
Mario Mair: Wir lassen zuerst den Kalkgehalt des Trinkwassers in unserem hauseigenen Labor analysieren und geben eine so genannte Risikobewertung ab. In Kooperation mit dem Haus-Installateur wird dann das optimale Produkt ermittelt. Die Installation, Einstellung und Wartung der Enthärtungsanlage erfolgt dann durch den Techem-Kundendiensttechniker. Wichtig ist zu erwähnen, dass wir nur eine Teilenthärtung und keinesfalls eine vollständige Enthärtung des Wassers vornehmen.

Weitere Informationen: