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2020-10-31T08:00:18.7834375+01:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Ideales Kräftegleichgewicht durch Liapor-Hinterfüllung


Neubau Bosch-Entwicklungszentrum, Abstatt
Ideales Kräftegleichgewicht durch Liapor-Hinterfüllung

Beim Bau des neuen Bosch-Entwicklungszentrums in Abstatt erforderte die geringe Seitenaussteifung des Gebäudes eine besonders anspruchsvolle Hinterfüllung. Die Lösung boten runde, leichte Liapor-Blähtonkugeln, die als selbstverdichtendes, drainagefähiges, form-stabiles Schüttgut für ein optimales Kräftegleichgewicht sorgen – und dabei auch besonders wirtschaftlich einzubringen waren.

Die Robert Bosch GmbH zählt mit weltweit mehr als 280.000 Mitarbeitern und knapp 260 Standorten in über 50 Ländern zu den größten Unternehmen in Deutschland. Neben der Herstellung von Elektro- und Haushaltsgeräten gehört die Produktion von Bauteilen für die Automobilindustrie zum Kerngeschäft. Die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte und Leistungen erfolgt unter anderem im Entwicklungszentrum Abstatt bei Heilbronn. Zurzeit wird das Entwicklungszentrum weiter ausgebaut. Auf rund 31.000 Quadratmetern entsteht ein neues, fünftes Gebäude, das auf sechs Stockwerken neben Werkstatt- und Laborflächen auch Büroräume und Abstellhallen für Testwagen bieten wird.

Ab 2010 werden hier 900 neue Mitarbeiter für die Entwicklung von Brems- und Fahrdynamiksystemen tätig sein; die Kosten für das neue Entwicklungszentrum belaufen sich dabei auf rund 60 Millionen Euro. „Das ganze Gebäude wurde in Skelettbauweise mit nur wenigen tragenden Elementen errichtet, um bei der späteren Einrichtung des Forschungszentrums möglichst flexibel sein zu können“, erklärt Rainer Hemmersbach, der als Bauleiter der Bosch-Bauabteilung für die Gesamtkoordination der Baumaßnahmen verantwortlich war. „Aufgrund der geringen Seitenaussteifung war es erforderlich, den seitlichen Druck auf die Gebäudewand so gering wie möglich zu halten.“

Der Startschuss für das Großprojekt fiel im Juli 2008. Als erstes wurde die Baugrube für das Gebäude mit einer Grundfläche von 180 mal 24 Metern ausgehoben. Die äußere Einfassung bilden bis zu 20 Meter tiefe Betonpfähle mit einem Durchmesser von jeweils 40 Zentimetern. Im Anschluss erfolgten die Fundamentlegung und die Errichtung der unteren Geschossebene. Der Abstand zwischen den Betonpfählen und der Gebäudewand betrug dabei einen knappen Meter. „Diesem Raum kommt eine besondere statische und hydrologische Bedeutung zu“, erklärt Thomas Volk vom Bosch Facility Management, der für die Abstimmung zwischen Bauabteilung und Nutzer zuständig war. „Für seine Verfüllung kam nur ein besonders leichtes und stabiles Material infrage, das außerdem drainagefähig sein musste, um die Bildung einer stehenden Wasserscheibe an der Gebäudewand zu verhindern." Eine Verfüllung mit Kies oder Erdreich schied aus diesen Gründen von vornherein aus.

Die Lösung boten Liapor-Blähtonkörnungen, die als leichtes und drainagefähiges Granulat alle bautechnischen Anforderungen ideal erfüllten. „Als druckfestes und formstabiles Material sorgen sie für optimale Standsicherheit auch bei schwierigen Untergrundverhältnissen“, erklärt Hans-Peter Keller, zuständig für Technik und Vertrieb bei Liapor. „Daneben sind runde Liapor-Blähtonkugeln als selbstverdichtendes Schüttgut auch sehr zeit- und kostensparend einzubringen."