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2020-07-02T22:11:43.9699375+02:00 BAUDATENBANK.AT - Österreichische Baudatenbank

Wasser (Ab-)Marsch! - Notentwässerung beim Flachdach


Wasser (Ab-)Marsch! - Notentwässerung beim Flachdach

Notüberläufe müssen zur effektiven Ableitung des Wassers richtig angeordnet werden, um eine Überlastung der Entwässerungssysteme zu verhindern. Die korrekte Bemessung dieser Entwässerungselemente bietet dafür die Grundlage.

Wenn Flachdächer nicht richtig entwässert werden, können die Folgen verheerend sein: Von der durchfeuchteten Wand durch Wassereintritte an Anschlüssen bis hin zum eingestürzten Dach reichen die möglichen Schäden. Abhilfe schaffen Notentwässerungssysteme. Im Falle eines außergewöhnlich starken Niederschlags dienen Notentwässerungen dazu die große Regenmenge verlässlich abzuführen. Neben den vorgeschriebenen primären Haupt-Entwässerungselementen ist es deshalb nach  ÖNorm B 2501 (Entwässerungsanlagen) und ÖNorm EN 12056-3 (Schwerkraftentwässerungsanlagen) Pflicht entsprechende Notentwässerungen vorzusehen. Bei einer Überlastung der primären Entwässerungsebene beziehungsweise eines Ausfalles (z.B. durch Verstopfung) leiten diese das Wasser sicher ab.

Es gibt  die Möglichkeit die Entwässerung über Abläufe mit Anstauringen („senkrechte Notüberläufe“) sicherzustellen. Dies müssen dann komplett separat über Rohrleitungen entwässert werden. Die gebräuchlichere Methode stellt jedoch die Anordnung von Notüberlaufspeiern dar. Diese entwässern im Notfall über die Fassade. Neben den standardmäßig runden Notüberläufen gibt es rechteckige Formen, welche ein Vielfaches der Wassermenge ableiten können und zur Bewältigung der Wassermassen im Normalfall auch notwendig sind. Die Notüberläufe in Rechteckform sind von AMANN die DachMarke kurzfristig in Standardbreiten aber auch in jeder beliebigen Breite lieferbar, wodurch auch auf architektonische Begebenheiten Rücksicht genommen werden kann.

Die Anordnung der Notüberläufe sollte anhand der errechneten Anstauhöhe der Gullys beziehungsweise der Abläufe erfolgen. Hintergrund dafür ist, dass die Entwässerungselemente und Leitungen anhand der 2-jährigen Regenspende dimensioniert sind. Die Berechnung der Notüberläufe erfolgt über das 100 jährige Regenereignis r(5,100). Unter 100-jährigem Regenereignis versteht man die maximale Regenspende die einmal in 100-Jahren über eine Niederschlagsdauer von 5 Minuten auftritt. Steigt die Anstauhöhe mehr als berechnet so erhöht sich in Folge der hydraulische Druck und die Entwässerung wird überlastet. Um jegliches Risiko zu vermeiden, sollte die Unterkante der Notüberlaufspeier optimalerweise der berechneten Anstauhöhe der Dachentwässerung entsprechen.



ist der kompetente Partner bei allen Fragen rund ums Dach. Gerne übernehmen wir daher neben sonstiger technischer Beratung auch die Dimensionierung ihrer Notentwässerungen.

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