Gut bedacht unter den Berg



Portaldachdämmung am Bosrucktunnel mit Glapor Schaumglas
Gut
im Zeitplan liegt der Ausbau des Bosrucktunnels, derzeit noch ein
Nadelöhr auf dem Weg nach Südosteuropa. Jahrhundertealte Erfahrung und
neue Technik im Tunnelbau werden durch moderne, umweltfreundliche und
nachhaltige Baustoffe ergänzt. Nord- und Südportal der neuen
Weströhre erhalten eine Flachdachdämmung aus Glapor Schaumglas.
Als
einzig sichtbare Bauteile eines Tunnels prägen die Portale das Bild des
Bauwerks, obwohl sie nur einen Bruchteil des gesamten Objekts
darstellen. Entsprechende Aufmerksamkeit wird Tunnelportalen sowohl in
der Planung als auch in der Ausführung gewidmet. Der aus einem
Architekturwettbewerb hervorgegangene Entwurf für das Nord- und
Südportal des Bosrucktunnels nimmt bereits Gestalt an. Die als
Flachdach ausgebildeten Betonflächen der Tunnelein- bzw. -ausfahrten
erhalten eine Dämmung aus Glapor Schaumglasplatten. Langlebigkeit der
Dachabdichtung, geringe Wartungskosten und Unterlaufsicherheit waren
die Gründe für die Wahl dieser Konstruktionen.
Zur
Reduzierung der Kondenswasserbildung an der Unterseite der
Betonkonstruktion wird eine Dämmschicht zum Temperaturausgleich
aufgebracht. „Schaumglas eignet sich dafür besonders gut, denn keine
andere Wärmedämmung kombiniert die Forderungen an den Brandschutz, die
enorm hohe Druckfestigkeit und die Stauchungsfreiheit besser“,
unterstreicht Heiner Middelmann, Leiter Anwendungstechnik der
Herstellerfirma Glapor, die den Zuschlag erhielt. Glapor
Flachdachdämmplatten sind druckstabile Leichtgewichte aus Schaumglas
mit in diesem Fall integriertem Gefällesystem. Beim Bosrucktunnel wurde
folgender Aufbau gewählt: Betondecke, Bitumenvoranstrich,
Schaumglasplatten, Bitumenbahn aufgeschweißt, EPDM
(Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) Bahn aufgegossen. Fix und fertig
konfektioniert auf der Baustelle angeliefert, geht die Verlegung der
Glapor Schaumglasplatten in Heißbitumen schnell und sauber vonstatten.
Sowohl
dieser wirtschaftliche Pluspunkt als auch die Materialeigenschaften
sprechen für den Einsatz von Glapor Schaumglasplatten. Dazu kommt der
ökologische Aspekt: In modernen Fertigungsstraßen werden sie aus
hundert Prozent recyceltem hochwertigem Altglas hergestellt. Millionen
von Glasstegen verleihen dem aufgeschäumten Material eine
ausgezeichnete Druckfestigkeit. Gleichzeitig erfüllen die dampfdicht
geschlossenen Zellen eine dampfbremsende Funktion, sodass keine
Dampfsperre in dem Flachdachaufbau erforderlich ist. Die
Schaumglasplatten sind baupraktisch stauchungsfrei, d. h. sie bewegen
sich bei Be- und Entlastung nicht, wodurch auch die Abdichtungssysteme
geschont werden. Gleichzeitig sind die Platten form-, volumen- und
alterungsbeständig. Druckverteilende Schichten können auf Grund der
steifen Bettung sehr schlank ausgeführt werden. Außerdem – und gerade
im Tunnelbau von Bedeutung – ist das Material nicht entflamm-/brennbar.
Noch
verläuft die wichtige Transitstrecke der A9 Pyhrnautobahn durch den
einröhrigen Tunnel. Doch bereits 2013 soll die 5,5 Kilometer lange
Passage von Oberösterreich in die Steiermark durch den neuen Westtunnel
erfolgen.
www.glapor.de